Tagung Werkstoffprüfung 2025 in Dresden
Auf der 43. Vortrags- und Diskussionstagung „Werkstoffprüfung 2025“, die in Dresden stattfand, kam die Werkstoffprüfung-Community zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Materialcharakterisierung zu diskutieren. Mit über 180 Teilnehmenden zeigte die zweitägige Veranstaltung eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig dieses Feld ist. Das Programm bot mit 72 Vorträgen und sechs Plenarvorträgen tiefe Einblicke in verschiedenste Themenbereiche – von Hochtemperaturanwendungen über Implantatprüfungen bis hin zu multiskaligen Ansätzen.
Das Fachgebiet Mechanisches Verhalten von Werkstoffen war dabei prominent vertreten. Prof. Dr. Benoit Merle hielt einen Plenarvortrag zur Dünnschichtmechanik und spannte dabei den Bogen von der klassischen makroskopischen Prüfung hin zur Charakterisierung modernster und anspruchsvollster Materialsysteme. Eine zentrale Botschaft seines Vortrags: Auch wenn sich die experimentelle Messtechnik auf der Mikroskala fundamental von klassischen Verfahren unterscheidet, so bleiben die zugrundeliegenden Konzepte der Werkstoffmechanik doch weitgehend die gleichen.
Ein weiteres zentrales Highlight der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion zum Thema „Ohne Werkstoffprüfung keine konkurrenzfähige Elektronik“. Das Panel verknüpfte die wachsenden Anforderungen der Halbleiterbranche mit den klassischen Prüfdisziplinen und zeigte wichtige Weichenstellungen für zukünftige Prüfprozesse auf. Prof. Merle co-moderierte diese wegweisende Diskussion gemeinsam mit Prof. Frank Walther (TU Dortmund).
Unser herzlicher Dank gilt der DGM und ganz besonders Prof. Dr. Martina Zimmermann für die Einladung und exzellente Organisation dieser rundum gelungenen und inspirierenden Tagung.