Aktuelles

Schwarzheider Kunststoffkolloquium

Bild: Dr.-Ing. Jan-Christoph Zarges und Dr.-Ing. Johannes Fuchs

Zukünftige Herausforderungen in der Kunststofftechnik, Infrastruktur für Spritzguss und Compoundierung sowie Biopolymere Kreislaufwirtschaft waren nur einige der Themen, zu denen beim 17. Schwarzheider Kunststoffkolloquium präsentiert und diskutiert wurde. Im Rahmen dieser vom Kunststoff-Verbund Berlin Brandenburg (KuVBB) und dem Cluster Kunststoffe und Chemie Brandenburg organisierten Veranstaltung hielt auch Herr Dr.-Ing. Jan-Christoph Zarges vom Fachgebiet Kunststofftechnik einen Vortrag mit dem Thema „Cellulosefaser-verstärktes Polypropylen - Beschreibung des Bruchverhaltens mit Hilfe der Strukturcharakterisierung“.

Das Schwarzheider Kunststoffkolloquium fand am 24. und 25.09.2019 im Kulturhaus der BASF Schwarzheide statt und bot den ca. 70 Teilnehmern neben interessanten Vorträgen und Diskussion auch die Möglichkeit, die Compoundieranlage für PA und PBT zu besichtigen.


BPS 2019 in Vilnius, Litauen

Bild: Claudia von Boyneburgk, M.Sc.

Mit etwa 100 Teilnehmern aus 11 Ländern fand das 19. Baltic Polymer Symposium vom 18.09.2019 bis zum 20.09.2019 in Vilnius, Litauen, statt. Ausrichter waren in diesem Jahr die Vilnius University, die Kaunas University of Technology und die Lithuanian Chemical Society. In 30 Vorträgen sowie auf mehr als 60 Postern wurden Themen wie Polymersynthese, Polymerverarbeitung, Polymerrecycling, Composite sowie Nanotechnologie anschaulich präsentiert und diskutiert.

Das Fachgebiet Kunststofftechnik wurde dabei von Claudia von Boyneburgk, M.Sc. mit einem Vortrag unter dem Titel „Influence of the Adhesion on the Mechanical Characteristics of Self-Reinforced Polymer-Veneer-Composites“ vertreten. Des Weiteren stellte sie ein Poster von Marco Klute, M.Sc. mit dem Titel „Blending CA with PBS to Increase the Bonding Strength in Two-Component Injection Molding“ vor.


Studierendenexkursion nach Köln

Teilnehmer der Studierendenexkursion nach Köln
Einblicke in die Produktion der Firma M+S Silicon

Das FG Kunststofftechnik des Instituts für Werkstofftechnik organisierte im Sommersemester 2019 für interessierte Studierende eine Exkursion nach Köln. Die 25 Teilnehmer besuchten auf der Hinfahrt die Firma M+S Silicon in Dortmund (Foto). Neben einem sehr interessanten Vortrag über die Möglichkeiten und Entwicklungen der Silikonverarbeitung wurden sämtliche Produktionsanlagen des Standorts besichtigt. Hierzu gehörten unter anderem Profilextrusionsanlagen für Feststoffsilikonen, Pultrusionsanlagen für Textilschäuche und Walzwerke zum Aufbereiten der Silikonwerkstoffe.

Nachdem am zweiten Tag eine ausführliche Führung durch den Hohen Dom zu Köln und dessen Schatzkammer durchgeführt wurde, gab es ein ausgiebiges gemeinsames Mittagessen, das vom Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V. gesponsort wurde. Hierbei und auch im Anschluss gab es reichlich Zeit, sich untereinander besser kennenzulernen und den Studierenden die aktuellen Themen am Institut näherzubringen. Ein Teil der Gruppe unternahm außerdem eine Virtual Reality Tour durch das Köln im Jahre 1900.

Das Programm der Exkursion wurde am dritten Tag durch einen Besuch des Chemparks in Leverkusen abgerundet. Neben einer geführten Busfahrt über das gesamte Gelände wurde hier das PUR-Technikum der Firma Covestro besichtigt. Dort wurde den Exkursionsteilnehmern ein Einblick in die Materialentwicklung, sowie die Herstellung und Analyse von PUR-Schäumen vorgestellt.

Organisiert und Begleitet wurde die Exkursion von Herrn Kevin Klier und Herrn Marco Klute, die sich an dieser Stelle auch im Namen des Instituts herzlich bei M+S Silicon, Covestro, dem Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V. und dem Fachbereich 15 der Universität Kassel für die Möglichkeit der Durchführung der Exkursion bedanken möchten.


Workshop „Bio-Resist“

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderten Studie zur „(Langzeit-) Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen (Bio-Resist)“ fand am 25.06.2019 ein Workshop statt. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus geladenen Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung zusammen. Moderiert wurde die Veranstaltung durch zwei Mitarbeiterinnen des Karlsruher Instituts für Technologie. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten während des Workshops die zu ergreifenden Maßnahmen, um insbesondere technische Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe beständiger und somit auch für kunststoffverarbeitende Unternehmen interessanter zu machen. Hierzu wurden beispielsweise gemeinsam Roadmaps entwickelt, welche die zukünftig benötigten Forschungsaktivitäten aufzeigen sollen.


Hessentag 2019 in Bad Hersfeld

Bild: Direktoriums-Sprecher des Netzwerks der LOEWE-Forschungsvorhaben ProLOEWE Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim sowie Staatssekretärin des Hessichen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Ayse Asar

Bei dem Hessentag 2019 in Bad Hersfeld stellte sich der LOEWE-Schwerpunkt Allegro vor. Das Forschungsprojekt, bei dem es sich um eine Kooperation mit der Universität Darmstadt handelt, beschäftigt sich mit hochfestem Aluminium und deren Herstellungsprozessen in der Zukunft.

Zu Besuch waren der Direktoriums-Sprecher des Netzwerks der LOEWE-Forschungsvorhaben ProLOEWE Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim sowie die Staatssekretärin des Hessichen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Ayse Asar, die sich über den aktuellen Stand der Forschung informierten. 

 

 


Weitere Informationen zum Forschungsprojekt TETHOK sind unter www.baukunsterfinden.org/en/research/projects/textile-tectonics-for-wood-construction/ zu finden.

Forschungsverbund TETHOK auf der LIGNA 2019

Mit über 1.500 Ausstellern auf 132.000 m² Fläche und über 90.000 Besuchern zeigte die LIGNA in Hannover, die Weltleitmesse für Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zur Holzbearbeitung und Holz-verarbeitung vom 27. bis 31. Mai 2019 Innovationen und Anwendungen für die gesamte Branche. Mit dabei war in diesem Jahr auch der Forschungsverbund TETHOK – Textile Tektonik für den Holzbau, der Universität Kassel. Der aktuell von sechs Instituten der Universität gebildete Verbund präsentierte auf einem eigens angefertigten Messestand die aktuell laufenden Forschungsarbeiten des von der Programmlinie Zukunft der Universität Kassel geförderten Projekts. Basis für die Untersuchungen bildet der Rohstoff Weide, welcher innerhalb verschiedener Ansätze und Prozesse betrachtet und verarbeitet wird. Für das Institut für Werkstofftechnik, Kunststofftechnik, war Frau Claudia von Boyneburgk, M. Sc., vor Ort, um ihre Arbeiten zur Einbettung von Weidengeweben in thermoplastische Kunststoffe zu präsentieren und mit interessierten Messebesuchern zu diskutieren.

 

 


Thermografie-Workshop

Bild: Dr. Ralf-Urs Giesen und Herr Kipp (v.l.n.r.)

Möglichkeiten und Grenzen der Thermografie

Am 22. März 2019 luden das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen, KCN, in Kooperation mit dem Unternehmen INFRATEC und dem Anwendungszentrum UNIPACE des Fachgebietes Kunststofftechnik zu einem Workshop im Themenbereich der Thermografie ein. Der Workshop sollte Gelegenheit bieten, einen Eindruck über die Technologie zu gewinnen und mehr über die Möglichkeiten der Thermografie zu erfahren.

Herr Dr. Giesen vom Anwendungszentrum UNIPACE und Herr Kipp von der Firma INFRATEC konnten gemeinsam 22 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft begrüßen.

Herr Kipp informierte die Anwesenden über die Themen-bereiche Allgemeines zur Thermografie, über Infrarot Systeme und über besondere Thermografie-Anwendungen.

Hierbei wurden die aktive und passive Thermografie angesprochen, strahlungsphysikalische Besonderheiten erläutert sowie gekühlte und nicht gekühlte „High-End-Thermo-grafie Systeme“ vorgestellt.

Im Themenfeld der Anwendungen wurden fertigungstechnische Aspekte angesprochen, die Kunststofftechnik im Allgemeinen sowie die Nutzung der Thermografie in der Fügetechnik. Der Bereich Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, zerstörungsfreie Werkstoffprüfung und die Aktivthermografie wurden thematisiert ebenso wie die Mikro- und High-Speed-Thermografie.

  


Promotion von Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges

v. l. n. r. Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Middendorf, Prof. Dr.-Ing. habil. Berthold Scholtes, Prof. Dr. habil. Hans-Peter Fink, Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim

Als Abschluss des Promotionsverfahrens von Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges fand am 03.07.2018 die Disputation statt. Die Dissertation trägt den Titel "Charakterisierung des Bruchverhaltens von Polypropylen-Celluloseregeneratfaser-Verbunden“ und entstand im Rahmen des LOEWE-Forschungsschwerpunktes Safer Materials. Herr Zarges wird nach seiner Promotion neuen Herausforderungen am Institut für Werkstofftechnik – Kunststofftechnik entgegentreten.