Be­vor­zug­tes Ein­wahl­ver­fah­ren

Bevorzugtes Einwahlverfahren für Studierende mit eingeschränkter zeitlicher Flexibilität

Gerade Studierende mit Kind, Studierende mit gesundheitlichen Einschränkungen (Behinderungen) und/oder Studierende mit familiärer Pflegeverantwortung sind oft darauf angewiesen, Seminare zu ganz bestimmten Zeiten zu besuchen. Die besondere Herausforderung, mit der sie sich neben ihres Studiums auseinandersetzen müssen, verlangt ihnen zusätzlichen Organisationsaufwand ab.

Um solche Studierenden zu unterstützen, führt die Universität Kassel in einigen Fachbereichen ein „bevorzugtes Einwahlverfahren“ durch.

Studierende teilnehmender Fachbereiche können dann einen Antrag (hier das Blankoformular) auf bevorzugte Einwahl in Lehrveranstaltungen ihres Studiengangs stellen. Dieser gilt für ein Semester. Wird der Antrag bewilligt, erhalten die Studierenden einen Platz in den von ihnen gewählten Seminaren. Die Einwahl dieser Studierenden wird vom IT-System automatisch sichergestellt.

 Der Antrag kann aus folgenden Gründen gestellt werden:

  • chronische Erkrankung oder Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 SGB IX (nachgewiesen durch ärztliches Attest, am besten unter Verwendung des anliegenden Attestes)
  • zu betreuendes Kind bis 12 Jahre (nachgewiesen durch Kopie der Geburtsurkunde)
  • Schwangerschaft mit voraussichtlichem Entbindungstermin in der Vorlesungszeit des Semesters (nachgewiesen durch ärztliche Bestätigung der Schwangerschaft mit Angabe des Entbindungstermins)
  • Pflege eines nahestehenden Angehörigen (nachgewiesen durch Kopie eines Belegs nach §§ 44, 44a SGB XI)

Der Antrag muss fristgerecht und vollständig mit allen Unterlagen abgegeben werden.

 

Hintergrund: Zur Einführung des bevorzugten Einwahlverfahrens

Das Institut für Sozialwesen des FB 01 führt seit dem Wintersemester 2012/2013 das Pilotprojekt „bevorzugtes Einwahlverfahren für Studierende mit Kind(ern) und Studierende mit chronischer Erkrankung und/oder Behinderung" durch. Seit 1. Januar 2014 wird das Projekt im Frauen- und Gleichstellungsbüro koordiniert. Inzwischen konnte in engster Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aus dem Fachbereich 01 das Verfahren weiterentwickelt und professionalisiert werden. Alle datenschutzrechtlichen Bedingungen sind berücksichtigt.

Weitere Informationen zum bevorzugten Einwahlverfahren („Platzgarantie”) erhalten Sie hier.