Universität Gesamthochschule KasselPressemitteilung 46/99 3. Mai 1999 |
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| Tagung von GhK und
Friedrich-Ebert-Stiftung
Rußlands Weg zur Zivilgesellschaft Kassel. Mit Rußlands Weg zur Zivilgesellschaft beschäftigt sich eine Tagung am 10. und 11. Juni in Kassel. Veranstalter sind das Ost-West-Wissenschaftszentrum der Universität Gesamthochschule Kassel (GhK) und die Friedrich-Ebert-Stiftung, Moskau. Ort: Gießhaus der GhK, Mönchebergstr. 5. Die innenpolitische Situation Rußlands ist gekennzeichnet durch eine Bipolitarität von Kräften: autoritäre und demokratische Tendenzen in der Politik, Verfall und Stabilisierung in der Wirtschaft, Einzelinteressen und neues Gemeinwesen bestimmen das Erscheinungsbild. Wie sich Rußland insbesondere im internationalen politischen Kontext, unter den Einflüssen des Westens und der GUS entwickelt, welche Kräfte sich innenpolitisch durchsetzen, das ist Thema der Tagung "Rußlands Weg zur Zivilgesellschaft", die das Ost-West-Wissenschaftszentrum der Universität Gesamthochschule Kassel und die Friedrich-Ebert-Stiftung, Moskau, vom 10.-11. Juni in Kassel veranstaltet. Die deutschen und russischen Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft referieren zu den Themenkomplexen:
Die thematischen Schwerpunkte im einzelnen:
Die Entwicklung der Regionen und ihr Verhältnis zum Zentrum Moskau stehen hier im Mittelpunkt der Diskussion. Eine besondere Rolle erhalten die Republiken u. a. dadurch, daß ihre Gouverneure nicht mehr von Moskau eingesetzt, sondern von der Bevölkerung direkt gewählt werden. Jede Schwächung der Zentrale stärkt die Eigenständigkeit der regionalen Führungen. Etliche Regionen gehen eigene Wege in der Rechtssprechung oder sogar in der Außenpolitik. Es entwickelt sich eine wachsende Diskrepanz zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Regionen, die entsprechende Auswirkungen auf das machtpolitische Verhältnis zu Moskau hat. Thematisiert wird die wirtschaftliche Entwicklung unter dem Gesichtspunkt der Funktionsverteilung zwischen Staat und privatem Sektor. Gefragt wird nach den Akteuren der Wirtschaftspolitik, der Bedeutung, die dem Staat als Initiator für Umstrukturierungen zukünftig zukommen soll, und nicht zuletzt dem tatsächlichen Einfluß westlicher Wirtschaftshilfen für den wirtschaftlichen Umbau des Landes und die innenpolitische Entwicklung. Mit dem aktuellen Stand der Rechtsentwicklung und -implementierung hin zu einem bürgerlichen Gemeinwesen mit rechtsstaatlicher Verfassung setzen sich deutsche und russische Staats- und Verfassungsrechtler auseinander. Diskutiert wird die zukünftig adaquate Rolle des Staates in einem Gemeinwesen im internationalen Vergleich. Die Tagung schließt mit einer Plenumsdiskussion zum Thema "Zukunft Rußlands wer bestimmt die Richtung und das Tempo der Entwicklung?" Referenten:
Tagungssprache: Tagungsorganisation: Kosten: Hotelreservierung: |
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