Uni Kassel

Universität Gesamthochschule Kassel

Pressemitteilung 86/98


30. September 1998

Die letzten Bauwagen verließen das Hochschulgelände

Bau der Kindertagesstätte kann nun vorbereitet werden und "Nordstadtpark" geht in Nutzung

Kassel. Mit Genugtuung reagiert die Universität Gesamthochschule Kassel (GhK) auf den Abzug des Wagenplatzes Hotz N`Plotz vom hochschuleigenen Gelände an der Mombachstraße. "Danken möchte ich der Stadt Kassel, die ein Alternativgelände am Kasseler Hafen finden konnte, ebenso all denjenigen, die sich innerhalb und außerhalb der Hochschule für eine Lösung des Stellplatzproblems der Hotz N`Plotz-Bauwagen eingesetzt haben", so Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans Brinckmann. So sei eine erneute Räumung eines Wagenplatzes vermieden worden. Allerdings seien in diesem Fall die Ausgangsbedingungen auch erheblich günstiger gewesen, so Brinckmann weiter. Das reiche von der grundsätzlichen Bereitschaft der Hotz N`Plotz- Bewohner/innen zum Abzug auf einen anderen Stellplatz, die Unterstützung der Stadt bei der Suche nach Orten für alternative Lebensformen bis hin zur intensiven Arbeit des Forums für Konstruktive Konfliktlösung unter Leitung von Studienassessorin Christa Joedt
(Ev. Akademie Hofgeismar). Sein Dank gelte auch den eigenen Mitarbeitern in der Bau- und Liegenschaftsverwaltung, die in den vergangenen Jahren nicht selten persönlichen Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt worden seien bei der Umsetzung dieser Bauvorhaben, die in besonderem Maße in öffentlichem Interesse lägen. Nun könne mit der Bauvorbereitung für eine Kindertagesstätte und Sozialwohnungen auf dem Gelände Mombachstraße begonnen werden. Diese sollen voraussichtlich bis Herbst 1999 fertiggestellt werden.

"Nordstadt-Park"
Anfang Oktober geht nun auch das rund 10000 Quadratmeter große Gelände, der sogenannte "Nordstadt-Park", ein Grünzug entlang der Ahna, in Nutzung. Dieses Gelände an der Moritzstraße wurde in einjähriger Bauzeit zu einem bei der Bauplanung für den Hochschulstandort Holländischer Platz seitens der städtischen Baubehörde geforderten Entlastungsbereich für die verdichtete Bebauung auf dem Unicampus fertiggestellt. Die laut Planungsauflage von Bebauung freizuhaltende Fläche ist nun als Grün-, Spiel- und Sportfläche hergerichtet und steht dem Allgemeinen Hochschulsport, den Angehörigen und Studierenden der GhK und den Bewohnerinnen und Bewohnern der Nordstadt offen. Damit wird neben der Ausgleichsfunktion für das verdichtete Campus-Gelände mit diesem Grünflächenangebot auch eine Verbesserung der Lebensbedingungen in der Nordstadt realisiert, die ein erhebliches Defizit an Freiflächen aufweist.

Das nutzungsoffene Konzept, das Hochschul- und öffentliche Aktivitäten zuläßt, läßt Raum für Eigeninitiative: Eine große offene Rasen- und Aufenthaltsfläche kann zum Bolzen, Spielen oder Ausruhen genutzt werden. Den Anwohner/inne/n der Liebig- und Mönchebergstraße wurde ein leichterer Zugang zum Gelände verschafft; der Fahrradweg aus der Stadt wurde über das Hochschulgelände in Richtung Vellmar über das Gelände geführt. Für den Allgemeinen Hochschulsport wurden eine Volleyball-, eine Basketball- und eine Multifunktionsfläche hergerichtet, die Gärtnerei der GhK erhielt eine Betriebsfläche, zudem werden Flächen für Veranstaltungen, Forschung und Lehre vorgehalten. Im Frühjahr soll das Gelände, dessen Grasflächen sich noch stabilisieren müssen, mit einem öffentlichen Spiel- und Sportfest offiziell eingeweiht werden.

Auf dem jetzigen Nordstadtpark- Gelände befand sich der Wagenplatz K 18, der seit 1991 zum Verlassen des Platzes aufgefordert wurde. Trotz zahlreicher weiterer Aufforderungen weigerten sich die Bewohner/innen, das Gelände freizugeben; die Hochschule hat schließlich am 25. Oktober 1997 mit polizeilicher Unterstützung geräumt.

UH/ p

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(letzte Änderung am 25.01.99)