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Die Gelbbauchunke als Leitart für Pionieramphibien in den Flussauen Nordhessens: Naturschutzgenetik, Populationsökologie und Schutzmaßnahmen.

 

Hier können Sie den Abschlußbericht herunterladen.

 

Pressemitteilungen zum Projektabschluss

Hier finden sie die Langfassung, hier die Kurzfassung der Pressemitteilung.

Hier finden Sie den Pressespiegel.

 

Aktuelles

25.September2014

Das Projekt "Gelbbauchunke Nordhessen" ist abgeschlossen.  An der mittleren Fulda werden auch in Zukunft Maßnahmen durchgeführt. Die Beobachtungsdaten von der Fulda werden nach Projektabschluß an das Bundesprojekt Gelbbauchunke gegeben.

Die Unkensaison 2014 an der mittleren Fulda brachte sehr gute Reproduktionsergebnisse (s. Vortrag H. Wacker)

Am 16.9. fand die Abschlußveranstaltung an der Universität Kassel statt:

- Naturschutzgenetische Untersuchungen der Gelbbauchunke - "Grenzgänger" per mt-DNA
überführt ? "  (PD Dr. I. Pfeiffer, cand. Dipl.-Biol. N. Herwig; Genocanin GmbH/Univ. Kassel. Die Ergebnisse werden in den nächsten Monaten in einer Fachzeitschrift veröffentlicht)

- DBU-Projekt - Gelbbauchunke Nordhessen - Ergebnisse und Erfahrungen 2011 – 2013   (Dr.-Ing. Claus Neubeck, Universität Kassel)

Das Unkenjahr 2014 an der mittleren Fulda  (Dipl.-Ing.  Heinrich  Wacker;  Stadt  Rotenburg  an  der  Fulda  /
Naturkundliche Gesellschaft Mittleres Fuldatal e.V.)

 

Tagungsbeiträge 2014:

Am 8.Februar 2014 fand in Erfurt die Jahrestagung der thüringer Kollegen vom ART e.V. statt, mit einem Beitrag unseres Projektes. Näheres hier.

17./18.06.: DUH-Lebendige Flüsse-Workshops I in Düsseldorf: Vorträge unter www.duh.de/4847.html .

02./09.: DUH-Lebendige Flüsse-Workshops II in Erfurt (folgt)

13.11.: Lurch des Jahres 2014 – Gelbbauchunke in Hessen (Hessen Forst FENA / Naturschutzakademie Hessen, Wetzlar. Näheres hier

22.-23.11.: Internationale Tagung der DGHT-AG Feldherpetologie und Artenschutz: „Verbreitung, Ökologie und Schutz der Gelbbauchunke (Bombina variegata) – Froschlurch des Jahres 2014“ in Hagen/Westfalen. Näheres hier.

 

 

2013

Die Saison 2013 ist nun abgeschlossen. Bedingt durch Sommerdürre und Jungfisch-Prädation nach dem Hochwasser war 2013 kein so gutes Jahr für die Unken an der mittleren Fulda. In anderen Regionen Hessens sieht es dagegen besser aus, da es gebietsweise mehr geregnet hat.

Das Monitoring-Gutachten unserer Nordhessen-weiten Aufnahmen, die im Zuge der Genetik-Beprobung 2011 durchgeführt wurden, ist jetzt bei der FENA zum download verfügbar (unter Amphibien, Artgutachten, Gelbbauchunke 2011, genetische Analyse).

 

 2012

Die Unkensaison 2012 liegt nun schon eine Weile hinter uns, die Auswertungen laufen auf Hochtouren. Die Maßnahmen und der feuchte Sommer haben in der mittleren Fulda-Aue zu erfreulichen Reproduktionserfolgen der Unken geführt. Wir konnten bis Ende September ca. 1.800 Tiere dokumentieren (wovon die Wiederfänge noch abzuziehen sind). Neue Projektflächen kamen + kommen hinzu, die weitere Projektentwicklung trägt erste Früchte. Hier finden Sie den DBU-Zwischenbericht für 2012 zum download.

Die Genetik-Ergebnisse liegen nun vor. Vorläufig sind sie nur intern für die Partner verfügbar.

Vom 8.-9. März 2013 fand in Jena die Tagung "Auenökologie - Hochwasser- und Artenschutz" der Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e.V. statt, auf der unser Projekt vertreten war. Das Programm steht hier zum download.

Am 17. Juni 2012 fand in der Naturschutzakadamie Hessen in Wetzlar die Auftaktveranstaltung zum NABU-Projekt "Gelbbauchunke" im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt statt. Die Vorträge finden Sie hier zum download.

Unkensaison 2011 - kurzer Rückblick

 Die Unkensaison 2011 liegt hinter uns und die Geländeerfassung ist abgeschlossen. Bis Anfang Juni 2011 herrschte eine extreme Trockenheit im Untersuchungsgebiet. Trotzdem konnten in Gebieten mit Hangdruck- bzw. Grundwasser bereits im Mai die ersten Unken erfolgreich ablaichen.

 An der mittleren Fulda haben ab Mitte Juni intensive Gewitter zu einer ausreichenden Füllung der Gewässer geführt, sodass eine erfolgreiche Reproduktion erfolgte. Die Hauptlaichzeit war in 2 Schüben nach starken Gewittern im Juni und Juli. Für die Entwicklung der Jungunken waren die Monate Juni, Juli und August sehr günstig. Es gab keine längeren Trockenperioden, sodass Jungunken die Laichgewässer ohne Gefahr der Vertrocknung verlassen konnten. Im August muss es erneut in verschiedenen Gewässern zum Ablaichen gekommen sein. Die Entwicklung der Larven hat aufgrund der abnehmenden Tagestemperaturen deutlich langsamer stattgefunden. Der Zeitraum in dem Jungunken das Gewässer verlassen haben erstreckte sich von Anfang Oktober bis Ende November. In 2 Gebieten konnten Larven bis Ende November lebend nachgewiesen werden.

Wir konnten nordhessenweit 326 Tiere für die Genetik- und Chytrid-Analysen beproben. Die Anzahl der Tiere war zwischen den Gebieten z.T. sehr unterschiedlich.

 In unseren Maßnahmengebieten an der mittleren Fulda konnten wir in allen Gebieten Unkenvorkommen nachweisen. Erwartungsgemäß war es teilweise recht aufwändig die Tiere in strukturreichen, naturnahen Habitaten zu finden. In mehreren Gebieten gelang erst der Nachweis der Metamorphlinge ab August.

 Die Beweidungsflächen haben sich positiv ausgewirkt, da die Rinderbeweidung nach den Regenfällen im Juni zu einer Verdichtung der Uferbereiche  und Ausbildung von Schlammtümpeln geführt hat, in denen eine erfolgreiche Reproduktion stattfand. Im Einlaufbereich  einer Hochflutrinne war der einzige durch natürliche Flussdynamik entstandene Lehmtümpel, in dem die Gelbbauchunke erfolgreich reproduziert hat.

Auch andere gefährdete Arten haben bereits sichtbar profitiert, beispielsweise Weißstorch und Flussregenpfeifer.

 Die umfangreichen Aktivitäten und Kontakte der Projektbeteiligten in ganz Nordhessen haben einen gewissen Sogeffekt entfaltet, d.h. zusätzliche Aktivitäten für die Unke und Ihren Lebensraum ausgelöst. Im Maßnahmengebiet „Mittleres Fuldatal“ und in weiteren Projekt-Gebieten haben sich Ansätze für zusätzliche Maßnahmen ergeben. Durch viele Gespräche in der Region, z. B. mit Landwirten und ehrenamtlichen Gebietsbetreuern, wurde Interesse geweckt und Unterstützung gewonnen.

 Der Projektfragebogen ist nun online, die ersten Rückmeldungen sind bereits eingegangen.