Katharina Weyrich

Dissertationsprojekt

Foto: Sonja Rode/Lichtfang.net

Arbeitstitel
Sozialrechtliche Beratung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz – eine empirische Analyse zur Herstellung von Rechtswirklichkeit.

Abstract
Für die Bundesrepublik Deutschland sind zentrale Wert- und Normvorstellungen im GG verankert, unter anderem auch die Norm, „allen Deutschen“ die gleichen Rechte zu gewähren. Hier dokumentiert sich auch ein Grundsatz sozialer Menschenrechte, demzufolge jedes Menschsein mit den gleichen Rechten ausgestattet sein soll. Bezugnehmend auf Art. 19 (4) GG, dem sogenannten effektiven Rechtschutz, ist zu fragen, inwiefern tatsächlich jeder Bürger/ jede Bürgerin in der Lage ist, seine/ ihre Rechte geltend zu machen. Am Beispiel des steigenden Beratungsbedarfs anhand von immer komplexer werdenden Regelungen der Sozialgesetzgebung in sich immer weiter ausdifferenzierende Gesellschaften wird deutlich, dass Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland entweder ein ‚sehr gutes‘ Rechtsverständnis oder aber eine profunde sozialrechtliche Beratung benötigen, um eigene Rechte mobilisieren und erfolgreich durchsetzen zu können. Beratung – so meine Annahme – kann dazu beitragen die herrschenden sozialen, ungleichen Zugangsvoraussetzungen für „gleiche Rechte für alle“ zu egalisieren und helfen schwach vertretene Interessen durchzusetzen oder zumindest einen ersten Zugang zum Recht ermöglichen. Verbände der freien Wohlfahrtspflege, Gewerkschaften, Initiativen, Vereine und Kirchen – insbesondere Beschäftigte die nicht volljuristisch ausgebildet sind – dürfen seit der Einführung des Rechtsdienstleistungsgesetzes im Jahre 2008 unter Anleitung einer juristisch qualifizierten Person oder als Nebenleistung zur Haupttätigkeit sozialrechtlich beraten. Mit meiner Arbeit möchte ich behördenunabhängige Beratungsangebote empirisch untersuchen, um der gesetzlich bereits implementierten und legitimierten Beratung durch unabhängige Institutionen als gesellschaftlichen Entwicklungsprozess hin zur Verwirklichung sozialer Menschenrechte zu verstehen.

Zur Person

2017 – Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Sozial- und Gesundheitsrecht, Recht der Rehabilitation und Behinderung

 

Ausbildung:

2014 – 2017
Hochschule Fulda
Master of Science: Public Health

2010 – 2013
Justus-Liebig-Universität, Gießen
Bachelor of Science:  Bewegung und Gesundheit 

2006 – 2009
Berufliches Gymnasium, Schlüchtern, Fachrichtung Wirtschaft
Allgemeine Hochschulreife

 

Berufliche Tätigkeiten:

10/2017 –
Lehrbeauftragte Hochschule Fulda, Fulda
im Modul Soziologie der Gesundheit des Studienganges Public Health 

04/2017 – 09/2017
Lehrbeauftragte Hochschule Fulda, Fulda
im Modul Soziologie der Gesundheit des Studienganges Public Health Nutrition

10/2016 – 03/2017
Lehrbeauftragte Hochschule Fulda, Fulda
im Studierendenprojekt „Im Vorfeld des Konfliktes? Erfahrungen von Bürgerinnen und Bürgern, Expertinnen und Experten in der vorgerichtlichen Beratung zu sozialrechtlichen Probleme“

04/2016 – 09/2017
Studentische Hilfskraft Fachbereich Pflege und Gesundheit, Hochschule Fulda, Fulda
Unterstützung bei der Vorbereitung von Lehrveranstaltungen, Mitwirken im Studierendenprojekt „Im Vorfeld des Konfliktes? Erfahrungen von Bürgerinnen und Bürgern, Expertinnen und Experten in der vorgerichtlichen Beratung zu sozialrechtlichen Problemen“

07/2015 – 07/2016
Werksstudentin im Betrieblichen Gesundheitsmanagement der Firma FFT Produktionssysteme GmbH & Co. KG, Fulda

04/2014 – 08/2014
Therapeutin bei der Firma Neuroxxcon GmbH & Co.KG, Fulda

11/2011 – 07/2012
Studentische Hilfskraft Fachbereich Sportwissenschaften JLU, Gießen
Betreuung eines Tutoriums zum Thema Bewegungs- und Sportspiele, Sportengagement von Kinder und Jugendlichen

Kontakt

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