Forschung

Forschungsschwerpunkte:


Heldenepik des Hoch- und Spätmittelalters

Spätklassische Artusromane, Minne- und Aventiureromane

Mediale Vermittlungs- und Repräsentationsformen

Mittelalterrezeption in Literatur, Film und Theater

Genderforschung und historische Intersektionalitätsforschung

Relationalitäten von Tier, Mensch und Gesellschaft

 

Habilitationsprojekt: „Humanimale Ästhetik. Semantik und Narrativik ästhetischer Tier-Mensch-Relationierungen“ (Antrag 2012-2014 / Bewilligung 2014-2016 / Interdisziplinärer LOEWE-Schwerpunkt „Tier – Mensch – Gesellschaft: Ansätze einer interdisziplinären Tierforschung“)

Im Rahmen der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Tier – Mensch – Gesellschaft“ habe ich ein Habilitationsprojekt mit explizit transdisziplinärer Ausrichtung entwickelt, das von der LOEWE-Kommission äußerst positiv evaluiert und in voller Antragshöhe bewilligt wurde. Der Titel lautet „Humanimale Ästhetik. Semantik und Narrativik ästhetischer Tier-Mensch-Relationierungen.“ Das Projekt wendet sich der Frage zu, wie eine humanimale Ästhetik, d.h. eine der Darstellung bereits innewohnende Verschränkung von Mensch und Tier, vom Mittelalter bis zur Gegenwart in Text und Bild entworfen und gedeutet wird. Attribute ästhetischer Evaluation sind in Tier-Mensch-Verhältnissen in ein Geflecht nicht immer rationalisierbarer Kriterien eingebettet. Diese verfolgen eine narrative Tradition, auch wenn deren Ursprünge längst dem kulturellen Gedächtnis entschwunden sind. Das Projekt möchte diesen Traditionslinien auf die Spur kommen und ist transdisziplinär im Schnittpunkt von Mediävistik, Narratologie, Philosophiegeschichte und naturwissenschaftlicher Tierforschung angelegt.

 

Dissertation: HeldenGeschlechtNarrationen: Gender, Intersektionalität und Transformation im Nibelungenlied und in Nibelungen-Adaptionen (2008-2011, Publikation 2/2014)

Das Dissertationsprojekt wendet sich als diachrone und medienkomparative Genderanalyse der Rezeption des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes im 19., 20. und 21. Jahrhundert zu und fragt unter Einbezug der Intersektionalitätsdebatte der Soziologie in einer Mehrebenenanalyse nach gender- und medienspezifischen Her- und Darstellungsprozessen. Hierbei werden die drei Haupthandschriften des Nibelungenliedes, die Klage, Friedrich Hebbels Trauerspiel, Fritz Langs Stummfilmadaption und Moritz Rinkes fernsehtheatrale Bearbeitung einander vergleichend gegenübergestellt, mit dem Ziel das Verhältnis von gender und Narration näher zu bestimmen. Diese Ausrichtung ist als das innovative Potential der Arbeit anzusehen, denn bisher fehlen weitgehend komparative Untersuchungen, die sich diachron betrachteten Genderkonstruktionen unter Einbezug von medien- und kulturspezifischen sowie narratologischen Gesichtspunkten zuwenden.

 

Forschungsprojekte und Forschungsverbünde

 

seit 2018
Entwicklung eines literaturwissenschaftlichen und literaturdidaktischen Projekts zu „Diversität und Literarisches Lernen“


seit 11/2017
Entwicklung eines körper- und mediengeschichtlichen sowie theorieorientierten Projekts zu „Körperformen – Körper formen: Materialität und Verkörperung in den spätmittelalterlichen Handschriften des Prosaepos ‚Herzog Herpin‘“

 

Mitarbeit am Forschungsdesign des interdisziplinären Verbundes „Geschlecht – Ungleichheit – Intersektionalität. Forschungspraxis im interdisziplinären Dialog“ (2013-2014)

Aus diesem Verbund ist ein interdisziplinärer Sammelband hervorgegangen: Bereswill, M./ Degenring, F./ Stange, S. (Hg.): Intersektionalität und Forschungspraxis – Wechselseitige Herausforderungen (Forum Frauen- und Geschlechterforschung Band 43), Münster: Westfälisches Dampfboot 2015.

 

ZFF-Forschungsschwerpunkt „Normalität und Ordnung – Transdisziplinäre Perspektive auf Geschlecht“ (2013-2014)

 

Mitarbeit am Forschungsdesign eines interdisziplinären Verbundes „Geschlechterordnungen in Umbruchkonstellationen: Intersektionale Dimensionen von Ungleichheit“ (2010-2013)

Konzipiertes Projekt im Verbund: „Geschlechterordnungen in frühneuzeitlichen Reisebeschreibungen: Verschränkungen der Narrative von Geschlecht und Ungleichheit“

 

ZFF-Forschungsschwerpunkt „Ungleichheiten in Geschlechterverhältnissen“ (2010-2012)

 

Studiengruppe „Historische Intersektionalitätsforschung“ des Forschungszentrums für historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt (2011-2014)

 

Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Öffentlichkeiten und Geschlechterverhältnisse. Dimensionen von Erfahrung“ Frankfurt/Kassel (2008)

In dem interdisziplinär zusammengesetzten Graduiertenkolleg wurden die historisch gewordenen und gegenwärtig vorherrschenden Konzeptionen von Öffentlichkeit und Privatheit sowie die damit verbundene Dimension der Erfahrung analysiert. Diese Themen sind besonders interessant und aufschlussreich für die Analyse von Geschlechterverhältnissen. Die spannungsreiche Verbindung von bisher noch weitgehend unverbundenen Themenfeldern produziert neue Einsichten in historische und aktuelle Erscheinungen und Entwicklungen.