Studien, Expertisen und Handreichungen

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen eine Auswahl an Studien, Expertisen und Handreichungen zum Themenfeld "Flucht und Migration". Alle Angaben enthalten eine Beschreibung der jeweiligen Informationsquelle. Schreiben Sie uns, um weitere Publikationen vorzuschlagen!


Studien und Expertisen

Studium nach der Flucht: Angebote deutscher Hochschulen für Studieninteressierte mit Fluchterfahrung

Die von Schammann und Younso (Stiftung Universität Hildesheim, 2016) verfasste und von der Stiftung Mercator geförderte Studie untersucht die Angebote für Studieninteressierte mit Fluchterfahrung an neun deutschen Hochschulen, darunter sieben Universitäten und zwei Fachhochschulen. Auf Basis qualitativer Interviews und schriftlicher Materialien werden die Gestaltung der Angebote und die Auswahl der Zielgruppen analysiert. Des Weiteren thematisiert die Studie auch Fragen der Organisation und Kommunikation des 'Flüchtlings-Themas', benennt Konfliktfelder und formuliert abschließend Handlungsempfehlungen, die sich sowohl an die Hochschulen als auch an die Landes- und Bundespolitik richten.
→ zur Studie "Studium nach der Flucht"

Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Thema "Diskriminierungsrisiken für Geflüchtete in Deutschland"

Im Dezember 2016 hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine Studie zu Diskriminierungsrisiken für Geflüchtete vorgelegt. Befragt wurden zum einen Beschäftigte und Ehrenamtliche im Bereich der Flüchtlingsberatung. Zum anderen wurden 20 exemplarische qualitative Interviews mit Geflüchteten durchgeführt, um die Eigenperspektive der Geflüchteten einzubeziehen. Demnach erleben Geflüchtete das höchste Diskriminierungsrisiko in den Lebensbereichen Wohnungsmarkt, Ämter/Behörden, Arbeit sowie Geschäfte und Dienstleistungen. Darüber hinaus sind Geflüchtete häufig von Mehrfachdiskriminierung und insbesondere intersektioneller Diskriminierung betroffen.
→ zur Studie "Diskriminierungsrisiken für Geflüchtete in Deutschland"

Integration von Flüchtlingen unter einer Gleichstellungsperspektive. Expertise für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

In der für die Sachverständigenkommission für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung verfassten Expertise nimmt Helen Schwenken eine Bestandsaufnahme der Datenlage und des Forschungsstandes zur Lebenssituation geflüchteter Frauen sowie zum Themenfeld "Gender und Flucht" vor. Darüber hinaus identifiziert die Autorin Lücken in bisherigen Datensätzen und datenbasierten Studien und untersucht gleichstellungsfördernde Faktoren bei Programmen und Maßnahmen, zum Beispiel in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Gewaltprävention und Arbeitsmarktteilhabe.
→ zur Expertise "Integration von Flüchtlingen unter einer Gleichstellungsperspektive


Handreichungen

Handreichung "Hochschulzugang und Studium von Flüchtlingen"

Welche Faktoren müssen bei der Zulassung und Immatrikulation von Flüchtlingen berücksichtigt werden? Auf welche Möglichkeiten der Studienförderung können Flüchtlinge zurückgreifen? Welche Hilfsangebote gibt es für traumatisierte Flüchtlinge? Antworten auf diese Fragen, welche auch die wichtigsten hochschul-, arbeits- sowie sozialrechtlichen Regelungen erklären, haben das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Kultusministerkonferenz (KMK), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Deutsche Studentenwerk (DSW) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), begleitet durch den Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR), in einer Informationsbroschüre zusammengestellt.
→ zur Handreichung "Hochschulzugang und Studium von Flüchtlingen"

Policy Paper "Effektiver Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt - auch in Flüchtlingsunterkünften"

Das von Heike Rabe verfasste Policy Paper erörtert die Anwendbarkeit und Anwendung der Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt nach dem Polizeirecht und Gewaltschutzgesetz und kommt zu dem Ergebnis, dass auch die Ausländer- und Sozialbehörden sich für den Schutz gegen geschlechtsspezifische Gewalt engagieren und das Thema konsequent mit Hinblick auf Unterbringungsstandards, Vernetzung oder Beschwerdemanagement berücksichtigen müssen. Das Papier gibt darüber hinaus konkrete Empfehlungen für eine menschenrechtskonforme Weitentwicklung des Gewaltschutzsystems in Flüchtlingsunterkünften.
→ Policy Paper "Effektiver Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt - auch in Flüchtlingsunterkünften"

Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen

Flüchtlinge mit LSBTTI*-Hintergrund sind als besonders schutzbedürftige Flüchtlinge anzusehen. Die Handreichung gibt in übersichtlicher Form eine Einführung in das Thema, wichtige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in ganz Deutschland. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen gegeben. Herausgegeben wurde die Publikation gemeinsam vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) und dem Paritätischen Gesamtverband mit Unterstützung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.
→ Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen

"Diskriminierungsschutz in Deutschland. Ein Ratgeber für Geflüchtete und Neuzugewanderte"

In diesem Ratgeber der Antidiskriminierungsstelle des Bundes werden Geflüchtete und Neuzugewanderte für verschiedene Diskriminierungsformen und die institutionellen Orte, an denen Diskriminierung vorkommen kann, sensibilisiert. Darüber hinaus informiert die Broschüre Geflüchtete und Neuzugewanderte darüber, wie sie sich gegen Diskriminierungen wehren können und bietet praktische Tipps zur Unterstützung sowie Beratungsangebote.
→ zur Handreichung "Diskriminierungsschutz in Deutschland. Ein Ratgeber für Geflüchtete und Neuzugewanderte"

Handreichung "Neue Nachbarn. Vom Willkommen zum Ankommen"

Vorurteile gegenüber Geflüchteten sind weit verbreitet, und auch die Hetze im Internet und Gewaltverbrechen gegen Geflüchtete haben seit 2015 zugenommen. Die gemeinsame Publikation von PRO ASYL und der Amadeu Antonio Stiftung diskutiert die verschiedenen Herausforderungen, mit denen sich Geflüchtete konfrontiert sehen. Dazu gehören insbesondere auch Diskriminierungen auf Basis von Geschlecht, sexueller Identität, Alter und Behinderung. Anhand vielfältiger Beispiele aus der Praxis und Erfahrungsberichten von Helfer_innen thematisiert die Broschüre rassistische Vorurteile in der Bevölkerung und gibt wichtige Anregungen zur Entwicklung einer Ankommenskultur für Geflüchtete in Deutschland.
→ zur Handreichung "Neue Nachbarn. Vom Willkommen zum Ankommen"

Konzeptpapier "Integration durch Bildung" der Friedrich-Ebert-Stiftung

Das Netzwerk "Bildung" der FES hat ein zweiseitiges Konzeptpapier entwickelt, welches Empfehlungen gibt, wie Schulen neu zugewanderte Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung integrieren können.
Das Konzept vereinigt Elemente gelungener Integration durch Bildung und gibt konkrete Empfehlungen: Sprachförderung allein reicht nicht aus, junge Menschen brauchen breite Unterstützung. Lehrer_innen sehen sich mit Traumata, aber auch demokratiefeindlichen Haltungen und Konflikten konfrontiert. Berufsorientierung an der Schule gewinnt an Bedeutung.
→ zum Konzeptpapier
→ zum FES-Themenportal "Bildungspolitik"