Übung 3: DMP-Fragen am Beispiel VerbundFDB (VIII) – Datenerhalt: Daten auswählen und archivieren

Frage/Aufgabe:

Forschungsdatenmanagement bedeutet nicht, "alles" und "für immer" aufzubewahren: Die Aufbewahrung und vor allem die Garantie für Langzeitverfügbarkeit von Datensätzen sind mit teilweise sehr hohen Kosten verbunden. Daher muss die Frage beantwortet werden, welche Daten wie lange erhalten bleiben sollen.

  • Welche Ihrer Daten sollten längerfristig aufbewahrt werden und welche nicht? Und warum?

Lösungsansätze

  • Prüfen Sie einmal die folgenden Punkte
    • Gibt es eine Aufbewahrungspflicht (z.B. als „underlying data“) z.B. gemäß guter wissenschaftlicher Praxis o.ä.
    • Haben Sie eine Löschpflicht?
    • Sind die Daten einmalig (z.B. Interviews mit Zeitzeug*innen, Feldforschung, Wetterdaten) oder nur mit hohen Kosten erneut zu erstellen (z.B. bei Versuchen mit teuren Materialien, in Teilchenbeschleunigern...)?
    • wie hoch ist das Nachnutzungspotenzial der Daten? (Es ist immer schwer, das Nachnutzungspotential von Daten abzuschätzen, da dieses außerhalb Ihres eigenen Faches liegen kann. Letztlich kennen Sie selbst Ihre Daten am besten und sollten abschätzen, wer ggf. noch davon profitieren könnte.)

Darüber hinaus sollten Sie entscheiden, welcher "Zustand" eines Datensets bewahrt werden soll. So ergibt es bei Simulationsdaten in der Regel mehr Sinn, den Code als die simulierten Daten aufzuheben. In manchen Fällen ist es sinnvoll Rohdaten, in anderen verarbeitete Daten zu sichern usw.

Beachten Sie mit Blick auf die langfristige Nutzbarkeit der Daten außerdem das Datei-Format: bevorzugen Sie Formate, die von einem breiten Spektrum an Geräten/ Programmen gelesen werden können und, soweit absehbar, auch in Zukunft lesbar sein werden. Oder speichern Sie das benötigte Programm zum öffnen direkt mit. Nützliche Infos zu geeigneten Formaten finden Sie z.B. hier

Wichtig ist, dass Ihre Kriterien nachvollziehbar, transparent und konsistent sind!

 

 

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