Forschungsdatenstrategie an der Universität Kassel

Die Universität Kassel möchte ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein möglichst effizientes und unkompliziertes Arbeiten mit ihren Forschungsdaten ermöglichen. Zu diesem Zweck entwickeln die Universitätsbibliothek, das IT-Servicezentrum und die Universitätsverwaltung ein Gesamtkonzept für den Umgang mit Forschungsdaten an der Universität Kassel.

Im Mittelpunkt steht der Aufbau von Beratungsdienstleistungen und technischer Infrastruktur sowohl auf lokaler als auch auf überregionaler Ebene.


Strategie

Die Entwicklung steht auf mehreren Beinen: Eines von ihnen ist die AG Forschungsdaten. Sie setzt  sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Universitätsbibliothek, des IT-Servicezentrums und der Universitätsverwaltung zusammen. Unterstützt wird die AG durch den wissenschaftlichen Beirat, in welchem Vertreter und Vertreterinnen aus verschiedenen Fachbereichen die Perspektiven der Forschenden einbringen.

Überregional sind die Aktivitäten der Universität Kassel in das Landesprojekt „Hessische Forschungsdateninfrastrukturen“ eingebunden. Es koordiniert die lokalen Initiativen und führt sie in einer Gesamtstrategie zusammen.

Über die Grundsätze zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Uni Kassel und die neue Forschungsdaten-Leitlinie ist das Thema zudem strategisch verankert.

Ein letztes Standbein sind Praxis und Bedarfe der Forschenden, die zuletzt über eine umfangreiche Umfrage unter Kassler Professorinnen und Professoren eingeholt wurden. Sie soll die Basis für unser zukünftiges Service-Portfolio bilden.  


Verankerung

In den Grundsätzen zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Uni Kassel vom November 2014 fordert die Universität unter Punkt 5, Sicherung und Aufbewahrung von Primärdaten:

„Primärdaten als Grundlagen für Veröffentlichungen sind auf haltbaren und gesicherten Trägern in der Institution,  in  der  sie  entstanden  sind,  für  zehn  Jahre  aufzubewahren.”

Sie folgt damit der DFG Richtlinie zur Guten Wissenschaftlichen Praxis und legt den Grundstein eines geplanten Umgangs mit Forschungsdaten an der Universität Kassel.

Genauer wird dies in der universitären Forschungsdaten-Leitlinie gefasst, die im Januar 2017 vom Präsidium beschlossen wurde. Sie definiert zentrale Begriffe und Verantwortlichkeiten, empfiehlt die Verankerung von Forschungsdatenmanagement in Forschung und Lehre und verpflichtet die Universität zur Unterstützung ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.


Umfrage

2015 wurde im Auftrag des CIO unter den Professorinnen und Professoren der Universität Kassel eine Umfrage durchgeführt. In ihr wurden Status Quo und die Bedarfe im Bereich Forschungsdatenmanagement erfragt, um das Angebot der Universität zielgerichtet zuschneiden zu können.

Die Rücklaufquote lag mit 69% erfreulich hoch, so dass die Ergebnisse eine gute Grundlage für die Ableitung von Maßnahmen und Angeboten darstellen. Einen kompakten Überblick über die wichtigsten Ergebnisse bekommen Sie auf unserem Informations-Poster.

 

 

 


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