Kapazitätsberechnung

Die Abteilung Studium und Lehre, Sachgebiet Kapazitätsberechnung, ermittelt jährlich die Aufnahmekapazitäten für alle Studiengänge der Universität Kassel und koordiniert den Vorgang Festsetzung von Zulassungshöchstzahlen in Abstimmung mit den Dekanaten der Fachbereiche und der Hochschulleitung.

Die Kapazitätsermittlung erfolgt nach den Vorgaben der Kapazitätsverordnung (KapVO), die eine erschöpfende Nutzung der Lehrkapazitäten aller Hochschulen sowie eine vergleichbare Auslastung zum Ziel hat.

Die vom Bundesverfassungsgericht in seinem ersten Grundsatzurteil zum Numerus Clausus geforderte erschöpfende Nutzung der Lehrkapazitäten liegt dann vor, wenn die Lehrnachfrage dem Lehrangebot entspricht. 

Ist zu erwarten, dass die Nachfrage die errechnete Aufnahmekapazität übersteigt, ist eine wesentliche Voraussetzung zur Einführung einer Zulassungsbeschränkung gegeben.

Kapazitätsberechnung - Begriffe und Prinzipien

Die Kapazitätsberechnung erfolgt auf der Grundlage der verfügbaren personellen Ausbildungskapazität. Damit orientiert sie sich an dem Lehrangebot, welches sich gemäß Abschnitt 3 des Ausführungserlasses zur Ermittlung der jährlichen Aufnahmekapazität aus den rechnerischen Lehrdeputaten nach Stellengruppen/ Beschäftigungsverhältnissen (inkl. der Lehraufträge) zusammensetzt. Lehrleistungen für Studiengänge anderer Lehreinheiten ("Lehrexport" oder "Dienstleistungsexport") werden ebenfalls berücksichtigt. Sie vermindern das Lehrangebot, das für die Studiengänge der eigenen Lehreinheit zur Verfügung steht, und damit die Aufnahmekapazitäten dieser Studiengänge.

Die unterschiedlichen Strukturen und Ausbildungsaufwände der verschiedenen Studiengänge zeigen sich in zwei Kennwerten, dem Curricularnormwert und dem Curricularwert des Studiengangs.