Franz Ro­sen­zweig

Franz Rosenzweig (1886-1929), geboren in Kassel, gehört zu den bedeutendsten Religionsphilosophen deutscher Sprache. 

2006 konnte die Universität mit öffentlicher und privater Unterstützung einen wertvollen Teilnachlass aus dem Besitz seiner Schwiegertochter Ursula erwerben. Es handelt sich hierbei um mehrere tausend Objekte (Briefe, Briefkopien, Fotos und andere Dokumente) aus der Zeit von 1906 bis 1929, die in der Rosenzweig-Forschung bisher nicht oder nur auszugsweise bekannt waren.

Insbesondere die zahlreichen Briefe enthalten vielfach neue Informationen zu Leben und Werk Franz Rosenzweigs.

Da das erworbene Briefmaterial kurz nach dem Weggang Rosenzweigs aus Kassel einsetzt und zahlreiche seiner Briefpartner Kasseler Bürger waren, hat der Teilnachlass auch große Bedeutung für die Lokalgeschichte der Stadt. In ihm spiegeln sich lokalhistorische Ereignisse und Privates aus der Sicht des gehobenen Kasseler Bürgertums zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Barbara Dierichs veröffentlichte 2016 ein aktualisiertes Kurzverzeichnis zum Teilnachlass, der unter der Signatur: Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. philos. 39 aufbewahrt wird. Damit ist eine vollständige und detaillierte Übersicht zum Briefbestand vorhanden, die elektronisch weiterbearbeitet werden kann.  

Die weitere gründlichere Erschließung und Erforschung des Teilnachlasses muss durch ausgewiesene Rosenzweig-Spezialisten erfolgen und wäre ausgesprochen wünschenswert.

Das Widmungsexemplar des 'Sterns der Erlösung' für Rudolf Ehrenberg ist online.