Abterode

2° Ms. Hass. 107 [20]

„Bermanns“ Hof, 1631

Bei dem neun Kilometer von Eschwege entfernt gelegenen Ort Abterode handelt es sich um eine ehemalige Bergarbeitersiedlung.

Der Ursprung des Ortes geht wahrscheinlich auf den Abt Ruthard von Fulda zurück, der um 1076 im Meißnervorland eine Abtei "Abbetesrode" gründete. Um diese Kirche herum entwickelte sich im Laufe der Zeit eine ringförmige Ansiedlung. Von wirtschaftlicher Bedeutung für die Bewohner Abterodes war seit alters her der Kupferschiefer- und später der Schwerspatbergbau im Bilsteiner Revier.[62]

Landgraf Moritz datierte seine Zeichnung von „Bermanns Hof“ auf den 20. März 1631. In der Vogelschau zeigt er einen rechtwinkligen Fachwerkhof  am Schnittpunkt der Straße nach der „Beilsteiner Hütte“ (Bergwerk) und Allendorf sowie derjenigen nach Eschwege.

Die mutmaßliche Bestandsaufnahme entstand wahrscheinlich im Laufe einer kleinen Rundreise im Amt Eschwege, die ihn nach Ausweis anderer datierter Zeichnungen von Schloß Eschwege am 15. März zum Hof Vogelsburg (2° Ms. Hass. 107 [322]), danach über Germerode am 19. März (2° Ms. Hass. 107 [178]) nach Abterode und am 24. März  nach Grebendorf (2° Ms. Hass. 107 [187]) führte.


[62] vgl. Denkmaltopographie 1991, S. 244ff.