Eschwege

Erstmals erwähnt wird Eschwege 974 als sächsischer Königshof, der als Verwaltungssitz die Werrafurt bewachte. Die sich im Anschluss an den königlichen Wirtschaftshof entwickelnde Siedlung erhielt vermutlich im 12. Jahrhundert die Stadtrechte. Nach der Errichtung  des Kanonissenstiftes St. Cyriakus am Ende des 11. Jahrhunderts erfolgte 1278 die Niederlassung des Augustinerordens, damals noch außerhalb der Stadt, die wenig später nach Süden erweitert wurde.[123]

Nach häufigem Besitzerwechsel zwischen Hessen und Thüringen kam  Eschwege 1433 endgültig zu  Hessen. Im 1627 zwischen Landgraf Moritz und seiner Ehefrau Juliane von Nassau geschlossenen Vertrag  wurden Stadt und Amt Eschwege der sog. Rotenburger Quart zugeteilt, dem Teil Hessens, der zur Versorgung der Söhne aus zweiter Ehe dienen sollte und fiel erst 1834 an Hessen-Kassel zurück.

Im Dreißigjährigen Krieg kam es 1637 zu weitreichenden Zerstörungen in der Altstadt, von denen aber das Schloss verschont blieb.


[123] vgl. Geschichte der Stadt Eschwege 1993