Frankfurt

Landgraf Moritz hielt sich regelmäßig zu den Messezeiten in Frankfurt auf. Nach seiner Abdankung 1627 und dem Zerwürfnis mit seiner zweiten Frau Juliane von Nassau verbrachte er mehrere Male längere Zeit in der Reichsstadt, was aber wegen der hohen Mietkosten auf Dauer zu aufwendig wurde.[157]

Die in diese Zeit, 1629/30, zu datierenden Zeichnungen des Landgrafen beschäftigen sich mit dem Junghof am Rossmarkt, dem Augsburger Hof und Karthäuserhof zwischen Schnurgasse und Töngesgasse sowie dem Arnsburger Hof unweit der Fahrgasse.[158] Die Darstellungen stehen vermutlich alle im Zusammenhang mit den von ihm bewohnten Logis in der Reichsstadt. Die ebenfalls im Bestand vorgefundenen Schriftstücke 2° Ms. Hass. 107 [19] + [172] verso + [175] belegen ebenso wie die im Staatsarchiv Marburg vorliegende diesbezügliche Korrespondenz die  Bemühungen um eine adäquate und bezahlbare Unterkunft in Frankfurt.

 

 


[157] vgl. Löwenstein 1989, S. 105

[158] Bei der Identifizierung der Höfe war mir dankenswerterweise Klaus Rheinfurth vom Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt behilflich.