Freienhagen, landgräflicher Gutshof

2° Ms. Hass. 107 [176]

Unbekannter Zeichner, Lageplan

Der auf der linken Fuldaseite gegenüber von Bergshausen gelegene Gutshof Freienhagen, der im Mittelalter zusammen mit den umliegenden Dörfern der Familie von Hund gehörte, kam im 14. Jahrhundert in landgräflichen Besitz.  1619 schenkte Landgraf Moritz das Gut seiner zweiten Ehefrau Juliane von Nassau,[175] die es später an ihren Sohn Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege weitergab. Von diesem erwarb es 1651 dessen Hofmeister, der Obristleutnant Hans Heinrich Hund.[176] Nach einem erneuten Besitzerwechsel kaufte Landgraf Karl 1702 den Hof, um dort ein Sommerschloss mit einem terrassierten Garten anzulegen.[177] Einige Gebäude und Reste der Gartenanlage sind noch heute erhalten.

Der aufgrund des Wasserzeichens auf 1617/18 zu datierende Lageplan zeigt einen quadratischen, eingezäunten Hof mit Gebäuden an zwei Seiten und einem zentralen Brunnen. Möglicherweise entstand die Zeichnung eines unbekannten Vermessers im Zusammenhang mit der Schenkung von 1619.


[175] HStAM Best. 17e Freienhagen 3

[176] vgl. Holtmeyer 1910, S. 66-69

[177] vgl. G. Fenner in: Onlinekatalog Architekturzeichnungen 2004/2005/2007, 3.31 Freienhagen