Bachelor, Master oder Promotion?

Viele Studierende stehen vor der Frage mit welchem akademischen Abschluss sie die Universität verlassen wollen, um in den Arbeitsmarkt einzumünden. Diese Entscheidung beinhaltet viele sehr unterschiedliche Gesichtspunkte.

In diesem Artikel geht es darum, wie mögliche Arbeitgeber zu den Abschlüssen stehen und welche verlangt oder gewünscht werden.

Wissenschaft

In der Wissenschaft ist die Frage eindeutig zu beantworten:
Ohne eine abgeschlossende Promotion ist die akademische Laufbahn an einer Universität oder einem Forschungsinstitut kaum möglich. Für eine wissenschaftliche Karriere ist es sinnvoll Bachelor, Master und Promotion zeitig hintereinander abzuschließen.

Der Einstieg im Öffentlichen Dienst

Je nach Tätigkeitsbereich gibt es sehr große Unterschiede, aber generell werden Promovierte, Master- und Bachelorabsolventen gesucht. Im Öffentlichen Dienst (Bund, Land, Kommunen) sind die Anforderungen an den notwendigen Abschluss für gewöhnlich eindeutig der Stellenanzeige zu entnehmen.
Die Eingruppierung in die Gehaltsgruppen des Öffentlichen Dienstes erfolgt in der Regel nach Abschluss. Für Master und Promotion (Höherer Dienst) gelten die gleichen Entgeltgruppen, für Bachelor (Gehobener Dienst) darunterliegende.

Wirtschaft und Non-Profit-Sektor

In diesem riesigen, heterogenen Bereich gibt es keine voneinander abgegrenzten Arbeitsmärkte für Bachelor-, Master- oder Promotions-Studierende. In den meisten Arbeitsbereichen und Branchen stehen in Stellenanzeigen nur allgemeine Begriffe wie "Abgeschlossenes Hochschulstudium", "Hochschulabschluss", oder "akademischer Abschluss im Bereich x, y oder ähnliches" als Anforderung. Die Absolventinnen und Absolventen aller Abschlussgrade kommen in der Regel für die gleichen Stellen in Frage.

Der Abschluss Bachelor, Master oder Promotion ist als ein Qualifikationsmerkmal der Bewerbenden zu sehen, genauso wie beispielsweise ihre Praxiserfahrung oder Auslandserfahung solche Merkmale darstellen. Die Einstiegsmöglichkeiten hängen vom gesamten individuellen Profil der Bewerbenden ab und nicht nur vom Abschluss. Alle Studierenden müssen somit für sich selbst die Entscheidung treffen, wo sie beruflich hinmöchten und welcher Abschluss für sie persönlich der dafür sinnvollste ist.