Lebenslauf

Der Lebenslauf wird für jede Stelle neu angepasst. Daher sollten Sie eine Lebenslauf Vorlage nicht einfach übernehmen, sondern an das individuelle Profil anpassen und einen optimalen Bezug zur Stelle herstellen. Wir haben die wichtigsten Informationen zu Aufbau, Struktur und Inhalten im Lebenslauf für Sie zusammengestellt. Nutzen Sie außerdem gern unseren Bewerbungsmappencheck.

Aufbau
Kategorien
Individuelle Anpassung

Tipps zur Darstellung von...
Fremdsprachenkenntnissen
Anlagen



Lebenslauf: Aufbau

  • Der Lebenslauf sollte gegenchronologisch aufgebaut werden.

  • Das Layout sollte übersichtlich gestaltet werden - in tabellarischer Form mit Zeit- und Inhaltsspalte.

  • Stichpunkte zu verwenden sorgt für gute Lesbarkeit. Beispielsweise bei der Aufführung von konkreten Tätigkeiten einzelner praktischer Erfahrungen oder bei Studienschwerpunkten.

  • Der Lebenslauf sollte maximal zwei Seiten umfassen.

  • Ein selbst gestalteter Briefkopf ist von Vorteil. Alle im Briefkopf aufgeführten Informationen brauchen Sie unter persönliche Daten nicht mehr aufzuführen.

  • Ort, Datum und Unterschrift im Lebenslauf nicht vergessen.

Kategorien im Lebenslauf

Die Strukturierung sollte nach thematischen Blöcken erfolgen. Für die Überschriften dieser Blöcke gibt es keine festgeschriebenen Vorgaben.

Hier mögliche Kategorien, die im Lebenslauf verwendet werden können:

  • Persönliche Daten
    (nur wenn diese noch nicht auf einem Deckblatt erwähnt werden)
  • Hochschulstudium
  • Berufsausbildung
  • Auslandserfahrung
  • Praktika
  • Praktische Tätigkeiten
  • Zivildienst/Wehrdienst
  • Schulbildung (nur den letzten Abschluss erwähnen)
  • Hochschulinternes Engagement
  • Zusatzqualifikationen (Sprachen, EDV, Weiterbildungen)
  • Gesellschaftliches/Ehrenamtliches Engagement
  • Interessen bzw. Hobbys

Es müssen natürlich nicht alle dieser Punkte verwendet werden. Sie können außerdem Punkte zusammenzufassen, beispielsweise eine Kategorie Schul- und Ausbildung verwenden.

Jeder Punkt sollte nur an einer Stelle Ihres Lebenslaufes erwähnt werden.  Ein Auslandspraktikum könnte also entweder bei praktische Tätigkeiten, Praktikum oder bei Auslandserfahrung auftauchen - je nachdem, wie Sie Ihre Kategorien benennen und einteilen.

Unter einer Überschrift sollten nicht zu viele Unterpunkte stehen. Eine Kategorie, unter der dann zehn Unterpunkte stehen, wirkt unübersichtlich. Wichtig ist, dass Sie nicht inhaltlich springen. Zwei verschiedene Studiengänge sollten beispielsweise unter der gleichen Überschrift beieinander stehen, auch wenn dazwischen einige Jahre liegen.

Individuelle Anpassung

Um den Lebenslauf an die gewünschte Stelle anzupassen, können Sie zum Beispiel bei folgenden Punkten variieren:

  • Universitätsabschnitt kürzer oder länger darstellen. Zwischenprüfung, Examensarbeit, Noten, bestimmte studentische Projekte erwähnen oder weglassen?

  • Welche Schwerpunkte im Studium werden erwähnt?

  • Konkrete Tätigkeiten in Hiwijobs, Nebentätigkeiten oder Praktika aufführen? Wenn ja, wie ausführlich mit wievielen Stichpunkten und in welcher Reihenfolge?

  • Speziellen EDV-Kenntnisse in den Vordergrund rücken oder nicht? Nur die Software oder Programme oder auch die Qualität Ihrer Kenntnisse erwähnen?

  • Kenntnisse einer bestimmten Sprache in den Vordergrund rücken oder nicht?

  • Ehrenamtliches Engagement aufführen oder nicht? Wenn ja, wie ausführlich?

  • Bei mehreren Auslandsaufenthalten: Eigenen Abschnitt mit Auslandserfahrung aufführen oder die Aufenthalte in die jeweiligen inhaltlichen Bereiche einordnen?

Tipps zur Darstellung von...

Fremdsprachenkenntnissen

Für die Verwendung der Fremdsprachenkenntnisse gibt es keine vorgeschriebene Einteilung. Die folgenden Aussagen sind Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können.

Grundkenntnisse
… besitzt man dann, wenn man einen Sprachkurs absolviert hat oder 2-3 Jahre Schulunterricht in der entsprechenden Sprache hatte.

Gut in Wort und Schrift
… ist man in der Regel bei mehr als drei Jahren Unterricht.

Sehr gut in Wort und Schrift
…kann bei einem Leistungskurs in der Schule, sehr guter Abiturnote oder der regelmäßigen Benutzung der Sprache im Studium benutzt werden.

Fließend in Wort und Schrift
… ist dann der Fall, wenn man auch nach dem Abitur eine Sprache noch weiterhin aktiv einsetzt bzw. erweitert hat und die Konversation per E-Mail, Telefon, sowie den persönlichen Kontakt mit Kollegen oder Kunden am Arbeitsplatz beherrscht.

Verhandlungssicher
… bedeutet, dass der vollständige Arbeitsalltag jederzeit in dieser Sprache bewältigt werden kann. Dies bezieht sich auch auf Verhandlungen und komplexe Diskussionen.

Nearly Native/Muttersprachlich
… bezeichnet man Sprachkenntnisse, die fast auf dem Niveau der Muttersprache anzusiedeln sind – z.B. aufgrund von langjährigen Aufenthalten in einem entsprechenden Land.

Native Speaker /Muttersprache
… entspricht dem höchsten Niveau.

Achtung: Ab der Angabe „Fließend in Wort und Schrift“ ist es möglich, dass im Vorstellungsgespräch plötzlich diese Sprache benutzt wird. Antworten in der Sprache werden dann vorausgesetzt.

Hinweis: Menschen mit Migrationshintergrund sollten die Sprache als Muttersprache benennen, die besser beherrscht wird - nicht die Sprache, die zuerst erlernt wurde.

Anlagen

Was gehört in die Anlagen?

  • Zeugnisse der Uniabschlüsse
  • Notenübersicht, falls noch kein Abschluss vorliegt
  • Arbeits- und Praktikumszeugnisse
  • Das höchste Schulzeugnis

Arbeitsproben, Zertifikate von Sprach- oder EDV-Kursen, Zertifikate von Weiterbildungen oder Zertifikate von Auslandsaufenthalten oder Preisen gehören in die Anlagen, wenn Sie denken, dass es für die Stelle relevant ist. Das kommt immer auf den Einzelfall an. Gehen Sie hier vorsichtig vor und lassen eher etwas weg.Referenzschreiben sind in Deutschland noch eher unüblich, können aber auch in den Anlangen stehen. Bei Formulierungen wie "Kurzbewerbungen erwünscht" fügen Sie nur das Nötigste bei.


Was gehört nicht in die Anlagen?

Sie müssen nicht alles nachweisen, was Sie in der Bewerbung erwähnt haben! Bescheinigungen und Einzelnachweise von besuchten Kursen, Workshops oder Tagungen usw. gehören nicht in die Anlagen, insbesondere wenn sich diese nur über einen kurzen Zeitraum erstreckt haben.

Kopien von Vorträgen, Präsentationen, wissenschaftlichen Arbeiten oder ähnlichem gehören auch nicht in die Anlagen, außer in der Ausschreibung wird direkt dazu aufgefordert.Keine Originale oder beglaubigten Kopien als Anlagen verwenden.


Wie stelle ich die Anlagen dar?

Die Anlagen sollten nach Wichtigkeit geordnet werden, nicht chronologisch.

Fassen Sie bei Onlinebewerbungen alle Anlagen in ein PDF-Dokument zusammen. Passen Sie beim Einscannen auf, dass die Datei nicht zu groß wird (max. 3 MB), dass aber trotzdem alle Dokumente lesbar sind.

Wenn Sie nur wenige Anlagen (weniger als fünf) mitsenden wollen, können Sie diese einfach hinter den Lebenslauf einfügen. Dies gilt sowohl für die schriftliche als auch die Onlinebewerbung. Wenn Sie mehr Anlagen haben, bietet sich ein Anlagenverzeichnis an.


Tipps für die Erstellung eines Anlagenverzeichnisses:

  • Sie können auch hier Ihren persönlichen Briefkopf einfügen
  • Die einzelnen Anlagen können mit Stichpunkten aufgeführt werden
  • Ordnen Sie soweit wie möglich nach Wichtigkeit und Thematik
  • Beschreiben Sie die Anlagen so, dass aus der Beschreibung zu erkennen ist, was folgt. Also nicht nur die Bezeichnung Praktikumszeugnis, sondern Praktikumszeugnis im Bereich X bei Y aufführen
  • Manchmal sind Zeugnisse 5 oder 6 Seiten lang, hier ist es oft möglich, nur die wesentliche Seite mit den wichtigsten Informationen auszuwählen.
  • Keine selbst erstellten Notenübersichten einfügen