Kontaktaufnahme mit Arbeitgebern

Der erste Kontakt hinterlässt bleibenden Eindruck und ist ausschlaggebend für die weiteren Chancen. Bei der ersten Kontaktaufnahme mit Unternehmen und Institutionen ist es essenziell, Interesse und Motivation glaubwürdig aufzuzeigen.

Persönliche Kontaktaufnahme
Telefonische Kontaktaufnahme
Anknüpfungspunkte finden für die Kontaktaufnahme
Negativbeispiele für eine Kontaktaufnahme
Positivbeispiele für eine Kontaktaufnahme
Tipps für Studierende ohne Berufserfahrung


Persönliche Kontaktaufnahme

Firmenkontaktmessen und andere Veranstaltungsformate, bei denen Sie direkt mit Arbeitgebern zusammentreffen, eignen sich sehr gut zur ersten Kontaktaufnahme. Tipps dazu haben wir für Sie zusammengestellt. Auf ein solches Gespräch können Sie auch gut im ersten Satz Ihres Bewerbungsanschreibens hinweisen.

Telefonische Kontaktaufnahme

Die telefonische Kontaktaufnahme ist immer dann sinnvoll, wenn Sie wirklich etwas zu sagen bzw. fragen haben. Sie stören Arbeitgeber mit Ihrem Anruf bei ihrem Arbeitsalltag, niemand wartet auf diesen Anruf. Sie brauchen gute Gründe. Fragen Sie nicht nach rein formalen Kleinigkeiten oder nach Einzelheiten, die leicht auf der Homepage oder in FAQs nachzulesen sind. Sie müssen Interesse hervorrufen und Motivation zeigen. Dabei ist es gleich, ob es sich um Interesse an einer ausgeschriebenen Stelle handelt oder Sie auf initiative Suche gehen.

Anknüpfungspunkte finden für die Kontaktaufnahme

Für Studierende vieler Studienfächer sind auf dem Arbeitsmarkt eher Berufsfelder (z.B. „irgendwas mit Medien“, „Bereich internationale Zusammenarbeit“) als konkrete Berufe (z.B. Ärztin, Polizist, Lehrerin fürs Gymnasium) zu finden. Es gibt keine festen, wiederkehrenden Positionsbezeichnungen mit festen Anforderungen, nach denen gesucht werden kann, um sich für ein Praktikum oder auf eine Stellenausschreibung zu bewerben. Insbesondere die Studienfächer der Geistes-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften fallen hierunter.

Die Konsequenz ist, dass für eine erfolgreiche Kontaktaufnahme oder Bewerbung IMMER persönliche Anknüpfungspunkte zur gewünschten Institution oder zum Unternehmen und zum gewünschten Arbeitsbereich geschaffen werden müssen.

Negativbeispiele

„Was haben Sie für Arbeitsmöglichkeiten für Literaturwissenschaftler?“

„Ich studiere Politikwissenschaften im 3. Semester. Dort ist ein achtwöchiges Pflichtpraktikum vorgeschrieben. Vergeben Sie hierfür Praktikumsplätze?“

Auf solche Fragen werden Sie in der Regel Standardabsagen ohne Begründung bekommen oder die Antworten sehen in folgender Art und Weise aus: „Wir haben leider keine passenden Stellen für Sie. Sie sind hochqualifizierte Spezialisten für die wir aber keinen Einsatzbereich haben.“ 

Positivbeispiele

"Ich habe auf Ihrer Homepage gesehen, dass Sie in Ihrer Institution das Projekt X in Y durchführen. Ich habe mein Auslandssemester in Z gemacht und dort Erfahrungen in dieser Richtung gesammelt (zur Stelle passendes Beispiel einstreuen). Wie sehen den bei Ihnen die Einstiegsmöglichkeiten in diesem Bereich aus?"

"Ich habe bei meiner Internetrecherche gesehen, dass Sie eine eigene Abteilung für Unternehmenskommunikation haben. Ich habe schon bei meinem Nebenjob mit X (zur Stelle passendes Beispiel) zu tun und habe mich im Studium  mit Y (zur Stelle passendes Beispiel) beschäftigt. Wie sehen bei Ihnen die Möglichkeiten für ein Praktikum im Bereich Unternehmenskommunikation aus?"

Eine solche Vorgehensweise garantiert nicht, dass Sie sofort einen passenden Job oder ein Praktikum finden, aber die Chancen sind um ein vielfaches gesteigert. Ihr individuelles Profil, also Ihre ganz persönlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, ist viel wichtiger als die bloße Erwähnung des konkreten Studienfachs.

Tipp für Studierende ohne Berufserfahrung

Gerade bei Studierenden zu Beginn Ihres Studiums ist es naturgemäß nicht so einfach Anknüpfungspunkte herzustellen (siehe Abschnitt Positivbeispiele).

Aus allem, was Sie bisher gemacht haben, ist es aber möglich, passende Beispiele zu finden.

Einige mögliche Bereiche:

  • Nebenjobs
  • Trainer- oder Betreuertätigkeiten
  • Sprachkenntnisse
  • Auslandsaufenthalte, teilweise auch private wie Work & Travel
  • Computerkenntnisse
  • Zusatzqualifikationskurse oder
  • Ehrenamtliches Engagement

Natürlich geht auch jedes Beispiel direkt aus dem Studium, sofern Sie es schaffen zur gewünschten Position passende Anknüpfungspunkte herzustellen. Passende Beispiele sind das beste Mittel, um Anknüpfungspunkte zwischen sich und der gewünschten Position zu erzeugen und somit Ihre Motivation und Ihr Interesse zu verdeutlichen.