Pädagogische Beziehungen - Jahrestagung der Kommission für Professionsforschung und Lehrer:innenbildung (DGFE-Kongress)

Banner der Jahrestagung der Kommission für Professionsforschung und Lehrer:innenbildung mit dem Tagungstitel "Pädagogische Beziehungen"Bild: Sonja Rode

Wir leben in einem komplexen Netz von Beziehungen und Interaktionen, die unsere Identität und Handlungsfähigkeit prägen. Im schulischen Kontext gelten pädagogische Beziehungen bzw. Lehrer:innen-Schüler:innen-Beziehungen oder auch Lehrer:innen-Schüler:innen-Interaktionen als wesentlich für fachliche und überfachliche Bildungsprozesse. Fragen der Professionalität und Professionalisierung von Lehrpersonen verweisen entsprechend immer auch auf Fragen der Gestaltung und des Erlebens pädagogischer Beziehungen. Gelingende Beziehungen können das Selbstwertgefühl, die Leistungsmotivation und das soziale Wohlbefinden der Schüler:innen und der Lehrenden fördern. Umgekehrt können Beziehungen, durch gewaltförmige Handlungen, Grenzverletzungen oder auch mangelnde Wertschätzung das Lernklima und die Entwicklung von Schüler:innen negativ beeinflussen und Lehrpersonen belasten.

Als ein zentrales Element der Erziehungs- und Bildungsarbeit haben pädagogische Beziehungen also Einfluss auf die berufliche Zufriedenheit und das Selbstverständnis von Lehrpersonen sowie auf die individuelle Entwicklung von Schüler:innen. Sie unterliegen dabei diversen individuellen und institutionellen Bedingungen sowie ethischen Anforderungen und sind in gesellschaftliche Wandlungsprozesse eingebettet. Als gleichsam praktisch bedeutsamer, wie auch empirisch untersuchter Gegenstand ist die pädagogische Beziehung auch an normative Konzepte und umstrittene Vorstellungen von ‚guter‘ Erziehung, ‚guter‘ Kindheit und ‚Lehrer:innenpersönlichkeit‘ gebunden. Als Forschungsgegenstand lassen sich Beziehungen professionstheoretisch vielfältig fassen, z.B. vor dem Hintergrund strukturtheoretischer, kompetenz- oder biographiebezogener Ansätze.

Pädagogische Beziehungen wird von der Kommission ‘Professionsforschung und Lehrer:innenbildung’ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft in Kooperation mit der Universität Kassel veranstaltet. Die Tagung möchte dazu einladen, über Ergebnisse aus laufender und abgeschlossener Forschung sowie über Erfahrungen aus Schule und Lehrer:innenbildung in den Austausch zu kommen. 

Hinweis: Am 17. September endet das Tagesprogramm um 19:15 Uhr. Am 19. September endet die Veranstaltung um 15:30 Uhr. Weitere Informationen können Sie dem Programm entnehmen.

 

Zuständig: Institut für Erziehungswissenschaften

Kontakt: Prof. Dr. Hedda Bennewitz, Prof. Dr. Natalie Fischer

Weitere Informationen: Tagungswebsite, Programm

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