Jobs versus Regenwald? Mini-Ausstellung & offene Führung zu Just Transition in der Palmölproduktion

Arbeiter, der mit langem Stock an großer Ölpalme hantiert umgegeben von weiteren Ölpalmen Bild: Paul Sattler

Bessere Arbeitsbedingungen und Umweltschutz als Dream Team – neue Mini-Ausstellung und Führungen im Tropengewächshaus. 

In Südostasiens Palmölindustrie ersetzen gigantische Monokulturen heute das, was einmal Unmengen CO2 gespeichert, Menschen ein Zuhause und tausenden Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum geboten hat. Gleichzeitig sind die Plantagen trotz der großflächigen Zerstörung heute ein enormer Jobmotor, und das mittlerweile weit über Südostasien hinaus. Es scheint, als stünde die Branche vor einem Dilemma: Entweder ein intakter Regenwald oder Millionen Arbeitsplätze. Selten wird aber ein Blick auf die Beschäftigten selbst und ihre Handlungsmacht geworfen. Der Lohn von gut 16 Millionen Menschen alleine in Indonesien hängt schließlich davon ab, die Plantagen zu erhalten, die ihren eigenen Körpern und unserem globalen Klima schaden. Dabei gibt es gewerkschaftliche Bewegungen, in denen sie für ihre eigenen Interessen einstehen. In diesen ersten Schritten zeigt sich, dass der Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen gleichzeitig Gewinne für die Umwelt und das Klima bedeuten kann. Das Konzept dazu heißt „Just Transition“ – gerechter Wandel. 

In der Mini-Ausstellung, die ab Ende Oktober im Tropengewächshaus zu sehen wird, sowie in drei offenen Führungen, soll es genau darum gehen: Welche echten und scheinbaren Dilemmata tun sich in der Palmölindustrie auf? Was sind die Perspektiven und Interessen der Beschäftigten und wie sehen konkrete Ideen für eine zukünftige Palmölindustrie aus? Und wie können wir den Just-Transition Ansatz auf unsere eigenen Lebens- und Arbeitswelten anwenden? Jobs versus Regenwald? 


Eröffnung und erste Führung: Sonntag, 18. Oktober um 15 Uhr
weitere Führungen:
Mittwoch, 21. Oktober um 16 Uhr (Englisch) und
Sonntag, 25. Oktober um 14 Uhr 

Konzept und Durchführung: Paul Sattler studiert (Agrar, Gesellschaft, Biodiversität), arbeitet in den „grünen“ Branchen und ist aktiv im Bereich Just Transition / ökologische Gewerkschaftspolitik 

Ohne Anmeldung, Eintritt: 5€/ Studierende kostenlos

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