Stel­lung­nah­me zu um­strit­te­nen Äu­ße­run­gen ei­nes Hoch­schul­mit­glieds (Stand: 7/2020)

In verschiedenen Medien wird über Prof. Dr. Ulrich Kutschera berichtet. Die Hochschulleitung hat dazu mehrfach Stellung bezogen.

Der Präsident der Universität Kassel Prof. Dr. Finkeldey stellt fest: „Diskriminierung und Verleumdung von Minderheiten und diverser Lebensformen gehören nicht an die Universität Kassel. Dies haben wir immer wieder deutlich gemacht. Von Mitgliedern der Universität sollen keine Äußerungen gemacht werden, von denen sich Menschen verletzt und abgewertet fühlen.“ 

"Zu personalrechtlichen Fragen durften und dürfen wir uns nicht äußern – diese sind ausnahmslos vertraulich zu behandeln. Dies gilt auch in diesem Fall. Wir können aber versichern, dass das Präsidium der Universität Kassel Pflichten und Rechte von beamteten Hochschulmitgliedern vollumfänglich im Blick hat, ebenso den Umstand, dass verletzende und diskriminierende Aussagen nicht an unsere Universität gehören, egal von wem sie geäußert werden. 

Professorinnen und Professoren können für ihre Äußerungen nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Freiheit der Wissenschaft in Anspruch nehmen, die das Grundgesetz sehr weit fasst. Das hat das Präsidium auch dann hinzunehmen, wenn Äußerungen im Widerspruch zur Position der Hochschulleitung stehen. Das Präsidium ist überzeugt, dass die Positionen, die Herr Kutschera äußert, keinen Rückhalt in der Universität haben, im Gegenteil. Die Äußerungen nimmt das Präsidium zum Anlass, erneut an die Bedeutung eines respektvollen Umgangs miteinander und an eine angemessene Wortwahl in öffentlichen Äußerungen zu erinnern. Diese Universität und die Hochschulleitung haben immer deutlich gemacht, dass sie unterschiedliche Lebensentwürfe respektieren und Diversität als Gewinn für die Universität verstehen."