15.09.2020 | Berichte aus den Bereichen

Hof­la­den Fran­ken­hau­sen nahm an Tag der Nach­hal­tig­keit teil

Am Donnerstag, 10. September, fand hessenweit der Tag der Nachhaltigkeit statt. Die Ökolandbau Modellregion NORDHESSEN nahm mit ihrem Pilotprojekt „BioRegioHofladen“ - eine Kooperation mit dem Hofladen der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen - daran teil. Die Domäne ist einer von 290 Demonstrationsbetrieben für den Ökologischen Landbau, die allen Interessierten Einblicke in die Öko-Landwirtschaft gewähren.

Bild: Modellregion.

Unter dem Motto: "BioRegional - Direkte Wertschätzung schafft regionale Wertschöpfung" wurden die Kunden des Hofladens auf die regionalen BioLandwirte/-innen und deren Erzeugnisse im Hofladen der Domäne Frankenhausen aufmerksam gemacht.

Neben dem regulären Verkauf unter anderem von Bioprodukten der Region und vom eigenen Hof, gab es einige „Wold - Cafés“ (Gesprächskreise), bei dem sich Verbrauchende mit den anwesenden Biolandwirten austauschen konnten zum Thema "BioRegional erzeugen, verarbeiten und vermarkten - welche Herausforderungen und Chancen tun sich auf?". Es kam zu einem spannenden Dialog darüber, unter welchen Risiken die Betriebe aktuell arbeiten, welche Schwierigkeiten, aber auch welche neuen Perspektiven sich durch die Umstellung auf die Erzeugung oder Verarbeitung von ökologischen Produkten herauskristallisieren.

Mit dabei war auch einer der neuen Partnerbetriebe „Gasthaus Henze“ aus Vellmar. Die Familie Ullrich erweitert seit einigen Monaten ihre Küche mit regionalen Bioprodukten und bot aus den Hofprodukten der Domäne Frankenhausen Burger vom Zweinutzungsrind und Kartoffelsuppe an.

Als Erzeuger, die ihre Produkte über den Hofladen vertreiben kamen, Christian Berdi, Biolandwirt einer Highland Cattle Mutterkuhherde, die Grundlage der köstlichen Salami und Pfefferbeisser, Timo Opfermann, Lieferant der Salate und Kräuter – frisch, nah und ökologisch aus Grebenstein, und zu guter Letzt Petra Kaiser von der Linsenmanufaktur, die dieses Jahr den 2. Platz des Wettbewerbs WeltverbEsserer 2020 verliehen bekam.

Das World-Café brachte neben der bunten Vielfalt an Erzeugnissen auch einen lebendigen Austausch mit sich. In den Gesprächen konnten direkte Fragen zu den Produkten gestellt und somit mehr Verständnis und Vertrauen aufgebaut werden.

„Die direkte Wertschätzung durch den Kundenkontakt bei diesem Event heute, das ist eine tolle Möglichkeit mal zu sehen, wie Verbraucher sich über die Qualität der Produkte freuen. Durch die direkte Vermarktung ist man mehr in Beziehung zueinander und das tut gut!“, freut sich Christian Berdi, Bio-Junglandwirt aus Ippinghausen.

Neben dem Austausch gab es noch eine große Landkarte, bei der die Kunden sehen konnten, woher genau jedes Produkt kam und wie es den Weg vom Erzeuger zum Hofladen gefunden hat. „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah,“ sagt Katharina Mittelstraß, die den Hofladen Frankenhausen leitet und von mehr als 30 Erzeugern aus der Region das Hofladensortiment ergänzt.

Die Ökolandbau Modellregion Nordhessen ist angetreten um die Vernetzung von Erzeugenden und Verbrauchenden zu fördern. "Die Corona-Krise zeigt uns, dass wir ein stabileres Netz an regionaler Versorgung brauchen. Global denken, lokal handeln hilft, um Nachhaltigkeit zu unterstützen“, betont Silke Flörke, Koordinatorin der Ökolandbau Modellregion. Hofläden und inhabergeführte Bioläden sowie Biolandwirt/-innen können bei Interesse am Konzept Kontakt mit der Koordinatorin der Ökolandbau Modellregion aufnehmen.

Kontakt:

Silke Flörke
E-Mail: floerke.modellregion[at]uni-kassel[dot]de