08.09.2020 | Campus-Meldung

Neu­ent­wick­lung für kom­pak­te Si­li­kon­spritz­gieß-Werk­zeu­ge

Das Anwendungszentrum UNIpace der Universität Kassel und die Firma Günther Heisskanaltechnik aus Frankenberg (Eder) haben eine Neuentwicklung für kleine kompakte Mehrkavitäten-Silikonspritzgießwerkzeuge abgeschlossen.

Bild: UNIpace.

Die Idee für die gemeinsame Entwicklung folgte aus einem Kundenprojekt von UNIpace zur Herstellung von medizintechnischen Silikonbauteilen. Man wollte auf möglichst kleinem Raum große Stückzahlen produzieren. Hier bediente man sich der Babyplast-Spritzgießmaschine aus dem Haus Christmann Kunststofftechnik, Kierspe.

Die große Herausforderung war, bei den kleinen Einbaumaßen ein 4-fach-Werkzeug mit Nadelverschlussdüsen zu entwickeln und zu konstruieren. Mit Günther Heisskanaltechnik stieß man auf einen Partner, der sich dieser Herausforderung mit großem Interesse annahm. Weitere Herausforderungen auf dem beengten Bauraum waren, eine zuverlässige Nadel(Hub-)mechanik zu konstruieren sowie die vollbalancierte Verteilung zu realisieren.

In erschwerten Corona-Zeiten wurde mittels Webkonferenzen innerhalb von 12 Wochen ein System entwickelt, dass beim ersten Schuss hervorragend funktionierte. Das Kaltkanalsystem zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise mit kleinen Nestabständen und kurzen Düsenkörpern aus. Zudem wurde ein System entwickelt, das sehr einfach zu reinigen ist. Dieses lässt sowohl für Versuche als auch in der Produktion schnelle Materialwechsel zu.  
 

Über UNIpace

UNIpace befindet sich seit 2013 auf dem Campus der Universität Kassel und untersteht der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim (Institut für Werkstofftechnik, Fachgebiet Kunststofftechnik). UNIpace forscht mit mehreren regionalen und überregionalen Firmen auf dem Gebiet der Silikonkautschukverarbeitung. Aktuell sind 16 Mitarbeiter bei UNIpace beschäftigt.