02.11.2020 | Pressemitteilung

Hy­brid-Se­mes­ter ge­plant - aber auch Winter­semester star­tet weit­ge­hend di­gi­tal

Unter besonderen Bedingungen startet die Universität Kassel an diesem Montag (2.11.) in das Wintersemester 2020/21. Ein großer Teil der Veranstaltungen findet zunächst erneut digital statt. Bibliotheken und Mensen bleiben geöffnet. Der Beginn der Lehrveranstaltungen war wegen der Corona-Krise um zwei Wochen verschoben worden.

Bild: Universität Kassel

„Noch vor wenigen Wochen waren wir guten Mutes, dass deutlich mehr Studieren in Präsenz stattfinden könnte als im Sommersemester. Jetzt müssen wir realistischerweise davon ausgehen, dass auch dieses Wintersemester weitgehend digital ablaufen wird“, bedauerte Universitäts-Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey.

So sind sich Bund und Länder einig, dass nur erneute strikte Einschränkungen zu weniger Kontakten und damit einer Beruhigung des Ansteckungsgeschehens führen werden. In einer Rundmail an alle Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informierte die Universität am Freitag (30.Oktober) über die Maßnahmen:

  • In der Lehre hat die digitale Lehre Vorrang. Die Präsenzlehre wird für zunächst den November auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert. Sie findet nur dort statt, wo digitale Lehre unmöglich ist, wo sie auf spezielle Lehrräume angewiesen ist (Labor, Werkstatt, Atelier) oder wo sonstige – eng auszulegende – Notwendigkeiten bestehen, wie etwa im Bereich der musikalischen oder der sportlichen Praxis.
  • Präsenzprüfungen finden in Abstimmung mit den Lehrenden auch weiterhin statt.
  • Exkursionen sind für den November ausgesetzt und finden nicht statt.
  • Die Gebäude der Universität werden im November erneut für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Das Campus Center bleibt offen, auch damit die Validierung der Campuskarten dort erfolgen kann.
  • Das Lernzentrum LEO und die Bibliotheken bleiben unter den jetzigen Regelungen geöffnet.
  • Die Mensen bleiben weiter für Mitnahme- und Vor-Ort-Verzehr geöffnet. Dies entspricht den Vorgaben des Landes.
  • Neu ist eine erweiterte Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen auch während Lehrveranstaltungen.

Der Universitäts-Präsident rief alle, die sich auf dem Campus aufhalten, zur Rücksichtnahme auf: „Studierende, die für notwendige Präsenzprüfungen an die Uni kommen, müssen dies mit einem Gefühl der Sicherheit tun können. Wo persönliche Kontakte nicht zu ersetzen sind, ist jeder und jede dringend dazu aufgefordert, sich an die bekannten Regeln zu halten.“ Denjenigen, die sich mit viel Engagement der Vorbereitung digitaler und hybrider Lehrveranstaltungen gewidmet haben und entsprechende Prüfungen organisiert haben, dankte Finkeldey ausdrücklich, verbunden mit der Hoffnung, dass diese Konzepte während des Semesterverlaufs eingesetzt werden können.

Die Universität Kassel hatte noch bis kurz vor Beginn der Vorlesungszeit Einschreibungen entgegengenommen. Daher liegen noch keine belastbaren Immatrikulations-Zahlen vor. Insgesamt dürften zwischen rund 24.500 und 25.000 Studierende eingeschrieben sein. Das lässt sich aus der hohen Zahl an Rückmeldungen prognostizieren, die in den vergangenen Monaten eingegangen sind und die auf demselben oder gar einem leicht höheren Niveau liegen wie im vergangenen Jahr.

„Das ist für uns auch eine erste Bestätigung dafür, dass die vielen Lehrenden an der Universität Kassel in diesem besonderen Sommersemester vieles richtig gemacht haben“, kommentierte Prof. Dr. René Matzdorf, Vizepräsident für Studium und Lehre, mit Blick auf die Rückmeldungen. Ob sich in diesem Corona-Jahr Faktoren wie die relativ schlechte Breitband-Versorgung in Nordhessen oder die niedrige Zahl von Abiturienten im nahen Niedersachsen auf die Zahl der neuen Einschreibungen auswirken, sei im Moment nicht verlässlich zu sagen. Aussagekräftige Zahlen werden in diesem Jahr erst Mitte/Ende November vorliegen.