28.05.2021 | Pressemitteilung

Hes­si­sche Staats­kanz­lei und Uni stel­len On­line-Platt­form zur Bür­ger­be­tei­li­gung be­reit

Ideen für einen lebendigen Ortskern sammeln, einen Standort für einen neuen Kindergarten beraten oder eine Initiative für Ladestationen für E-Autos ins Leben rufen: Themen wie diese kann man nicht nur bei klassischen Bürgerversammlungen diskutieren, sondern auch digital voranbringen. Dafür starten die Hessische Staatskanzlei und die Universität Kassel ein Pilotprojekt: eine Online-Beteiligungsplattform für Städte und Gemeinden.

Bild: Paavo Blafield.

„Jede Kommune kann diese Plattform kostenlos in nur drei Schritten realisieren und es Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, auf digitalen Wegen das Leben vor Ort aktiv mitzugestalten. Gerade in der Corona-Zeit ist es wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten und politische Prozesse weiter transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Wir freuen uns, wenn dieses Angebot rege genutzt wird. Es trägt dazu bei, das Miteinander vor Ort zu stärken“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, heute in Wiesbaden.

Über die digitale Plattform „(M)ein Projekt für alle, alle für (m)ein Projekt!“ können Bürgerinnen und Bürger in teilnehmenden Kommunen eigene Vorschläge und Projekte einbringen. Diese können beispielsweise angesehen, geteilt und bewertet werden. Die Plattform führt die Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess. Das Angebot wurde vom Fachgebiet Wirtschaftsinformatik der Universität Kassel unter der Federführung von Prof. Dr. Jan Marco Leimeister entwickelt. Projektleiter Dr. Christoph Peters verdeutlichte: „Wir haben die Plattform in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Wir freuen uns sehr, sie Dank der Förderung der Hessischen Staatskanzlei nun allen Städten und Gemeinden kostenlos anbieten zu können und so den Einstieg in gute, digitale Bürgerbeteiligung zu erleichtern.“

Der Chef der Staatskanzlei betonte, dass „die Corona-Pandemie es wie unter einem Brennglas zeigt, welche Chancen mit der Digitalisierung verbunden sind. Wir leben in einer modernen Welt und sollten die sich bietenden technischen Möglichkeiten auch für eine zeitgemäße Bürgerbeteiligung nutzen.“

In drei Schritten zur Plattform – so funktioniert es: Alles, was es für die Realisierung braucht, ist unter https://www.digitalebürgerbeteiligung.de zu finden. Neben dem Download der Lösung (Open Source) stehen hier Anleitungen für das erstmalige Aufsetzen der eigenen Plattform (Schritt 1) wie auch zur Anpassung und Nutzung der Plattform an eigene Bedürfnisse bereit (Schritt 2). Checklisten, Erklär-Videos und Tipps für eine erfolgreiche digitale Bürgerbeteiligung runden das Angebot ab.

Hintergrundinformationen

„(M)ein Projekt für alle, alle für (m)ein Projekt!“ setzt auf der Beteiligungsplattform „Weck den Herkules in dir“ auf. Diese war im vergangenen Jahr im Wettbewerb „Hessen Smart Gemacht“ durch den Chef der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, und Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus ausgezeichnet worden. „Weck den Herkules in dir“ wurde gemeinsam mit den anderen Projektpartnern und in enger Kooperation mit dem Betreiber der digitalen Bürgerbeteiligungsplattform, der Stadt Kassel, am Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) der Universität Kassel im Fachgebiet Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Leimeister) im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Civitas Digitalis“ entwickelt.

 

Pressekontakt:

Sebastian Mense
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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