07.09.2022 | Campus-Meldung

Nach­hal­ti­ge Mo­bi­li­tät in Sub­sa­ha­ra-Afri­ka för­dern

Am 8. September eröffnet das Fachgebiet Radverkehr und Nahmobilität der Universität Kassel in Kooperation mit der University of Cape Coast in Ghana die MoveOn – International Summer School für nachhaltige Mobilität.

Die Organisation und Durchführung wird von der Volkswagenstiftung gefördert. Das Auftakttreffen mit rund 50 Teilnehmenden wird virtuell durchgeführt und dient dem Kennenlernen und Einstimmen auf die Inhalte und Methoden der Veranstaltung. Vom 9. bis 15. Oktober 2022 wird die Summer School dann als Präsenzveranstaltung auf dem Campus der University of Cape Coast durchgeführt; das Team der Universität Kassel reist an.

"Wir sind überwältigt von der Resonanz auf unseren Aufruf zur Teilnahme an unserer Summer School. Über 600 Personen zeigten Interesse, und wir konnten aus 400 hoch qualifizierten Bewerbungen in einem mehrstufigen Verfahren 40 Teilnehmende auswählen", erzählt Prof.in Dr. Angela Francke begeistert. "Das zeigt den hohen Bedarf an Wissen und Austausch zu diesem wichtigen Thema und wie relevant ein gemeinsames globales Handeln ist."

Die Zielgruppe dieser intensiven Weiterbildungsveranstaltung sind afrikanische Promovierende, PostDocs sowie Personen aus der Praxis, die sich interdisziplinär und interaktiv mit nachhaltiger Mobilität und ihrer Förderung auseinandersetzen. Die Teilnehmergruppe setzt sich aus 25 Personen aus Ghana sowie 15 Teilnehmenden aus weiteren Ländern in Subsahara-Afrika wie Kenia und Uganda zusammen.

Das Programm der MoveOn-Summer School beinhaltet Vorträge von internationalen Fachleuten, Workshops und Feldstudien. Damit wird allen Teilnehmenden ein praxisorientierter internationaler Austausch zu nachhaltiger und sicherer Mobilität ermöglicht, der zudem als Start für weitere gemeinsame Aktivitäten zwischen den beiden Universitäten dienen soll. Junge Forschende aus Sub-Sahara-Afrika werden so ihre methodischen und praktischen Fähigkeiten ausbauen und gleichzeitig Ideen, aber auch mögliche Barrieren bei der Umsetzung diskutieren können. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sind wesentlicher Inhalt des Austausches und sollen sich in den Ergebnissen, in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung über die aktive Mobilität in Afrika, widerspiegeln.

Die Universität Kassel setzt sich insgesamt für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen der Gesellschaft ein und stellt somit den idealen Partner für dieses Vorhaben dar. Mit dem Fachgebiet für Radverkehr und Nahmobilität ist eine umfangreiche fachliche Kompetenz zu nachhaltiger Mobilität in Entwicklungsländern vorhanden. Momentan wird u.a. für das BMBF und den DAAD auch zur Förderung von Rad- und Fußverkehr geforscht. "Seit über 10 Jahren bin ich aktiv in der Ausbildung von Nachwuchskräften in afrikanischen Ländern und wir merken, dass das Thema eher an Relevanz gewinnt. Wir wollen getreu unserem Motto "MoveOn" gemeinsam aktiv werden, voneinander lernen und die Mobilitätswende voranbringen", freut sich Prof.in Francke auf die Durchführung der Veranstaltung mit ihrem Team und den Partnern vor Ort.

 

CAMA – Collaboration for Active Mobility in Africa
CAMA wird vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Forschungsprojekt CAMA läuft bis 2025.