27.02.2020 | Pressemitteilung

Ar­chi­tek­tur-Preis für Cam­pus-Er­wei­te­rung

Der Bund Deutscher Architekten würdigt die Campus-Erweiterung der Universität Kassel als „beeindruckende Vervollständigung des städtebaulichen Ensembles“. Die Universität und der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen erhielten die „BDA-Auszeichnung für Baukultur“ am 27. Februar im Museum Wiesbaden.

Bild: Sonja Rode/Lichtfang.
Die Gebäude-Gruppe für Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung bildet einen Teil der Campus-Erweiterung. Im Hintergrund links der Science Park.

In der Laudatio heißt es, am Campus Holländischer Platz vollziehe sich „die beeindruckende Vervollständigung des städtebaulichen Ensembles mit seinen sehr verschiedenartigen Bauten“. Auf dem Gelände der ehemaligen Henschel- und Gottschalk-Fabriken könne man „eine im besten Sinne urbane Wissenslandschaft entdecken, die sich zukunftsweisend mit dem vorhandenen Kontext der Kasseler Nordstadt verzahnt.“ Dies geschehe „nicht nur wegen der verschiedenen Bildungsangebote, des gesellschaftlichen und kulturellen Austausches, der gegenseitigen sozialen und wirtschaftlichen Verflechtungen, sondern gerade wegen der besonderen städtebaulichen, architektonischen und landschaftsplanerischen Anbindungen und Ergänzungen.“ Die Universität werde „zum öffentlichen Raum der Stadt“ während ihrerseits „die Stadt zum Raum der Universität“ werde.

„Bei der Erweiterung unseres Campus am Holländischen Platz waren und sind wir uns der Geschichte und der städtebaulichen Bedeutung des Geländes bewusst“, sagte der Kanzler der Universität Kassel, Dr. Oliver Fromm. „Der Preis bestätigt uns, dass das Konzept einer urbanen Bebauung, die Neubauten und Sanierungen von Industriebauten vereint, richtig ist. Kürzlich haben die Vorbereitungen für den ersten Bauabschnitt der Naturwissenschaften begonnen, das nächste große Projekt. Der Architekturwettbewerb für diesen ersten Bauabschnitt wird bereits die Platzierung der weiteren Bauabschnitte berücksichtigen, so dass wir auch mit diesen Bauten ein stimmiges Ensemble und eine hohe städtebauliche Qualität erreichen.“ Nach derzeitigem Planungsstand beginnen die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt 2025.

Die Universität hat ihren zentralen Campus am Holländischen Platz in den vergangenen Jahren auf Grundlage eines städtebaulichen Konzepts massiv erweitert. Zu den Neubauten zählen der neue Speisesaal der Zentralmensa (Inbetriebnahme 2013), das Campus Center (2015), der Science Park (2015), das Institutsgebäude des Fachbereichs Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung (ASL, 2016) und der Lernort „Leo“ (2016). Hinzu kommen der Umbau und die Sanierung der beiden historischen Torhäuser für den Fachbereich ASL (2012, 2018) sowie das kürzlich eingeweihte Studierendenhaus, ein sanierter denkmalgeschützter Industriebau (2019). Auch die städtebauliche Erschließung und Gestaltung der Freianlagen sowie der Bau des neuen Studierendenwohnheims mit Kindertagesstätte (2014) gehören zum Ensemble.

In seiner Begründung hebt der BDA besonders die enge und gelungene Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Bau, Technik, Liegenschaften der Universität und dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) hervor. Dadurch hätten beide „der Baukultur und damit der Gemeinschaft einen großen Dienst erwiesen.“ Die BDA-Auszeichnung für Baukultur ist Persönlichkeiten, Institutionen, Initiativen sowie Unternehmen gewidmet, die direkt oder indirekt gute Architektur möglich machen und gemacht haben, sei es als Bauherren, Kulturschaffende, Journalisten, Politiker oder Unternehmer. Seit 2004/2005 wird der Preis alle fünf Jahre verliehen.

 

Pressekontakt:

Sebastian Mense
Universität Kassel
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