01.08.2019 | Pressemitteilung

Mit­ma­chen. Ab­stim­men. Kas­sel ge­stal­ten: Weck den Her­ku­les in dir – die Ide­en­platt­form der Stadt Kas­sel

Kassel ist dynamisch, innovativ, kreativ und sozial – dank der Menschen, die hier leben. Unter dem Titel „Weck den Herkules in dir“ hat die Stadt gemeinsam mit der Universität Kassel eine neue Ideenplattform geschaffen. Die Plattform ist für alle, die Ideen für Kassel einbringen, Projekte umsetzen oder eine Initiative starten möchten und dafür Unterstützung von anderen benötigen. Das kann zum Beispiel eine neue Sport- oder Kulturinitiative sein, eine Idee von Umweltschützern, Tierfreunden oder Stadtteilbewohnern.

Bild: Adobe Stock/EH Grafik.

„Machen Sie mit, stimmen Sie ab, helfen Sie uns Potenziale zu entdecken und Kassel mitzugestalten“, ruft Oberbürgermeister Christian Geselle auf. Denn der Titel der Internetseite „Weck den Herkules in dir“ ist wörtlich zu nehmen. „Alle können den Herkules in sich wecken und zum besten Zuhause beitragen“, sagt Geselle. „Die Zukunftsfähigkeit einer Stadt bemisst sich an ihrer Innovationskraft und davon hat Kassel eine Menge zu bieten.“ 

Entwickelt wurde das Portal im Rahmen des Forschungsprojektes „Civitas Digitalis“, an dem sich die Stadt Kassel beteiligt. Ein Team unter Leitung von Prof. Dr. Jan Marco Leimeister, Dr. Christoph Peters und Matthias Billert vom Fachgebiet Wirtschaftsinformatik und dem Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) der Universität Kassel hat das Konzept und die Funktionalitäten erarbeitet. Die technische Umsetzung fand federführend durch das Kompetenzfeld „Open Data & Information Management“ am fortiss, Forschungsinstitut des Freistaates Bayern für softwareintensive Systeme und Services (München), statt. 

„Wir hoffen mit dem neuen Angebot auch Menschen zu einer Stimme zu verhelfen, die sich sonst vielleicht nicht vorgewagt hätten“, so Oberbürgermeister Geselle. Das neue Angebot der Bürgerbeteiligung soll vorerst bis Ende 2020 bestehen, um Erfahrungen zu sammeln. 

Und so funktioniert es: Auf www.weckdenherkulesindir.de können sich Bürgerinnen und Bürger mit ihrer E-Mailadresse registrieren und ein eigenes Projekt einreichen oder andere Projekte mit ihrer Stimme unterstützen. Bei einer Eingabe werden sie in einem drei-Schritt-Verfahren über eine textuelle Kurzbeschreibung (fünf Leitfragen und räumliche Verortung des Projektes), einer Visualisierung (Zeichenumgebung und Bilderupload) sowie einer abschließenden Lösungspräsentation (Videoupload) dazu angeleitet, ihre Idee zu einem konkreten Anliegen zu entwickeln. In einem Zwei-Monats-Rhythmus wird bekannt gegeben, welches das Projekt mit den meisten Stimmen ist. Mindestens 100 Stimmen müssen es sein. 

Der erste Abstimmungszeitraum endet am 30. September, bevor am 1. Oktober ein neuer zweimonatiger Rhythmus beginnt. Je länger ein Projekt online ist, desto größer ist die Chance, möglichst viele Stimmen zu sammeln. So oder so, es lohnt sich regelmäßig auf www.weckdenherkulesindir.de vorbeizuschauen und die eingereichten Projekte zu unterstützen. 

Über das Projekt „Civitas Digitalis“

Die Stadt Kassel beteiligt sich am Forschungsprojekt „Civitas Digitalis – Digitale und Crowd-basierte Dienstleistungssysteme zur Schaffung zukunftsfähiger und lebenswerter Lebensräume 2020“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel ist der Ausbau und die Verbesserung der Bürgerbeteiligung mit Unterstützung digitaler Technik sowie die Entwicklung von Strukturen und Möglichkeiten der Mitsprache und Beteiligung bei der Gestaltung des Lebensumfeldes. Die Umsetzung des Projektvorhabens findet vor Ort im Verbund mit der Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik statt. Überregional ist die Universität Hamburg in Verbindung mit der Freien und Hansestadt Hamburg und fortiss, Forschungsinstitut des Freistaates Bayern für softwareintensive Systeme und Services (München), in das Vorhaben mit eingebunden. Das Projekt startete am 1. Februar 2017 und endet voraussichtlich am 31. Januar 2020.

Das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Marco Leimeister forscht und lehrt rund um Themen an der Schnittstelle von Mensch, IT und Organisation mit Schwerpunkten in den Bereichen Collaboration Engineering, Crowdsourcing, Digitalisierung der Arbeit, IT Innovation Management, Service Engineering, Strategisches IT Management sowie Ubiquitous Computing.

Im Projekt „Civitas Digitalis“ hat sich das Team seitens des Fachgebiets Wirtschaftsinformatik der Universität Kassel, bestehend aus Prof. Dr. Jan Marco Leimeister, Prof. Dr. Christoph Peters und Matthias Billert, das Ziel gesetzt, Bürgerinnen und Bürger als Expertinnen und Experten ihres Alltags aktiv an der systematischen Entwicklung von Dienstleistungsideen zu beteiligen.

 

Weitere unter:

http://www.uni-kassel.de/go/civitasdigitalis

www.kassel.de/buerger/stadtgesellschaft/buergerbeteiligung/civitas-digitalis.php

 

Pressekontakt:

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Michael Schwab

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Sebastian Mense
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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