13.03.2019 | Campus-Meldung

UN-Be­richt mit Kas­se­ler Be­tei­li­gung zur Nach­hal­tig­keit

Der rasante Anstieg der Materialgewinnung ist der Hauptverantwortliche für den Klimawandel und den Verlust der biologischen Vielfalt: Das geht aus einem Bericht hervor, der heute (13. März) auf der UN-Umweltkonferenz in Nairobi veröffentlicht wurde und an dem Prof. Dr. Stefan Bringezu von der Universität Kassel als einer der Hauptautoren mitgewirkt hat. Die Herausforderung werde sich noch verschärfen, wenn sich die Ressourcennutzung nicht schnell und systematisch ändere.

Bild: Visions-AD.
Die Ressourcennutzung belastet auch die natürlichen Wasserhaushalte.

Neben Bringezu haben auch Prof. Dr. Rüdiger Schaldach und Prof. Dr. Martina Flörke an dem Bericht mitgewirkt. Alle drei arbeiten am Center for Environmental Systems Research CESR der Universität Kassel und trugen mit ihren Teams zur Analyse der globalen Land- und Wassernutzung bei.

„Der Bericht zeigt, dass zum einen die aktuellen Trends der Ressourcennutzung mit wachsenden Umwelt- und Klimabelastungen verbunden sind, zum anderen aber ein Umsteuern möglich ist, um innerhalb der planetaren Grenzen die weitere Entwicklung beherrschbar zu gestalten“, erläutert Bringezu. „90 Prozent der Biodiversitätsverluste und des Wasserstresses sind mit der Gewinnung und Aufbereitung der Rohstoffe, insbesondere in der Landwirtschaft, verbunden. Nahezu die Hälfte der weltweiten Treibhausgasemissionen sind mit der Extraktion und Aufbereitung von mineralischen und biomassebasierten Rohstoffen verbunden.“

Der Bericht setzt eine Reihe fort, die 2017 mit einem von Prof. Bringezu leitend koordinierten Report "Assessing Global Resource Use" begonnen wurde.

Die englischsprachige Pressemitteilung der UN finden Sie hier: https://www.unenvironment.org/news-and-stories/press-release/un-calls-urgent-rethink-resource-use-skyrockets