16.11.2018 | Pressemitteilung

Uni Kas­sel bei Wett­be­werb „Hes­sen Ide­en“ aus­ge­zeich­net

Projekte der Uni Kassel haben gestern Abend (15.11.2018) in Frankfurt den zweiten und dritten Preis beim Wettbewerb „Hessen Ideen“ gewonnen. Bereits zum dritten Mal wurden im Rahmen des landesweiten Ideenwettbewerbs „Hessen Ideen“ die besten Gründungsideen aus hessischen Hochschulen prämiert. Der Wettbewerb richtet sich an innovative Gründungsideen aus hessischen Hochschulen.

Bild: Milton Arias.
Staatssekretär Patrick Burghardt (links) mit Siegern und Jury des Wettbewerbs "Hessen Ideen." Platz zwei geht an das Team "Ackerwinde" der Uni Kassel, Platz drei teilt sich das Kasseler Projekt "Staffr" mit einem Team der Hochschule Fulda.

Ein Team der Universität Kassel erhielt den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis für das Projekt „Ackerwinde“. Jan und Teresa Lanvers haben sich mit der „Ackerwinde“ eine innovative Konstruktion für den vertikalen Anbau von Gemüse, Kräutern und Blumen ausgedacht. Sie vervielfacht die nutzbare Fläche für den Pflanzenanbau und besticht gleichzeitig durch ihr außergewöhnliches Design. Ein torffreies Spezialsubstrat für den vertikalen Anbau, ein Bewässerungssystem und eine angepasste Pflanzanleitung versprechen gärtnerische Erfolge für jedermann.

Der mit 2.000 Euro dotierte dritte Platz wurde doppelt vergeben und ging sowohl an ein Team von der Universität Kassel für das Projekt „Straffr“ als auch an ein Team von der Hochschule Fulda für das Projekt „Signum“. Die Wirtschaftsingenieure Stefan Weiß und Hanno Storz von der Universität Kassel haben mit „Straffr“ ein Sport-Gummiband entwickelt, das mittels Sensorik die Kraft, Wiederholungsanzahl und Geschwindigkeit der ausgeführten Übungen erfasst. Die Trainingsergebnisse werden an ein Smartphone gesendet und über eine eigens entwickelte App ausgewertet. Der Informatiker Martin Hanusch von der Hochschule Fulda rückt mit seiner „Signum Annotationssoftware“ die Digitalisierung in den Geisteswissenschaften und im Bibliothekswesen in den Mittelpunkt.

Der erste Preis ging an das Team „Reellity“ von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Verena Krakau und Christian Hartmann entwickeln mit Hilfe von Augmented und Virtual Reality Technologien ein Analyse- und Trainingsverfahren zur Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit von Fußballspielern.

Den Publikumspreis gewann das Team von der Philipps-Universität Marburg für die Idee „Edon“. Wer sich online Kleidung kauft, kann mit der Entwicklung von „Edon“ im Shop aufrunden und so auch einem Kind, das Kleidung benötigt, ein Kleidungsstück schenken.

Die Jury setzte sich zusammen aus: Helge Förster (Geschäftsführer HÜBNER GmbH & Co. KG), Dr. Helmut Gold (Direktor Museum für Kommunikation), Frank H. Wilhelmi (CEO Business Angel Beteiligungs AG), Dr. Karin Uphoff (Geschäftsführerin connectuu GmbH), Kerstin Bitterer (Leiterin Ideen- und Innovationsmanagement, Fraport AG) und Dr. Gerrit Stratmann (Hessisches Ministerium für Wissenschaft Kunst).

Die teilnehmenden Ideen erhalten durch den Wettbewerb aber nicht nur eine breite Öffentlichkeit und ebenfalls Zugang zu einem landesweiten Unterstützungsnetzwerk der hessischen Hochschulen sowie der hessischen Wirtschaft. Im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ist die Universität Kassel in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt für die Koordination des Wettbewerbs zuständig.

Insgesamt 150 Gäste waren zur Preisverleihung in Frankfurt angereist, um die jungen Gründerinnen und Gründer kennenzulernen. Im Anschluss an die Preisverleihung konnten Gäste sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich beim Get-together austauschen und Kontakte knüpfen. Zahlreiche Hochschul- wie Wirtschaftsvertreter waren vor Ort, um ihr Wissen und ihre Erfahrung weiterzugeben.

Jede staatliche sowie private, staatlich anerkannte Hochschule in Hessen kann jährlich bis zu drei Ideen nominieren. Im Wettbewerb 2018 wurden insgesamt 28 Ideen von 12 teilnehmenden Hochschulen nominiert. In einer Vorauswahl, bestehend aus Gutachten qualifizierte Gründungsexpertinnen und -experten sowie ein parallel stattfindendes Online-Voting, wurden 13 Ideen ausgewählt, die ins Finale einzogen. Die Finalistinnen und Finalisten präsentierten sich einer Jury, die über die Preisträger entschied. Da die Jury den dritten Preis zweimal vergab, konnten sich am Ende vier Teams über die ersten drei Plätze freuen.

Neben dem „Hessen Ideen Wettbewerb“ werden Gründungsprojekte aus hessischen Hochschulen seit Anfang 2018 auch durch das „Hessen Ideen Stipendium“ unterstützt. Das Stipendium fördert Gründungprojekte in frühen Phasen über sechs Monate durch einen finanziellen Zuschuss sowie durch ein begleitendes Coaching- und Workshopangebot. In der ersten Stipendienrunde im Frühjahr 2018 wurden 14 Gründungsteams gefördert, in der zweiten Förderrunde ab Januar 2018 werden 15 Gründungsteams das Stipendium erhalten. Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten waren bei der Preisverleihung des Wettbewerbs vor Ort und wurden durch Herrn Staatssekretär Burghardt im Netzwerk von „Hessen Ideen“ begrüßt.

Informationen zu „Hessen Ideen“ und den teilnehmenden Hochschulen finden Sie unter:      www.hessen-ideen.de

 

Kontakt:

Annika Wallbach

Science Park Kassel GmbH

info@hessen-ideen.de

0561 95379605