09.01.2019 | Pressemitteilung

Zwei Grün­dungs­pro­jek­te der Uni Kas­sel er­hal­ten Hes­sen Ide­en-Sti­pen­di­en

Nach der erfolgreichen Pilotdurchführung des Hessen Ideen-Stipendiums im Jahr 2018 sind gestern (8. Januar) die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten begrüßt worden. Dr. Oliver Fromm, Kanzler der Universität Kassel, hat im Rahmen einer feierlichen Stipendienübergabe in Kassel Stipendien an 15 Gründungsteams aus hessischen Hochschulen vergeben. Gefördert werden 29 junge Studierende aus acht hessischen Hochschulen. Davon stammen zwei Gründerteams aus der Universität Kassel. Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst und Schirmherr der Initiative Hessen Ideen, ließ den Gründerinnen und Gründern seine Glückwünsche ausrichten.

Bild: Bennison für Hessen Ideen
Das Kasseler Team Bunkerpilz bei der Gratulation durch Dr. Oliver Fromm (v.l.): Johanna Quendt, Katrin Becker und Gina Schwarzmaier.
Bild: Bennison für Hessen Ideen.
Das Kasseler Team Veli (v.l.): Joost Fähser und Tim Weiß.

Wissenschaftsminister Boris Rhein sagte: „Ich gratuliere den Stipendiatinnen und Stipendiaten herzlich und wünsche ihnen viel Erfolg auf ihrem Weg. Die große Resonanz auf das ,Hessen Ideen Stipendium‘ zeigt, welches Potenzial für Gründungsideen an den hessischen Hochschulen vorhanden ist. Die hessischen Hochschulen sind ein schier unerschöpflicher Pool an kreativen und engagierten Menschen mit unkonventionellen und innovativen Ideen. Mit dem Stipendienprogramm wollen wir sie dazu motivieren, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, und sie auf dem Weg von der unternehmerischen Idee zu einem überzeugenden Geschäftskonzept unterstützen. Der zukünftige Erfolg des Innovationsstandorts Hessen hängt auch davon ab, wie wir an den Hochschulen entstandene unternehmerische Ideen nutzen.“

Das Hessen Ideen-Stipendium wurde zum zweiten Mal ausgeschrieben und richtet sich an Gründungsideen von hessischen Hochschulmitgliedern, die sich in frühen Phasen der Ideenentwicklung bzw. Geschäftsentwicklung befinden. Das Stipendium unterstützt über eine Laufzeit von sechs Monaten mit einer monatlichen Förderung in Höhe von 2.000 Euro pro Person. Die zweite Förderrunde beginnt am 1. Januar 2019 und endet am 31. Juli 2019. Unter insgesamt 35 Bewerbungen wurden durch eine fachkundige Kommission 15 Gründungsprojekte für die Förderung ausgewählt. Neben dem finanziellen Zuschuss erhalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten während der Stipendienlaufzeit auch eine inhaltliche Unterstützung. Neben einem Coach an der jeweiligen Hochschule und einer Programmbegleitung durch das Organisationsteam von Hessen Ideen besuchen die Gründerteams verschiedene Workshops und lernen erfahrene Gründerinnen und Gründer sowie Wirtschaftspartner kennen.

Unter den diesjährigen geförderten Teams befinden sich Gründungsideen aus unterschiedlichsten Bereichen. Neben technischen Gründungsideen wie App-Entwicklungen, einem Automatisierungsverfahren des häuslichen Notrufs oder Virtual Reality Programmen zur Verbesserung des Trainings von Sportlern sind auch soziale Unternehmensideen sowie Produktentwicklungen im Portfolio der Hessen Ideen Stipendiaten zu finden. „Das Hessen Ideen Stipendium ermöglicht es den Teams aus den verschiedenen hessischen Hochschulen, mit ihren jeweiligen thematischen Schwerpunkten über den Tellerrand zu blicken und sich mit Gründerinnen und Gründern aus ganz unterschiedlichen Branchen auszutauschen. Für die Stipendiatinnen und Stipendiaten ist besonders das voneinander Lernen ein enormer Gewinn“, so Jörg Froharth, Leiter der Gründungsberatung an der Universität Kassel und Projekt-Koordinator von Hessen Ideen.

Aus der Universität Kassel werden zwei Gründerteams gefördert. Die beiden Gründer des Projekts „Veli“ wollen es älteren Menschen ermöglichen, länger ein selbstständiges Leben zu führen. Ihre Software soll in der Lage sein, Gefahrensituationen aus den Verbrauchsdaten eines Haushalts (Wasser, Strom, Gas) zu erkennen und eine Notruf-Dienststelle zu informieren. Die drei Gründerinnen des „Kasseler Bunkerpilz“-Projektes wollen eine nachhaltige, lokale und urbane Lebensmittelproduktion etablieren. Direkt vor Ort in ungenutzten Räumen unter der Stadt werden nach ihren Plänen künftig Speisepilze erzeugt - und zwar gemäß des „Cradle-to-Cradle“-Prinzips auf Substraten, die normalerweise als Abfall entsorgt werden (z.B. Kaffeesatz).

Das Hessen Ideen-Stipendium wird finanziert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter der Schirmherrschaft von Minister Boris Rhein. Das Programm wird koordiniert und durchgeführt von der Universität Kassel in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt. Das Stipendienprogramm läuft bis zum 31. Dezember 2020 und bietet Unterstützung für insgesamt rund 50 Gründungsvorhaben und über 120 angehende Hochschulgründer. Je Gründerteam können höchstens drei Personen gefördert werden. Die Gründung einer Kapitalgesellschaft darf noch nicht erfolgt sein. Die Bewerbung zum nächsten Programmdurchlauf ist bis zum 31. März 2019 möglich, Stipendienbeginn ist der 1. Juli 2019. Neben dem Hessen Ideen-Stipendium gibt es unter dem Label „Hessen Ideen“ seit drei Jahren einen landesweiten Ideenwettbewerb, an dem die besten Gründungsideen aus sämtlichen hessischen Hochschulen teilnehmen können.
 

Kontakt für interessierte Hochschulmitglieder:

Gabriele Hennemuth
E-Mail: hennemuth@uni-kassel.de

Kontakt für die Presse:
Annika Wallbach
Tel.: 0561 95379 605
E-Mail: info@hessen-ideen.de
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