Jah­res­ta­gung der Sek­ti­on His­to­ri­sche Bil­dungs­for­schung „Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­le zwi­schen Be­har­rung und Re­form. Bil­dungs­his­to­ri­sche Per­spek­ti­ven“

Seit ihrer Entstehung im Hochmittelalter waren sie nicht allein der Erzeugung wissenschaftlichen Wissens verpflichtet, sondern auch der Weitergabe des Wissens und seiner internen wie öffentlichen Diskussion. Auch wissenschaftlich Lehrende und Studierende gab es als Statusgruppen von Beginn an; sie konstituierten die Universität, unterschieden sie in allen Jahrhunderten von Schulen und Akademien.

In globalhistorischer Orientierung und alle Epochen vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte adressierend sollen auf der Sektionstagung Universitäten und Hochschulen als Orte bildungshistorisch zur Sprache kommen, in denen sich einerseits gesellschaftliche Entwicklungen spiegelten, die aber andererseits auch selbst zu Motoren und Katalysatoren wurden, manchmal aber auch zur Beharrung neigten, abseits gesellschaftlicher Dynamiken. Universitäten und Hochschulen sollen unter der Perspektive von Beharrung und Reform bildungshistorisch erörtert werden. Der Fokus ist nicht epochal oder regional/national begrenzt. Vielmehr sollen Lehren und Lernen, Debatten über wissenschaftliche Bildung, Fragen akademischer Sozialisation usw. zu unterschiedlichen historischen Zeiten und in unterschiedlichen Regionen, Staaten und Kontinenten in ihrer Eigenständigkeit oder Abhängigkeit von gesellschaftlichen Entwicklungen, auch in ihren Beiträgen zu gesellschaftlichem Wandel, analysiert werden.

Das Themenspektrum ist groß: Es reicht von Fragen wissenschaftlicher Lehrmaterialien, der Lehrformen, des Verhältnisses zwischen Lehrenden und Lernenden inklusive deren Konflikten über studentische Organisationen und Lebensformen, Diskussionenüber das Zusammenleben an den Hochschulen, Idealbilder des Professors und der Professorin als Verbindung von Forschung und Lehre bis zu Fragen von (wissenschaftlicher) Männlichkeit und Weiblichkeit und darüber hinaus.

ORGANISATION:EDITH GLASER (KASSEL),CAROLA GROPPE (HAMBURG) UND JÜRGENOVERHOFF (MÜNSTER)

Bitte beachten Sie: Die Tagung ist als Präsenzveranstaltung geplant. Am 01.09.2021 wird in Abhängigkeit der dann gültigen Corona-Verordnungen über das Veranstaltungsformat entschieden. Bitte melden Sie sich bis zum 30.08.2021 für die Veranstaltung an. Bei einer Präsenzveranstaltung ist die Tagungsgebühr vor Ort zu entrichten.

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