Rin­g­vor­­­le­­sung "Die lan­­ge Dau­er des rus­­si­­schen Im­pe­­ri­a­­lis­­mus - Ge­schich­te und Ge­gen­wart"

Diese fachübergreifende Ringvorlesung widmet sich den russischen Imperialismen aus unterschiedlichen Perspektiven.

 

06.07.2022

Prof. Dr. Zaal Andronikashvili: "Das imperiale Sujet: Modellierung des Imperiums in der Literatur"

und

Prof. Dr. Giorgi Maisuradze: "Die zwei Körper des Stalins. Inszenierung des Stalin-Kultes im Sowjetimperium"

 

Ringvorlesung "Die lange Dauer des russischen Imperialismus"

Mit dem militärischen Angriff der russischen Regierung auf die Ukraine herrscht seit dem 24. Februar 2022 ein neuer Krieg, der sich seither Tag für Tag verschärft und Millionen von Menschen in Gefahr bringt und zur Flucht zwingt.  Im Mittelpunkt der Ringvorlesung stehen die vielschichtigen und dauerhaften russischen Imperialismen, ihre wechselnden Inhalte, Ambitionen, Einflüsse, Begegnungen und historischen Verflechtungen etwa mit der Ukraine, aber auch mit anderen ehemaligen postzaristischen und postsowjetischen Ländern. Dabei werden die interdisziplinären Perspektiven über die verstrickten Geschichten des russischen Imperialismus und der in diese Imperialismen eingebundenen Länder und Gesellschaften in größere transregionale und transkulturelle Zusammenhänge gestellt.

Es gibt Vorträge, die aus der Vogelperspektive den russischen Expansionismus in den Blick nehmen und solche, die sich mit einzelnen Regionen befassen, die sich unter russischer Dominanz entwickelt haben. Das betrifft von Fragen von Demokratie, Nationalismus, politischer Ökonomie, Menschenrechten, Genderpraktiken und LGBTQI*-Kämpfen. Thematisch ist die Vortragsreihe in drei Abschnitte gegliedert: zaristischer Imperialismus, sowjetischer Imperialismus sowie postsowjetischer Imperialismus und gesellschaftlich-politische Entwicklungen in den postsowjetischen Räumen.

Die Vorlesung richtet sich an Studierende aus den Fachbereichen Humanwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften, ist aber auch offen für alle Interessierten. Die fachübergreifende konzeptionelle Ausrichtung der Vortragsreihe wird Studierenden und Mitgliedern der Universität Kassel als auch den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kassel die Möglichkeit geben, das vielschichtige Thema des russischen Imperialismus aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Die Ringvorlesung wird zudem auch den Raum für Diskussionen über die Herausforderungen eröffnen, die der Krieg gegen die Ukraine für das gemeinsame Leben mit sich bringen.

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