50 Jahre "Sabotage des Schicksals": Workshop zu Ulrich Sonnemanns Negativer Anthropologie

Vor 50 Jahren erschien die Schrift Negative Anthropologie von Ulrich Sonnemann, die in ihrem Untertitel „Vorstudien zur Sabotage des Schicksals“ das Programm recht bündig umschreibt, insofern es ihre Absicht ist, das Schicksalhafte anthropologischer Festlegungen einer vermeintlichen menschlichen Natur durch Kritische Theorie aufzubrechen, um menschlicher Spontaneität eine Offenheit freizulegen, die es ihr ermöglicht, sich in eine Zukunft tätig zu ergründen. Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Erscheinen tummeln sich ungebrochen anthropologische Humankorsette als genetische, neuronale, informationstechnische oder neoliberale Fest-Stellungen des Menschen, deren Sabotage ebenso noch ausstehen, wie deren Folgen ihre überdeutlichen Zeichen zeitigen.

Dieser Workshop möchte Ulrich Sonnemann, der von 1974-1993 an der Gesamthochschule Kassel Philosophie lehrte, und seine Schrift Negative Anthropologie nicht nur in Erinnerung rufen, sondern im lebendigen Gespräch negative Anthropologie betreiben, so wie Sonnemann selbst ihre Aufgabe sah: „Erschließung des Humanen aus seiner Verleugnung und Abwesenheit“.

 

Mehr Infos: http://www.uni-kassel.de/fb02/institute/philosophie/aktuelles/aktuelle-meldung/article/forschungskolleg-kritische-theorie-und-workshop-zu-ulrich-sonnemanns-negativer-anthropologie.html

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