Sozial-ökologische Transformation und Geschlechterverhältnisse

Der Forschungscluster Sozial-ökologische Transformationen und Geschlechterverhältnisse untersucht das Zusammenspiel von Produktion und Reproduktion sowie das Spannungsfeld zwischen Demokratie und Eigentum. Dabei wird das transformative Potenzial von Konflikten, sozialen Bewegungen und der Verteilung von Ressourcen in den Fokus gerückt. Die wichtigsten Forschungsthemen des Clusters sind Kollektives Eigentum, Ökofeminismus und Commons, Geschlecht und Arbeit, Haus-Halten, Queer Sustainabilities sowie Environmental Intersectional Justice.

Das Thema Kollektives Eigentum beschäftigt sich mit der Frage, wie über die Nutzung und Verteilung von grundlegenden Ressourcen wie Wohnen, Land und Wasser entschieden wird. Im Bereich Ökofeminismus und Commons werden nachhaltige und gemeinschaftliche Nutzungspraktiken untersucht, wobei Queer und Postkoloniale Theorien als Grundlage dienen. Im Zusammenhang mit dem Thema Geschlecht und Arbeit werden sozial-ökologische Transformationen von Produktions- und Reproduktionsprozessen analysiert, insbesondere im Kontext von Gewerkschaften und intersektionalen Bewegungen. Im Feld Haus-Halten widmen sich die Forschenden der reproduktiven Arbeit und deren historischer Entwicklung sowie ihrer Darstellung in der Literatur. Queer Sustainabilities erweitert den Begriff der Nachhaltigkeit, indem es subjektive Erfahrungen und Repräsentationen Marginalisierter einbezieht, während Environmental Intersectional Justice diese Themen auf struktureller Ebene betrachtet.