LOEWE

Die Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (kurz: LOEWE) ist ein 2008 aufgelegtes Exzellenzprogramm des Landes Hessen zur Förderung herausragender und zukunftsweisender Forschungsvorhaben, das Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen national und international konkurrenzfähiger machen soll.

Das LOEWE Programm setzt gezielte wissenschaftspolitische Impulse, um die hessische Forschungslandschaft positiv und nachhaltig zu stärken und ermöglicht hessischen Hochschulen ggf. in Kooperation mit Forschungseinrichtungen, profilbildende wissenschaftliche Schwerpunkte zu entwickeln.

LOEWE fördert herausragende wissenschaftliche Verbundvorhaben, insbesondere auch eine intensive Vernetzung von Wissenschaft, außeruniversitärer Forschung und Wirtschaft in fünf Förderlinien:
• Förderlinie 1: LOEWE-Zentren
• Förderlinie 2: LOEWE-Schwerpunkte
• Förderlinie 3: LOEWE-KMU-Verbundvorhaben
• Förderlinie 4 a/b: LOEWE-Spitzen-Professuren/LOEWE-Professuren
• Förderlinie 5: LOEWE-Exploration

In­for­ma­tio­nen zum Ver­fah­ren

Die Förderlinien 1 (LOEWE Zentren) und 2 (LOEWE Schwerpunkte) werden in einem zweistufigen Verfahren umgesetzt. Die Beteiligung an diesem Förderprogramm mit aussichtsreichen Anträgen ist von besonderer Bedeutung für die wissenschaftliche Entwicklung und Profilbildung der Universität Kassel und wird durch das Präsidium nach Kräften unterstützt. Die Ausschreibung erfolgt durch das HMWK i.d.R. zum 1. Dezember eines Jahres. Insgesamt drei Skizzenvorschläge können von der Hochschulleitung jeweils zum 15. April eines Jahres eingereicht werden. Um geeignete Initiativen zu identifizieren, wird in einem vorgeschalteten hochschulinternen Verfahren durch das Präsidium eine Auswahl getroffen.

Mit der im August 2020 neu eingeführten Förderlinie 5 – LOEWE Exploration soll die Möglichkeit eröffnet werden, neuartige, hoch innovative und gewagte Forschungsideen umzusetzen, die das aktuelle wissenschaftliche Verständnis in Frage stellen oder substanziell erweitern. Die Förderung richtet sich auf eine zeitlich begrenzte, explorative Phase, in der die Tragfähigkeit eines neuen bzw. unkonventionellen Forschungsansatzes erprobt werden soll. Risiko, Mut zum Scheitern und unerwartete Befunde sind integrale Bestandteile des Programms. Anträge können nur im Zuge einer Ausschreibung des HMWK eingereicht werden. Ausschreibungen erfolgen i.d.R. zweimal im Jahr.

An­trags­ver­fah­ren För­der­li­ni­en 1 - LOEWE Zen­tren und 2 - LOEWE Schwer­punk­te

Das Präsidium bittet die Fachgebiete über die Dekanate, ihre Absichtserklärung mit Skizze im vorgegebenen Format bis zum 1. November einzureichen. Nach Auswahl ist die Skizze üblicherweise in enger Abstimmung mit dem Forschungsservice bis Anfang April entsprechend dem vorgegebenen Format der LOEWE-Geschäftsstelle auszuarbeiten. Die Einreichung erfolgt über das Präsidium. Die weiteren Schritte des Auswahlverfahrens entnehmen Sie bitte der Homepage der LOEWE-Geschäftsstelle.

An­trags­ver­fah­ren För­der­li­nie 5 - LOEWE Ex­plo­ra­ti­on

Anträge können nur im Zuge einer Ausschreibung des HMWK eingereicht werden. Ausschreibungen erfolgen i.d.R. zweimal im Jahr. Die Einreichung eines Antrages ist vonseiten der Beteiligten, spätestens mit Abgabe des Antrags, der Leitung der Einrichtung anzuzeigen. Anonymisierte Antragsunterlagen, d. h. Identität, Karrierestadium und institutionelle Zugehörigkeit der beteiligten Wissenschaftler*innen dürfen daraus nicht hervorgehen. Verweise auf eigene Publikationen sind nur insoweit zulässig, als daraus keine Rückschlüsse auf die Identität der beteiligten Wissenschaftler*innen möglich sind.

LOEWE För­der­li­ni­en

Fördervolumen:
1,5 bis 6 Mio. € p.a. für max. 7 Jahre mit vierjähriger Anlaufphase, Evaluation und dreijähriger Weiterförderung zur Verstetigungsphase; Personal-, Sach- und Investitionskosten, Infrastruktur- und Verwaltungskosten

Ziel:
Bereits etablierte, drittmittelstarke Forschungsverbünde an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sollen in für Hessen bedeutsame Themenfelder aufgreifen und zu international sichtbaren und konkurrenzfähigen Forschungskomplexen weiterentwickelt werden.

Auswahlkriterien:
Qualität der Forschung; Reputation der Antragstellenden; Potenzial für nachhaltige Strukturentwicklung in der hessischen Forschungslandschaft; Einbettung in die langfristige Strategie der am Antrag beteiligten Einrichtungen

Fördervolumen:
0,5 bis max. 1,2 Mio. € p.a. für 4 Jahre (inkl. Overheadpauschale); Personal-, Sach- und Investitionskosten, Infrastruktur- und Verwaltungskosten.

Ziel:
Entwicklung exzellenter Forschungsschwerpunkte an hessischen Hochschulen

Auswahlkriterien:
Innovationsfähigkeit; Strukturbildung; Vernetzung; Reputation sowie Drittmittelperspektive in der Verbundförderung der DFG, des Bundes und der EU

Antragsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer abgeschlossenen Promotion, die an einer Hochschule des Landes Hessen arbeiten und eine mindestens zweijährige Forschungserfahrung inklusive internationaler Publikationstätigkeit nachweisen können.

Fördervolumen:
200.000 bis max. 300.000 Euro (inkl. Overheadpauschale) für max. zwei Jahre (100.000 bis max. 150.000 Euro p. a.); Personal- und Sachkosten

Ziel:
Umsetzung neuartiger, hoch innovativer und gewagter Forschungsideen; Erprobung neuer, unkonventioneller Forschungsansätze

Auswahlkriterien:
Originalität und Neuartigkeit der Idee, transformatives Potenzial; schlüssige Planung der Umsetzung, um die Idee merklich voran zu bringen

Zu den Antragsunterlagen der LOEWE-Geschäftsstelle

Link zur LOEWE-Geschäftsstelle: Weiter

LOEWE För­der­richt­li­nie und Zeit­plan der ak­tu­el­len Aus­schrei­bun­gen

Die Förderrichtlinie Stand August 2020 beinhaltet alle wichtigen Informationen für LOEWE-Förderungen ab der 15. Förderstaffel. Darüber hinaus finden Sie hier einen Verweis auf die Fristen und Termine der aktuellen Ausschreibungen.

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