SDG-Gra­du­ier­ten­pro­gramm

Zur weiteren Stärkung des Themas Nachhaltigkeit als einem von zwei zentralen Forschungsschwerpunkten an der Universität, hat das Gründungsdirektorium des neuen wissenschaftlichen Zentrums für „Nachhaltige Entwicklung und Transformationen“ mit Zustimmung des Präsidiums die Einrichtung eines Graduiertenprogramms entlang der Sustainable Development Goals (SDGs) beschlossen. Der Aufbau dieses SDG-Graduiertenprogramms dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und hat die Weiterentwicklung von Promotionsumgebungen hin zu strukturierten Graduiertenprogrammen zum Ziel. Förderfähig sind Fachgebietskonsortien zu einem innovativen Forschungsthema im Spektrum der Sustainable Development Goals mit Potenzial zur Verstetigung, z. B. als DFG-Graduiertenkolleg. Es ist die Einrichtung von bis zu zwei Graduiertengruppen vorgesehen.

Ziel­grup­pe und Pro­gramm­be­schrei­bung

Antragsberechtigt sind Personen mit Promotionsrecht. Das interdisziplinär angelegte Forschungsvorhaben soll inhaltliche Schnittstellen zwischen mindestens zwei SDGs betreffen. Auch soll ersichtlich werden, wie und in welchen Schritten externe Mittel für ein größeres Verbundvorhaben eingeworben werden.

Die AntragstellerInnen sollen an der Universität Kassel beschäftigt, über die gesamte Projektdauer hinweg promotionsberechtigt sein und innerhalb des Teams aus mindestens zwei unterschiedlichen Clustern (Technik, Natur, Gesellschaft, Kultur) stammen.

Formate strukturierter und gemeinsamer Promotionsbetreuung sind vorgesehen. Zudem sollen Beiträge zur Graduiertenförderung am neuen Wissenschaftlichen Zentrum geleistet werden.

In­hal­te des An­trags

1. Angaben zu den Antragsstellerinnen und Antragsstellern (CV, fünf wichtige Publikationen mit Bezug zum Forschungsthema, Drittmittelprojekte der letzten fünf Jahre im Anhang).

2. Projektdarstellung:

  • Inhaltliche Darstellung des Forschungs- und Organisationskonzepts sowie der Vorarbeiten,
  • Planung zur Beteiligung von Doktorand*innen,
  • Skizze eines Qualifizierungsangebots,
  • avisierte Drittmittelförderung, Verstetigungsperspektive und Erläuterung, warum die Bewerbung bei dieser Förderinstitution einschlägig und aussichtsreich ist,
  • Zeit- und Arbeitsplan für die Förderung,
  • ggf. Bezüge zu bestehenden Graduiertenzentren und
  • Kostenplan ggfs. inklusive der Eigenmittel/Sachmittel der beteiligten Fachgebiete; Verteilung der Fördermittel im Konsortium.

Der Umfang des Antrags ist auf zehn Seiten begrenzt (ohne Anhang).

Er­war­te­te Leis­tun­gen wäh­rend der För­de­rung

  • Aufbau einer strukturierten Promotionsumgebung entlang einer innovativen Fragestellung mit Bezug zu mindestens zwei Sustainable Development Goals,
  • Mehrfachbetreuung der Promovierenden durch mindestens zwei promotionsberechtigte Personen,
  • Beitrag zu SDG Graduiertenförderung, Vorhalten eines strukturierten fachlichen Qualifizierungsangebots mit Zeitplan über die
  • Laufzeit des Programms ergänzt durch die Nutzung von überfachlichen strukturierten Angeboten,
  • Entwicklung eines anschlussfähigen Drittmittelantrags innerhalb des Förderzeitraums, Erstentwurf eines Antrags und Publikationsstrategie nach ca. 12 Monaten, überarbeiteter Entwurf nach ca. 24 Monaten; Einreichung spätestens nach 36 Monaten und
  • Rechenschaftslegung.

Lauf­zeit und Ent­schei­dungs­ver­fah­ren

Der Förderzeitraum umfasst 3,5 Jahre zwischen 2022 und 2025.

Die Antragsfrist endet am 30.09.2021; der Förderbeginn ist zum 01.02.2022 geplant. Gefördert werden bis zu zwei Gruppen.

Zur Vorbereitung des entsprechenden Präsidiumsbeschlusses wählt eine Kommission, bestehend aus drei Mitgliedern des Gründungsdirektoriums (ausgeschlossen sind Antragsteller*innen) sowie drei externen Mitglieder anderer Universitäten, Konsortien für die Förderung aus. Auf eine angemessene Verteilung der Fachkompetenz innerhalb der Kommission über die verschiedenen Cluster hinweg wird geachtet. Zusätzlich ist auf Beschluss der Auswahlkommission eine Begutachtung durch weitere Expert*innen möglich.

För­der­um­fang

Die ausgewählten Konsortien erhalten jeweils vier (oder drei zuzüglich umfangreicherer Ausstattungsmittel) 0,66 VZÄ EG 13 TV-H-Stellen zur Beschäftigung von Promovierenden über die Laufzeit von 3,5 Jahren. Die Beschäftigung von Promovierten ist möglich. Die Stellen sind grundsätzlich teilbar, wenn sie durch Eigenmittel auf jeweils angemessene Vertragsumfänge ergänzt werden. Gefördert werden insgesamt bis zu zwei Projekte.

Des Weiteren können Sachmittel für Büroausstattung beantragt werden. Darüber hinausgehende Sachmittel müssen durch geringere Personalkosten (vergleiche Konsortium mit drei 0,66 VZÄ EG 13 TV-H-Stellen zuzüglich umfangreicherer Ausstattungsmittel) realisiert werden.

Ver­fah­rens­ver­ant­wor­tung und An­trags­stel­lung

Referat für Entwicklungsplanung

Ansprechperson
Dr. Malte Lassen
E-Mail-Kontakt

Anträge sind an das Gründungsdirektorium unter vp-organisationskultur[at]uni-kassel[dot]de mit dem Betreff „Antrag SDG-Graduiertenprogramm“ zu richten.