Kut­sche­ra

State­ment der Universität Kassel am 03.08.2020

Die Äußerungen von Ulrich Kutschera empören. Mehrfach und frühzeitig hat sich die Universität deutlich distanziert. Wir haben den Ausgang der heutigen Verhandlung gegen den Kasseler Biologieprofessor mit großem Interesse verfolgt. Herr Kutschera wurde wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Noch ist dieses erstinstanzliche Urteil aber nicht rechtskräftig.

Für verbeamtete Hochschullehrer gilt das Hessische Disziplinargesetz, nach welchem ein mögliches Disziplinarverfahren solange ruht, bis in einem Strafverfahren in gleicher Sache ein rechtskräftiges Urteil vorliegt.

Positiv in die Zukunft gewendet können wir sagen: Das Berufungsverfahren für die Nachfolge von Herrn Kutschera ist auf einem sehr guten Weg, denn ein Ruf wurde bereits erteilt.

„Diskriminierung und Beleidigung von Minderheiten und diverser Lebensformen gehören nicht an die Universität Kassel. Dies haben wir immer wieder deutlich gemacht. Gemeinsam mit der großen Mehrheit unserer Hochschullehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden vertrete ich die Auffassung, dass Universitäten Orte der Aufklärung, des freiheitlich-liberalen Denkens sowie einer kritisch-diskursiver Wissenschaft sind“, sagt Prof. Dr. Reiner Finkeldey, Präsident der Universität Kassel.

Die Universität Kassel hatte sich mehrfach entschieden gegen umstrittene Äußerungen des Biologen positioniert, zuletzt vor 14 Tagen zum Beginn des Prozesses. https://www.uni-kassel.de/uni/aktuelles/aus-der-hochschule/stellungnahmen-der-hochschule/stellungnahme-zum-strafprozess-gegen-prof-dr-ulrich-kutschera-stand-7/2020