Min­dest­lohn

Seit 2015 gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn. Seit dem 01.01.2020 beträgt er 9,35 Euro die Stunde.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine Broschüre speziell zum Mindestlohn für Studierende erstellt.


Für Studierende und Absolventinnen/Absolventen in der Übergangsphase zwischen Studium und Beruf sind insbesondere die Auswirkungen auf Nebenjobs, Praktika und Volontariate/Traineestellen relevant.

  • Nebenjobs (auch Minijobs) für Volljährige fallen grundsätzlich unter den Mindestlohn.
  • Volontariate/Trainee sind als Begriffe gesetzlich nicht definiert und geschützt. Somit tauchen sie im Gesetz nicht auf. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob ein den Mindestlohn betreffendes Arbeitsverhältnis oder Ausbildungsverhältnis nach Berufsbildungsgesetz vorliegt.
  • Praktika fallen auch unter den Mindestlohn, es gibt aber mehrere Ausnahmen. So sind universitäre Pflichtpraktika ausgenommen, ebenso studienbegleitende Praktika bis zu drei Monaten Länge sowie Orientierungspraktika von bis zu drei Monaten Länge, die vor oder während des Studiums absolviert werden.

Was steht ge­nau im Ge­setz?

Hier finden Sie den Gesetzestext. Das Bestimmungen zum Praktikum werden in §22 geregelt.


Wann wirkt der Min­dest­lohn für Prak­ti­kan­ten?

Über diesen Link können Sie direkt auf der Internetseite des Bundesministeriums herausfinden, ob Ihr Praktikum Mindestlohnpflichtig ist.


Wo kön­nen spe­zi­el­le Fra­gen ge­stellt wer­den?

Das Bundesministerium hat für konkrete Fragen eine Service-Hotline eingerichtet.


Was be­deu­tet der Min­dest­lohn kon­kret?

Bei einer 40 Stunden-Stelle/Woche bedeutet der Mindestlohn von 9,35 Euro ein Bruttomonatsgehalt von knapp 1.600 Euro.
Zum Vergleich: Im Öffentlichen Dienst liegt das durchschnittliche Monatsgehalt für Berufseinsteiger mit Bachelor (Gehaltsgruppen E 9/E 10, Stufe 1) bei etwa 3.000/3.400 Euro und für Master (E 13, Stufe 1) bei etwa 4.000 Euro.

Das Ministerium stellt einen Mindestlohn-Rechner zur Verfügung.

Alle Angaben ohne Gewähr.