Ge­schich­te

Die Freundesgesellschaft der Universität Kassel entstand aus einer Initiative Kasseler Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Gründung einer Universität in Kassel stark machten. Bereits ab 1964 wurde eine – medizinische - Hochschule gefordert. 1968 begann der Arbeitskreis Universität Kassel aus Bürgerinnen und Bürgern, dem Oberbürgermeister und den Landkreisen intensiv, die politische Forderung nach einer akademischen Bildungseinrichtung mit naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt für Kassel zu stellen. Der Arbeitskreis hat durch seine engagierte, zielstrebige Arbeit entscheidend zur Gründung der Gesamthochschule Kassel (heute Universität Kassel) im Jahre 1971 beigetragen.

1977 ging aus dem "Arbeitskreis Gesamthochschule Kassel" der Kasseler Hochschulbund (KHB) hervor. Bis 2010 war die Universitätsgesellschaft Kassel e.V. (UGK) unter dem Namen Kasseler Hochschulbund e.V. tätig. Heute begleitet die UGK die Universität Kassel in ihrer außerordentlich erfolgreichen Entwicklung und verbindet sich damit.

Vom Ar­beits­kreis zur Uni­ver­si­täts­ge­sell­schaft

Im Folgenden werden die anhand des Vereinsregisters verfügbaren Informationen zur Besetzung der jeweiligen Vorstandsfunktionen des Arbeitskreises Gesamthochschule Kassel bzw. des Kasseler Hochschulbunds resp. der Universitätsgesellschaft Kassel benannt. Ergänzungen und Korrekturen werden gerne eingearbeitet (bitte Mail an: info@uninetz-kassel.de)

In seinem Beitrag „Vorspiele zur Gesamthochschule Kassel: Ein geschichtlicher Aufriß“ schildert Dr. Karl Fritz Heise die Gründungs- und Aufbaujahre der Kasseler Hochschule. Er war ab 1975 Geschäftsführer des Kasseler Hochschulbunds. Im Hauptberuf war Heise Leiter des Kasseler Amtes für Kulturpflege. Der Beitrag ist entnommen aus „Gesamthochschule Kassel 1971-1981: Rückblick auf das erste Jahrzehnt“, herausgegeben von Norbert Kluge, Aylâ Neusel, Christoph Oehler, Ulrich Teichler. Johannes Stauda Verlag Kassel, 1981.


1969

Der Arbeitskreis Gesamthochschule Kassel wird am 23. September 1969 ins Vereinsregister des Amtsgerichts Kassel eingetragen.

Vorstandsmitglieder sind:

Dr. Josef Rust, Staatssekretär a.D. als Vorsitzender, Dr. Erich Reimann, Fabrikdirektor Kassel, (Stellv. Vorsitzender), Richard Häusler, Direktor der Landeskreditkasse Kassel, Heinz Jünemann, Kreisvorsitzender des DGB-Kreises Kassel, Witzenhausen, Hans Mangold, Direktor der hessischen Brandversicherungsanstalt Kassel, Karl Reuter, Direktor der Stadtsparkasse Kassel, Norman van Scherpenberg, Direktionsassistent Kassel, Dr. Walter Vigener, Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel.

Quelle: Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel vom 23.9.1969

Für einige Mitglieder des Arbeitskreises Universität Kassel war die 1971 gegründete integrierte Gesamthochschule Kassel zwar nicht die Hochschule, die sie sich wünschten, nachdem das Land eine Gesamthochschule - ohne Medizin und Jura - eingerichtet hatte. Dennoch ging das Engagement unermüdlich weiter. So entwickelte man beispielsweise das Format der Kasseler Hochschulwochen. Wissenschaftler der Hochschule boten, von dem Arbeitskreis Gesamthochschule Kasseler organisiert, Vortragsveranstaltungsreihe in Kassel und in der Region an. Ziel war, die Gesamthochschule Kassel bekannt zu machen und ihre regionale Verankerung zu stärken. Im folgenden Vorwort zur Dokumentation der 1. Kasseler Hochschulwoche vom 14. bis 18. Mai 1973 hat der Vorsitzende des Arbeitskreises Gesamthochschule Kassel, Prof. Dr. Georg Wannagat, verfasst. Die Textstelle ist dem Band „1. Kasseler Hochschulwoche/ 14. bis 18.Mai 1973“ entnommen; dieser wurde herausgeben vom Arbeitskreis Gesamthochschule Kassel, 200 Seiten, Bärenreiter Verlag, Kassel, 1974.
 

Vorwort

 In der Zeit von 14. bis 18. Mai 1973 führte der Arbeitskreis Gesamthochschule Kassel die  „1. Kasseler Hochschulwoche“  durch.

Der Arbeitskreis ist eine im Jahr 1969 gegründete Vereinigung von Bürgern und Institutionen, die durch ihre Initiative wesentlich zur Errichtung der Gesamthochschule Kassel beigetragen hat. In den vergangenen Jahren hat der Arbeitskreis maßgeblich an der Planung der Gesamthochschule mitgewirkt, hat Arbeitsausschüsse eingesetzt und war im Gründungsbeirat der Hochschule vertreten. Auch nach Errichtung der Hochschule – dem ersten Modell„ einer Integrierten Gesamthochschule“ in der Bundesrepublik Deutschland – im Jahre 1971 – sieht es der Arbeitskreis als eine seiner vordringlichen Aufgaben an, die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Bevölkerung der nordhessischen Regionen und der Gesamthochschule Kassel zu intensivieren.

Die „1. Kasseler Hochschulwoche“ trug dazu bei, die Angehörigen der Hochschule und die nordhessischen Bürger über die Gesamthochschule Kassel, ihre Tätigkeit und ihre Probleme zu informieren. Wegen des regen Interesses an dieser Veranstaltung – bei der Eröffnung waren etwa 1200 Besucher im Staatstheater Kassel anwesend – hat sich der Arbeitskreis zur Herausgabe dieses Sammelbandes entschlossen. Das Programm der „1. Kasseler Hochschulwoche“ war breit gefächert. Es erstreckte sich über Beiträge sowohl zur allgemeinen Hochschul- und Bildungspolitik als auch zur regionalen Bedeutung der Gesamthochschule Kassel für die Stadt Kassel und die nordhessische Region bis hin zu fachwissenschaftlichen Referaten.

Wir hoffen, mit der Veröffentlichung dieser Beiträge einen größeren Leserkreis ansprechen und dazu beitragen zu können, der nordhessischen Region und ihrer Bevölkerung gefördert und vertieft wird.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Gesamthochschule Kassel, Prof. Dr. Georg Wannagat


1970

Vorsitzender ist Dr. Josef Rust; Stellvertretende Vorsitzende sind Prof. Dr. H.U. Asemissen, Stadtrat Wolfgang Becker, Stadtschulrat Kassel,  Dipl.-Ing. Theodor Hennig, Heinrich Kohl (Landrat Frankenberg, MdL),  Gustav Ludwig (1. Vorsitzender DGB-Kreisverband Kassel), Dr. Renate von Trott zu Solz, Stadtverordnete. Beisitzer sind Walter Heilwagen, Eitel Oskar Höhne (Landrat), Fred Link, Prof. Dr. med. Wilhelm Wepler, Chefarzt Stadtkrankenhaus Kassel, Richard Häusler und Dr. Walter Vigener. Ausgeschieden sind: Dr. Erich Reimann, Heinz Jünemann, Hans Mangold, Karl Reuter, Dr. Norman von Scherpenberg.

Quelle: Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel am 4.6.1970


1972

Neu gewählt wurden Prof. Dr. Georg Wannagat, Präsident des Bundessozialgerichts Kassel, (Vorsitzender) Prof. Dr. Klaus Barner, Hochschullehrer Gesamthochschule Kassel, Prof. Dr. Hans-Karl Beckmann, Hochschullehrer Gesamthochschule Kassel, Norbert Berentz, Studenten der Gesamthochschule Kassel, Dr. Josef Rust als stellvertretende Vorsitzende. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Prof Asemissen.

Quelle. Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel von 19.10.1972


1974

Bis März 1970 befand sich der Sitz des Arbeitskreises im Schloss Bellevue (kostenfrei). Die Stadt Kassel stellt ab März 1974 mietkostenfrei zwei Räume im 1. Obergeschoß des Gebäudes Ständeplatz 16 zur Verfügung. Quelle: Briefwechsel, Geschäftsstelle.


1975

Dr. Karl Branner wird erneut zum Vorsitzenden gewählt, stellvertretende Vorsitzende wird Barbara Dierichs. Dem Vorstand gehören als stellvertretende Vorsitzende Dr. Renate von Trott zu Solz, Prof. Dr. Lucius Burckhard, Stadtrat Wolfgang Becker, Sonderschuldirektor Klaus Thümmler und Prof. Dr. Günter Hartfield an. Weitere Vorstandsmitglieder sind Theodor Henning, Dr. Josef Rust, Alfred Schmidt (MdL) und Ralph Lüdtke (Wissenschaftlicher Mitarbeiter).

Quelle: Protokoll der Mitgliederversammlung am 27.11.1975

Ehrenamtlicher Geschäftsführer ist Dr. Karl Fritz Heise bis circa 1984.  Seit 1969 leitet er das Amt für Kulturpflege in Kassel. Er war zuvor freier Journalist tätig und seit 1959 ehrenamtlicher Geschäftsführer der Asiatisch-Afrikanischen Studentenföderation an der Uni Göttingen. Siehe auch seinen Beitrag „Vorspiele zur Gesamthochschule Kassel“.

 

VORSPIELE ZUR GESAMTHOCHSCHULE. EIN GESCHICHTLICHER AUFRISS

Karl Fritz Heise

Als am 18. Juni 1970 der Hessische Landtag in 3. Lesung mit den Stim-
men der SPD, CDU und FDP, bei Stimmenthaltung der NPD, das Gesetz über die Errichtung einer Gesamthochschule in Kassel verabschiedete, da geschah das in der Überzeugung, dass in Kassel bereits vorhandene Höhere Fachschulen verschiedenster Zielsetzung und die Staatliche Hochschule für bildende Künste eine breite Basis boten, um in Kassel eine wissenschaftliche Hochschule zu errichten. Sie ist inzwischen in die Reihe der Universitäten des Landes, kraft Gesetz, eingetreten.
 

Der Grundstock: Die Höheren Fachschulen und die Hochschule für
bildende Künste

Zum Zeitpunkt der Gründung waren in Kassel folgende Einrichtungen
vorhanden: Die Staatliche Hochschule für bildende Künste, an der eine Ausbildung in allen Arten künstlerischer Gestaltung möglich war und die auch Kunsterzieher für das Höhere Lehramt heranbildete (ca. 450 Studierende); die Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen (ca. 500 Studierende); die Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen mit den Abteilungen Hochbau und Ingenieurbau (ca. 300 Studierende); die Staatliche Höhere Wirtschaftsfachschule (über 300 Studierende); die Höhere Fachschule für Sozialpädagogik der Stadt Kassel (ca. 70 Studierende); das Pädagogische Fachinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern in musisch-technischen Fächern (ca. 300 Studierende); eine Kirchlichem Höhere Fachschule für Sozialarbeit (ca. 100 Studierende) sowie ferner, im weiteren Einzugsbereich der Stadt Kassel, die Ingenieurschule für Landbau und die Deutsche Ingenieurschule für ausländische Landwirtschaft in Witzenhausen (insgesamt ca. 200 Studierende).


Vorhandene Bibliotheken

Für den Bereich des zu planenden integrierten Gesamt-Bibliothekssystems wurde davon ausgegangen, dass folgende Bibliotheksbestände einen gewissen Grundstock boten: Außer der Murhardschen Bibliothek der Stadt Kassel und Landesbibliothek (MuLB) (300.000 Bde.) mit ihrer universellen Sammelaufgabe gab es in Kassel eine Reihe von wissenschaftlichen Spezialbibliotheken. Am Sitz der beiden hier tätigen Bundesgerichte entwickelten sich seit 1954 die Bibliotheken des Bundessozialgerichtes (60.000 Bde.) und des Bundesarbeitsgerichtes (30.000 Bde.) als juristische Spezialbibliotheken; diese Bibliotheken wurden ergänzt durch eine etwa 10.000 Bände umfassende Sammlung mit Literatur zum Verwaltungsrecht im Regierungspräsidium und den recht umfangreichen Handbibliotheken im Landgericht, im Verwaltungsgericht und im Hessischen Verwaltungsgerichtshof. Seit 1950 bestand eine theologische Spezialbibliothek des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche von
Kurhessen-Waldeck (25.000 Bde.) Die inzwischen vereinigten Bibliotheken der Werkkunstschule (6.200 Bde.) und der Staatlichen Hochschule für bildende Künste (7. 500 Bde.) sowie vor allem die Kunstbibliothek der Staatlichen Kunstsammlungen (30.000 Bde.) enthielten jeweils mehr
oder minder umfangreiche Sammlungen von Literatur zur allgemeinen und speziellen Kunstgeschichte. Eine umfassendere Bibliothek mit pädagogischer Literatur (20.000 Bde.) war der Außenstelle Kassel des Hessischen Instituts für Lehrerfortbildung angegliedert. Spezielle wirtschaftswissenschaftliche Literatur sammelte die Bibliothek der Industrie- und Handelskammer (8.000 Bde.) Den wissenschaftlichen Vorbereitungen der industriellen Fertigung dienten die Werksbibliotheken der Rheinstahl Henschel AG (13.000 Bde.) der Wintershall AG (4.000 Bde.) und der Glanzstoff Spinnfaser AG (4.000 Bde.) Technische Literatur fand sich in den Bibliotheken der Staatlichen Ingenieurschulen für Bauwesen (5.000 Bde.) und für Maschinenwesen (3.300 Bde.) Die Amerikanische Bücherei (17.500 Bde.) hatte amerikanische Literatur aller Bereiche in umfassendem Sinne gesammelt und eröffnete ihren Besuchern schnelle Informationsmöglichkeiten. Die geplante Einrichtung einer medizinischen Fachbibliothek als Abteilung der Murhardschen und Landesbibliothek im Bereich des Akademischen Lehrkrankenhauses sollte die Versorgung mit medizinischer Fachliteratur, vor allem mit den Zeitschriften dieses Fachgebietes, wesentlich verbessern. Als allgemeine Bildungsbibliothek diente die Stadtbücherei (StB) Kassel (100.000 Bde.) mit ihrem ausgedehnten Sachbuchbestand an umfassender Information, fachlicher Weiterbildung und Jugendbildung.

Zwei dieser Bibliotheken - MuLB und StB - hatten bereits begonnen, sich mit dem Ziel engerer Zusammenarbeit zu einem Bibliotheksorganismus mit wohl abgestimmter Aufgabenverteilung zu konsolidieren. So entlastete die unter gleicher Leitung stehende StB die MuLB von den Aufgaben einer allgemeinen Bildungs- und Lesebibliothek für die Bürger der Stadt. Andererseits ergänzte die MuLB die öffentlichen Kirchen-, Hoch- und Fachschulbibliotheken sowie die Bibliotheken der Bundesgerichte mit allgemeiner und allgemein fachlicher Literatur. lm Laufe der weiteren Entwicklung der Hochschule wurde aufgrund eines besonderen Vertrages die Murhardsche Bibliothek im Jahre 1976 in die Verwaltung des Landes überführt.

Die hier eben gegebene Übersicht über die bei Gründung der Gesamthochschule Kassel vorhandenen Lehr- und Forschungseinrichtungen sowie Bibliotheken zeugen von dem Faktum, dass diese neue Hochschule nicht auf Sand gebaut wurde. Eine jahrhundertelange Entwicklung mit Initiativen und oft auch danach ergebnislosem Auslaufen hatte zu dieser respektablen Breite von kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen geführt. Auch die Museen mit ihren großen Beständen gaben und geben der Stadt eine Atmosphäre, in der sich geistiges Leben wohl zu entwikkeln vermag. Und schließlich darf die Musikgeschichte dieser Stadt nicht unerwähnt bleiben, wenn man von dieser Atmosphäre spricht. - Im Folgenden sollen daher die Bemühungen skizziert werden, die in den letzten Jahrhunderten auf die Ansiedlung von wissenschaftlichen Schulen abzielten.


Geschichtliche Entwicklung

Das politische wie das kulturelle Leben des nordhessischen Raumes war in den letzten Jahrhunderten von seinen Fürsten bestimmt. Als im 17. Jahrhundert Marburg mit seiner Universität dem Fürstenhaus verloren gegangen war, erhielt Kassel für 20 Jahre von 1633 bis 1653 eine Universität, die aus dem "Collegium Adelphicum" entstanden war. Als Marburg an das Herrscherhaus zurückfiel, schien eine Landesuniversität nicht mehr notwendig zu sein. Doch wurde bereits 60 Jahre später (1709) das "Collegium Carolinum" gegründet, an dem Physik, Mathenatik und Medizin gelehrt wurden.

Die erste deutsche polytechnische Lehranstalt erhielt Kassel im Jahre 1832. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts bestand die Möglichkeit, in Kassel eine Technische Hochschule zu bekommen, doch hätte die Stadt Kassel einen Betrag von 80.000 Talern aufbringen müssen, um die Absicht der Preußen, die sich 1866 Hessen einverleibt hatten, zu unterstützen. Da die Stadt sich dazu nicht in der Lage fühlte, kam die Technische Hochschule nach Aachen.

Ein weiterer Schritt auf dem Wege zur künftigen Gesamthochschule wurde 1777 mit der Gründung der Zeichen-, Maler- und Bildhauerakademie begangen. Sie wurde 1918 in "Kunstakademie" umbenannt, 1932 geschlossen. Als "Kunsthochschule des Landes Hessen" wurde sie nach dem letzten Kriege wieder eröffnet und mit der Staatlichen Werkkunstschule gemeinsam in die "Hochschule für bildende Künste" überführt. 1930 erhielt Kassel mit einer Pädagogischen Akademie einen neuen Ansatz, die zu großen Hoffnungen berechtigte. Leider wurde dieser Versuch nach einigen Jahren wieder abgebrochen, da dem preußischen Staat das Geld ausgegangen war.


Initiativen in der Gegenwart

In dem Bemühen, der aus dem Bombenschutt mühevoll aufgebauten Stadt Kassel die Chance zu einer neuerlichen Überhöhung des wirtschaftlichen und geistigen Lebens zu geben, entwickelte im Jahre 1958 der damalige Bürgermeister und spätere Oberbürgermeister Karl Branner zum ersten Mal in der Öffentlichkeit seine Gedanken über Kassel als Standort einer Universität. Er war zu der Zeit Wirtschaftsdezernent.

Die Fakten, die durch die 80%ige Zerstörung der Stadt während des Luftkrieges geschaffen waren, bestimmten die Wirtschaftskraft der Stadt.
Durch die Teilung Deutschlands war der Industrie- und Handelskammer Kassel die Hälfte ihres Hinterlandes in Thüringen um Mühlhausen herum verlorengegangen. K. Branner richtete als Wirtschaftsdezernent in Kassel Universitätswochen ein, an denen die um Kassel liegenden hessischen Hochschulen, eingeschlossen das niedersächsische Göttingen, beteiligt wurden. 1964 wurden die Universitätswochen zum ersten Mal veranstaltet. Hierbei äußerte er Gedanken über die Möglichkeit der Bildung einer Medizinischen Akademie. Auch schien ihm der Gedanke angebracht, Kassel als Sitz einer Technischen Hochschule zu wählen. Er bedauerte in diesem Zusammenhang, dass es nicht bereits 1866 zur Gründung einer solchen Hochschule in Kassel gekommen sei. Seit dieser Zeit wurden die Gedanken an die Gründung einer wissenschaftlichen Hochschule im nordhessischen Raum sowohl in der Presse wie im Rundfunk und Fernsehen immer breiter erörtert. Der heutige Leiter des Studio Kassel des Hessischen Rundfunks, Kurt Morneweg, analysierte in zahlreichen Interviews mit vielen Persönlichkeiten, wie auch dem damaligen Ministerpräsidenten Georg August Zinn, die Gegebenheiten Nordhessens und bestand immer wieder auf der Forderung nach einer Hochschule.

In den Jahren 1962 bis 1964 richtete sich das Streben der Politiker in Kassel auf die Errichtung einer medizinischen Akademie. Ausgelöst waren diese Bemühungen durch die Notwendigkeit, die Kliniken der Stadt zu modernisieren und auf die Bedürfnisse des Umlandes von Kassel auszurichten. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates schienen die Perspektiven eröffnet zu haben. Der Magistrat der Stadt behandelte diese Fragen am 26. März 1962, wenige Wochen später die Kasseler Stadtverordneten1. Die Ärzteschaft des Stadtkrankenhauses legte ihre Überlegungen in einer Denkschrift über eine medizinische Akademie in Kassel ebenfalls nieder. Der damalige Hessische Kultusminister Schütte wollte die Frage der medizinischen Akademie in einer Sachverständigenkommission klären lassen. Ein Jahr später lebte die Diskussion in veränderter Form, nämlich mit der Zielsetzung einer 2. Medizinischen Fakultät der Universität Marburg in Kassel, wieder auf. Die Stadt Kassel ergriff selbst die Initiative zu einem Gespräch mit der Universität Marburg. Seit dieser Zeit betrieb die Stadt intensiv den Ausbau ihrer Kliniken, und sie zog ebenso systematisch habilitierte Ärzte heran, die zugleich Lehraufträge an anderen Universitäten ausführten. Dennoch gelang es nicht, mit diesen Intentionen voranzukommen.

Nach diesem Versuch, sozusagen auf einem schmalen Weg erste Bastionen zu errichten, wandte sich das Interesse wiederum großen Lösungen zu. Am 4. Mai 1966 stellte die Stadtverordnetenfraktion der SPD den Antrag, Kassel zum Standort einer naturwissenschaftlich-technischen Universität zu machen. Die Stadtverordnetenversammlung stellte sich einstimmig hinter diesen Antrag und beauftragte den Magistrat, vorbereitende Gespräche zur Errichtung einer naturwissenschaftlich-technischen Universität zu führen. Das Land Hessen reagierte auf das ständige Drängen Kassels mit Zurückhaltung. Letztlich war diese Einstellung verständlich, da das Land, das in der Bundesrepublik mit seiner Hochschulpolitik eine führende Stellung einnahm, bereits mit vier Hochschulen belastet war. Die Gesamtdiskussion um Fragen der Wissenschaft und Hochschulpolitik aber war noch nicht so weit gediehen, dass die Länder in ihrer Gesamtheit bereit waren, gemeinsam mit dem Bund Fragen der Wissenschaftspolitik anzufassen. Der Magistrat der Stadt verfolgte dennoch hartnäckig und zielbewusst eine Politik vorbereitender Schritte.

 

Regionale und überregionale Motive für die Gründung einer Hochschule

Die Bevölkerung der Stadt Kassel betrug 1970 rund 214. 000 Einwohner. Im weiteren Raum Kassels lebten auf rund 3.000 qkm rund 600.000 Menschen. Beinahe eine Million Menschen wohnten in jenem Einzugsbereich, für den Kassel als Oberzentrum galt. Dieser Raum war mit Hochschuleinrichtungen nicht ausreichend versorgt. Ein großer Teil der heranwachsenden bildungswilligen Menschen dieses Raumes ging verloren, da er nicht in unmittelbarer Nähe Hochschuleinrichtungen zu seiner Ausbildung fand. Diese Tatsache blieb in Zukunft von gleicher Bedeutung, da der Anteil der Kinder von Nichtakademikern unter den Studierenden stieg und diese Gruppe aus verschiedenen Gründen heraus nicht gewillt war, sich zu entfernter liegenden Hochschulen zu begeben.

Einer Abwanderung von Studienwilligen ist nur durch eine Hochschulgründung entgegenzuwirken. Die Arbeitsgruppe Standortforschung der TU Hannover gab bei ihrem Zwischenbericht vor der Stadtverordnetenversammlung im Mai 1970 folgendes Zahlenmaterial bekannt2:

70 % der im engeren Untermaingebiet beheimateten Studierenden waren 1961 an hessischen Hochschulen immatrikuliert. Die Quote für den Bezirk Kassel betrug lediglich 68 %. Sie blieb auch 1965 unverändert. Noch erheblich niedrigere Werte ergaben sich in beiden Jahren für die Stadt Kassel und die anliegenden Landkreise Kassel, Wolfhagen, Witzenhausen und Eschwege. Es muss also festgestellt werden, dass entgegen der Situation in den übrigen Landesteilen Hessens nur im Raum Kassel die Studierenden in erheblichem Maße "Fernwanderer" waren. Da der Anteil der Fernwanderer in den hochschulversorgten Gebieten weniger als

20 %, zum Teil weniger als 15 %, betrug, muss im hochschulfernen Nordhessen ein Teil der beheimateten Studierenden als "Zwangswanderer" angesehen werden.

Kassel als Wirtschaftsstadt ist geprägt durch große Unternehmen des produzierenden Gewerbes und durch einen weitdifferenzierten Dienstleistungssektor. Eine so strukturierte Wirtschaft benötigt zur weiteren Steigerung ihrer Leistungskraft eine Hochschule mit naturwissenschaftlich-technischen Einrichtungen.3 Erfahrungen an anderen Hochschulen
hatten längst erwiesen, dass ein konkreter Austausch von Personen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft oder zumindest ihre gegenseitige Einbindung (Honorarprofessoren) zu einer Steigerung der Leistung in beiden Bereichen beiträgt. Diese Einsichten gewannen in Nordhessen, vor allem bei den verantwortlichen Persönlichkeiten in Wirtschaft und politischem Leben, Raum, so dass am Ende der 60er Jahre genügend Voraussetzungen bestanden, um eine Initiative zur Gründung eines Arbeitskreises zu tragen, der die Errichtung einer Hochschule im nordhessischen Raum anstrebte.

 

Gründungsinitiativen

So wurde im November 19684 die Diskussion um Kassel als Hochschulstadt erneut entfacht. Der Oberbürgermeister rief führende Vertreter Nordhessens zu einem Beraterkreis zusammen. In ihm waren die Regierungspräsidenten Fritz Hoch und Alfred Schneider, Professor Arnold
Bode sowie der Verleger Karl Vötterle und Kurt Morneweg vertreten. In einem vielbeachteten Aufsatz informierte Paul Dierichs5, der Verleger der Hessischen Allgemeinen Zeitung, die Öffentlichkeit über die Bemühungen, einen Arbeitskreis zur Förderung der Kasseler Universitätspläne zu gründen. Die Stadt selbst beauftragte im Januar 1969 einen ihrer Mitarbeiter, die Möglichkeit des Standorts einer Universität innerhalb der Stadtgrenzen zu untersuchen. Als Mikrostandorte kamen zunächst einmal die so genannte "Dönche" und das "Lange Feld" in Frage.6

P. Dierichs informierte am 3.2.1969 den Magistrat der Stadt, dass er sich mit einer Reihe von Kasseler Persönlichkeiten in Verbindung gesetzt habe, um einen Arbeitskreis zur Propagierung des Gedankens einer Universität Kassel zu bilden. K. Branner schaltete sich in die öffentliche Diskussion ein und begrüßte die Pläne für eine Universität Kassel.7 In einem vielfach besprochenen Interview in der Zeitschrift "Politische Studien"8 mit dem Oberbürgermeister differenzierte Dietrich Urbach den Gedanken einer Stiftungsuniversität, der vor allen Dingen in Kreisen der Industrie Beachtung fand. Wenn auch dieser Gedanke nicht realisiert wurde, so belebte er wegen seines prinzipiellen Standpunktes die Diskussion ungemein.

Bereits am 24.2.1969 legte das Baudezernat der Stadt eine Kurzfassung der Standortuntersuchung über die Eignung der Gebiete "Dönche" und "Langes Feld" als Standort einer Universität vor. Die Stadt selbst fasste konkrete Maßnahmen zur Realisierung des Hochschulprojektes ins Auge. Persönlichkeiten der nordhessischen Wirtschaft, nicht zuletzt der Industrie- und Handelskammer Kassel, durch die der Gedanke der Gründung einer Universität in Kassel mitgeboren, mitgetragen und mit vorangetrieben wurde, fanden sich im Arbeitskreis Universität Kassel zusammen. Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, W.Vigener, wurde im Vorstand des Arbeitskreises im letzten Jahrzehnt der
bedeutendste Vertreter der Zusammenarbeit zwischen der neu gegründeten Hochschule und der hessischen Industrie.

In der Gründungsversammlung am 22.2.1969 erklärte der Vorsitzende, Staatssekretär a. D. Rust, das Motiv sei nicht "kommunaler Ehrgeiz einer Stadt, Universitätsstadt zu werden... Wir plädieren für eine Universität Kassel, weil wir glauben, damit dem Hochschulwesen im Ganzen zu dienen, danach aber auch der Stadt und der Region". Bei der gleichen Gelegenheit hielt Clemens Geißler von der Arbeitsgruppe Standortforschung der TU Hannover ein Referat über Kassel als Standort einer Hochschule. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 3.3.1969 markierte der Oberbürgermeister vor der Versammlung die Positionen der Entwicklung zur Universität Kassel. Eine Verschiebung der Akzente bei der Diskussion ergab sich durch die Tatsache, dass die Volkswagenwerk-Stiftung nicht in der Lage war, ein Gutachten über Kassel als Hochschulstandort zu finanzieren. Die Stadt Kassel übernahm letztlich die Aufgabe, das Gutachten zu bezahlen. Am 2.6.1969 berichtete der Oberbürgermeister dem Magistrat, dass der Auftrag zur Frage der Eignung Kassels als Hochschulstandort an die Arbeitsgruppe Standortforschung der TU Hannover gegeben worden sei. Die Aktivitäten des Arbeitskreises Universität Kassel und die Initiativen der Stadt Kassel begannen einander mehr und mehr zu ergänzen. Nachdem bereits 12 nordhessische Landkreise dem Arbeitskreis beigetreten waren, beschloss am 13.10.1969 die Stadtverordnetenversammlung den Beitritt der Stadt als korporatives Mitglied.

Während sich das Land durch Bildung einer Projektgruppe auf die Gründung einer Gesamthochschule weiter vorbereitete, informierten sich die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverwaltung über die besonderen kommunalen Probleme einer Universitätsstadt bei der Universität, dem Studentenwerk und der Stadtverwaltung in Göttingen. Ungeachtet der künftigen Entscheidung für den endgültigen Standort der Gesamthochschule Kassel gingen Stadt und Land an die Realisierung ihres Vorhabens. Ein zentrales Verfügungsgebäude sollte zunächst auf dem Gelände der Höheren Wirtschaftsfachschule errichtet werden. Im Februar 1971 entschied sich der Kultusminister endgültig für das Gelände in Oberzwehren. Das Gebäude sollte etwa 1.000 Studenten, die zu den 2.300 bereits in Kassel sich auf ein Examen vorbereitenden Studenten hinzukamen, für das erste aufnehmen können.

Am 18.6.1970 billigten die Fraktionen der SPD, CDU und FDP das von der Landesregierung vorgelegte Gesetz über die Errichtung der Gesamthochschule Kassel. Das Gesetz legte den Rechtsstatus für die Zeit der Gründung und den Rahmen des Aufbaus fest. Die Vorlage des Gesetzes war notwendig, damit der Bund die Gesamthochschule Kassel in das Verzeichnis der zu fördernden Hochschulen aufnehmen konnte. Mit dem Gesetz wurden endgültig die juristischen Voraussetzungen für die Gesamthochschule Kassel geschaffen. Die Anmietung der Räume in der Friedrich-Ebert-Straße 35 für die Projektgruppe gab den Auftakt für die Aktivität des Landes Hessen am Ort der Gesamthochschule Kassel.

Ehe es zu der Verabschiedung des Gesetzes über die Errichtung der Gesamthochschule in Kassel kam, war es einigen Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Stiftung Mitbestimmung (der heutigen Hans-Böckler-Stiftung) klargeworden, dass nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen es keine Möglichkeit geben würde, für die Studenten der Gesamthochschule ein gemeinsames Studentenwerk zu gründen, da die Studentenwerke nur für die Studenten wissenschaftlicher Hochschulen gedacht waren. So wäre es in Kassel nur zu einem Studentenwerk für die Studenten der Kunstakademie und der "universitären" Fächer im Allgemeinen Verfügungszentrum in Niederzwehren gekommen. Da es vor der Gründung der Gesamthochschule noch keinen allgemeinen AStA in Kassel gab, gründeten die Studenten auf Anregung des Vertreters beider oben genannten Stiftungen, Karl Fritz Heise, einen Verein zur Gründung eines Studentenwerkes. Die Mitglieder des Vereins schufen sich damit rechtzeitig eine Basis, auf der sie ihre gemeinsamen Interessen vertreten konnten. Sie legten fest, dass sie nach der Realisierung eines Studentenwerks Kassel ihren Gründungsverein wieder auflösen wollten. Zum Zeitpunkt dieser Vereinsgründung gab es rund 2.300 Schüler und Studenten zwischen 19 und 30 Jahren an den bestehenden Hochschuleinrichtungen, aber es gab kein Studentenheim, keine allgemeine Mensa und kein
Clubhaus.

Das aktivste Mitglied dieses Vereins, Gösta Ehrhard, der an der Höheren Wirtschaftsfachschule studierte, wurde hernach der zweite Vorsitzende des neu errichteten Studentenwerks Kassel. K. Branner hatte bereits im April 1970 auf Wunsch der Mitglieder des Vereins in einem Brief an den Kultusminister auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein Studentenwerk Kassel ins Leben zu rufen. So ermöglichte dann § 4 des Gesetzes über
die Errichtung der Gesamthochschule die Gründung eines Studentenwerks in Kassel. Das war der Beginn eines gemeinsamen studentischen Lebens an der neuen Hochschule.


Vom Arbeitskreis zum Hochschulbund

Mit der Gründung der Gesamthochschule Kassel veränderte sich auch die Zielrichtung des Arbeitskreises Gesamthochschule Kassel. Zunächst allerdings wurden eine Reihe seiner aktivsten Mitglieder in die Ausschüsse und in den Gründungsbeirat der Hochschule selbst gewählt. Dank der Unterstützung des Verlegers P. Dierichs konnte sich der Arbeitskreis
noch eine Zeitlang einen hauptamtlichen Geschäftsführer leisten. D. Urbach wurde zum aktivsten Propagandisten der Zielsetzungen des Arbeitskreises.

Der Gedanke von Hochschulwochen, der ursprünglich zur Verbreitung des Wunsches nach einer Hochschule im nordhessischen Raum von der Stadt Kassel durchgeführt wurde, wurde jetzt aufgenommen und vom Arbeitskreis durchgeführt. Seit der ersten Hochschulwoche im Mai 1973, die vom damaligen Präsidenten Professor Wannagat eröffnet wurde, wurden vier weitere Hochschulwochen durchgeführt, deren Themen wichtige Diskussionspunkte auf dem Weg der Gesamthochschule markieren: Die Gesamthochschule heute (20.-24.10.1975); Situation Kunststudium 1977 (19.-21.9.1977); Praxisorientierung des Studiums (6.-8.2.1980); Hans-Henny-Jahnn-Woche (27.-30.5.1980). Die Hans-Henny-Jahnn-Woche zeigt deutlich, dass der inzwischen in Kasseler Hochschulbund umbenannte Arbeitskreis (1978) seine Aufgabe der Integration der Hochschule in die Stadt weiterhin ernst nahm. Die Hans-Henny-Jahnn-Woche war eine gemeinsame Leistung des Staatstheaters Kassel, der Germanisten der Gesamthochschule Kassel und des Kasseler Hochschulbundes. Die Initiative war vom Staatstheater ausgegangen, vor allen Dingen von der Dramaturgin Hedda Kage.

Dass der Gedanke des Hochschulbundes weiter Raum griff, lässt sich an der Tatsache belegen, dass die Riemerschmid-Gesellschaft, die sich um die Förderung der Arbeit der ehemaligen Werkkunstschule bemühte, sich am 6.2.1979 auflöste und ihr Vermögen mit dem des Kasseler Hochschulbundes zusammenführte. Der Kasseler Hochschulbund wandte sich unter dem Vorsitz von K. Branner, der am 27.11.1975 Vorsitzender wurde, noch mehr den eigentlichen Aufgaben zu. Er unterstützte Exkursionen von Professoren und Studenten, er gab die Reihe der Kasseler Hochschulwochen weiter heraus, er sammelte Rücklagen an, um die Aktivitäten des Hochschulbundes abzusichern.

Bereits unter dem Vorsitz von Professor Wannagat hatte der Hochschulbund begonnen, in der Kasseler Kulturzeitschrift "informationen" regelmäßig die Hochschule auf zwei besonderen Seiten vorzustellen.9 Der Kasseler Hochschulbund ist damit endgültig "zu einem Beiboot" der Hochschule geworden, wie es einmal in einer Rede K. Branner ausführte. Die Gesamthochschule Kassel, die längst laut Gesetz in die Reihe der hessischen Universitäten aufgenommen wurde, sucht eigenständig ihren Weg.


Anmerkungen

  1. Diese und die weiteren die kommunale Politik betreffenden Angaben stützen sich auf Akten des Magistrats der Stadt Kassel.
  2. Technische Universität Hannover/Arbeitsgruppe Standortforschung Kassel als Hochschulstandort Regionale Hochschulplanung in Hessen, Forschungsbericht der Arbeitsgruppe Standortforschung der TU Hannover. Hannover 1970
  3. Vgl. hierzu Denkschrift zur beschleunigten Einrichtung anwendungsbezogener Studiengänge der GhK in den Technik- und Wirtschaftswissenschaften. Kassel 20. 11. 1971
  4. Vgl. den Beitrag von ORZECHOWSKI, Lothar. Hessische-Niedersächsische Allgemeine HNA vom 30. 11. 1969
  5. Vgl. HNA vom 22.2. 1969
  6. Zum Abschluss dieser Untersuchungen vgl. Technische Universität Hannover/Arbeitsgruppe Standortforschung Mikrostandort für die Gesamthochschule Kassel, Einordnung der Hochschule in den Siedlungsraum. Hannover 1971
  7. Vgl. HNA vom 22.2.1969
  8. Vgl. den Beitrag von URBACH, Dietrich in "Politische Studien", 1969, H. 184, S. 103-142
  9. Vgl. in der Zeitschrift "informationen - Theater und Musik, Kunst und Wissenschaft in Kassel", hrsg. vom Magistrat der Stadt Kassel, besonders die Beiträge von BRANNER, Karl in "informationen" 1977, Nr. und Nr. 10; 1978, Nr. 1. HEISE, Karl Fritz in "informationen" 1969, Nr. 3; 1970, Nr. 7/ Nr. 11/12; 1970/71, Nr. 16; 1971, Nr. 1.) WANNAGAT, Georg in "informationen", 1974, Nr.1, Nr. 6 und Nr. 11.) Vgl. auch "informationen" 1975, Nr. 7/8, die die Gesamthochschule Kassel zum Gesamtthema hat. Und vgl. die Schrift von HEISE, Karl Fritz Gesamthochschule in
    Kassel Motive, Geschichte, Pläne, Realitäten. Kassel 1970

orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1346233123215/63/

 

1977/78

Der Arbeitskreis Gesamthochschule Kassel wird nach Beschluss der Mitgliederversammlung vom November 1977 dann 1978 ins Vereinsregister als Kasseler Hochschulbund e.V. eingetragen. Der Vorstand mit Vorsitzendem, zwei Stellvertretern, einem Schatzmeister wird ergänzt durch Beisitzer und ein Kuratorium

Vorstandsmitglieder sind Dr. Karl Branner (Vorsitzender), Dr. Renate von Trott zu Solz und  Dr. Walter Vigener als stellvertretende Vorsitzende, Willi Becker (Schatzmeister), Theodor Hennig, Wolfgang Becker, Dr. Josef Rust, Ludolf Wurbs, Dr. Otto Ernst Krasney und Klaus Tümmler als Beisitzer.

Ruth Hochhaus-Alheit, Klaus Kunkel, Karl Spies, Klaus Schuchhardt sind neu in den Vorstand gewählt worden. Richard Häusler, Barbara Dierichs, Dr. Lucius Burckhardt, Ralph Lüdtke, Prof. Dr. Helmut Wolf, Dr. Günter Hartfield und Alfred Schmidt sind aus dem Vorstand ausgeschieden.

Quelle: Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel v. 2.3.1979

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 23.11.1977 ist die Satzung geändert. Der Hochschulbund wird durch den Vorsitzenden und zwei Stellvertreter oder den Schatzmeister vertreten.

Quelle: Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel vom 16.2.1988

1984

Prof. Theodor Hennig wird Vorsitzender, Dipl.-Volkswirt Klaus Schuchhardt stellvertretender Vorsitzender. Dr. Karl Branner und Dr. Renate von Trott zu Solz sind aus dem Vorstand ausgeschieden.

Quelle: Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel vom 7. 3. 1984

Der Kasseler Hochschulbund stiftet den Georg-Forster-Preis. Er wird 1987 erstmals verliehen.
 

1988

Dr. Burghard Vilmar, Staatssekretär a. D., RP Kassel a.D., wird zum Vorsitzenden, Ludwig Georg Braun, Dr. Walter Giesler und Dr. Walter Lohmeier zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Prof. Theodor Hennig und Dr. Walter Vigener scheiden aus dem Vorstand aus. Prof. Dr. Heinz Bliss, Uni Kassel in Witzenhausen, Dr. Walter Giesler, Prof. Dr. Otto Ernst Krasney scheiden als Beisitzer aus.

Quelle: Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel vom 28. 7.1988

Neu: Dr. Walter Lohmeier wird als stellvertretender Vorsitzender, Klaus Hofer, Vorstandsmitglied B. Braun Melsungen, Jürgen Hupfeld, Leiter Personalwesen Daimler Benz AG Kassel, Klaus Dieter Reum, Geschäftsführer Gerling Konzern Kassel werden zu Beisitzern gewählt (Quelle: Vereinsregistereintrag beim Amtsgericht Kassel vom 8.9.1998), Udo Kahn von Seelen ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Quelle: Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel vom 10.12.1998

Der Otto-Braun-Fonds wird aufgelegt.

Die Geschäftsstelle befindet sich jetzt in der Obersten Gasse 24, die Geschäftsstelle und wird von Frau Jutta Popp betreut.

1991

Vorsitzender ist Dr. Burghard Vilmar, stellvertretende Vorsitzende sind Ludwig Georg Braun und Klaus Schuchhardt, Schatzmeister ist Willi Becker.


1994

Vorsitzender ist Dr. Burghard Vilmar, Schatzmeister Willi Becker, stellvertretende Vorsitzende sind Ludwig Georg Braun und Klaus Schuchhardt.


1997

Vorsitzender ist weiterhin Dr. Burghard Vilmar, Klaus Schuchhardt und Dr. Walter Lohmeier sind stellvertretende Vorsitzende, Sparkassendirektor Willi Becker bleibt Schatzmeister. Weitere Vorstandsmitglieder sind Klaus Hofer, Klaus-Dieter Reum, Jürgen Hupfeld (Beisitzer) sowie Sabine Anselmann-Seydler, Prof. Dr. Burkhard Fricke, Dipl.-Ing. Helmut Karpinski, Dipl.-Kaufmann Klaus Kunkel, Prof. Dr. Manfred Raupach, Doralies Schrader- von Groote, Prof. Karl Spies, Bürgermeister a.D. Ludolf Wurbs.

Quelle: Protokoll der Mitgliederversammlung und  Vereinsregister vom 10. 12.1998.

Die Stiftung Internationale Beziehungen und Gästehaus der Universität Gesamthochschule Kassel wird durch den Kasseler Hochschulbund errichtet.

2000

Dr. Burghard Villmar wird im Amt bestätigt. Willi Becker, langjähriger Schatzmeister, steht nicht mehr zur Wiederwahl an und scheidet aus dem Vorstand aus.  Neu gewählt wurden als Schatzmeister Helmut Schröder, Sparkassendirektor (Quelle:  Vereinsregister  Amtsgericht Kassel vom  11. 10. 2000).

Stellvertretende Vorsitzende sind Dipl. Volkswirt Klaus Schuchhardt und Dr. Walter Lohmeier.

Beisitzer sind: Sabine Anselmann-Seydler, Prof. Dr. Burkhart Fricke, Klaus Hofer, Willi Becker, Jürgen Hupfeld, Doralies Schrader-von Grote, Klaus Tümmler, Bertram Hilgen, Geschäftsführer Kommunale Gebietsrechenzentrum, Thomas-Erik Junge, Stadtrat, Jörg Lamprecht, Geschäftsführer Only Solutions/ Alumnus.

Ausgeschieden aus dem Vorstand: Helmut Karpinski, Klaus Kunkel, Prof. Dr. Manfred Raupach, Prof.  Karl Spies, Dr. Volker Schäfer, Ludolf Wurbs.

Neu ins Kuratorium gewählt wurden Dr. Bonrath, WEGO, Prof. Dr. Hans Brinckmann, Dipl.-Ing. Helmut Karpinski, Prof. Dr. Manfred Raupach, Stadtverordnetenvorsteherin Christine Schmarsow, Dipl. Kaufm. Klaus Kunkel, Prof. Karl Spieß, Klaus-Dieter Trayser, Geschäftsführer Plansecur, Bürgermeister a.D. Ludolf Wurbs. (Quelle: Protokoll der MGV am 23. Mai 2000)


2003

Zum Vorsitzenden wird Dr. Karsten Heuchert, Vorstandsmitglied der Wintershall AG, gewählt. Stellvertretender Vorstand ist Dr. Meinrad Lugan, Vorstandsmitglied B. Braun  und Dr. Burghard Vilmar. Beisitzer sind Dieter Beuermann, Geschäftsführer Studentenwerk Kassel a.D., Peter Göbel, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Kassel, Dr. Walter Lohmeier, Hauptgeschäftsführer IHK Kassel, Prof. Dr. Jürgen Pausch, Städtische Kliniken Kassel, Dipl.-Volkswirt Klaus Schuchhardt. Ausgeschieden: Doralies Schrader–von Grote, Klaus Dieter Reum.

Die Geschäftsstelle wird nach dem Ausscheiden von Jutta Popp durch Ruth Bippig betreut. Der Hochschulbund zieht um in die Universität, Mönchebergstraße 19.


2004

Cornelia Zahnwetzer übernimmt die Aufgaben in der Geschäftsstelle.


2006

Vorsitzender ist Dr. Karsten Heuchert, stellvertretende Vorsitzende sind Andreas Fehr und Dr. Meinrad Lugan, das Amt des Schatzmeisters hat Helmut Schröder inne. Beisitzer sind Sabine Anselmann-Seydler, Prof. Dr. Thomas Baumert, Dieter Beuermann, Prof. Dr. Burkhart Fricke, Prof. Dr. Andreas Hänlein, Prof. Dr. Frauke Heß, Jörg Ludwig Jordan, Stefanie Norbisrath, Prof. Dr. Jürgen Pausch, Dipl.-Volkswirt Klaus Schuchhardt, Klaus Tümmler (Quelle: Protokoll der Mitgliederversammlung vom 17.5. 2006).

Dr. Burghardt Vilmar scheidet aus dem Vorstand aus. (Quelle: Registerblatt VR1152 beim Amtsgericht Kassel vom 6.3.2007)


2009

Als Vorsitzender löst Andreas Fehr, Geschäftsführer der Firma Johannes Fehr GmbH & Co KG, Lohfelden, Dr. Karsten Heuchert ab.

Stellvertretender Vorsitzender werden Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse und Dr. Meinrad Lugan, Vorstandsmitglied B. Braun. Schatzmeister wird Volker Stockmeyer, Leiter des Finanzamts Kassel a.D.

Quelle: Vereinsregister Amtsgericht kassel, Registerblatt VR 1152 vom 24.6.2009

 

Beisitzer sind  Sabine Anselmann-Seydler, Prof. Dr. Thomas Baumert, Dr. Thorsten Ebert, Dr. Anne Fenge, Dr. Andrea Fröhlich, Dr. Hans Gädeke, Prof. Dr. Andreas Hänlein, Prof. Dr. Frauke Heß, Dr. Walter Lohmeier, Ilka Müller-Jastrzembowski, Stefanie Norbisrath und Prof. Dr. Jürgen Pausch.

2010

Die Mitgliederversammlung beschließt am 10. Juni 2010 den Namenswechsel vom Kasseler Hochschulbund e. V.  zur Universitätsgesellschaft Kassel e.V.. Damit  will sich die Freundesgesellschaft stärker mit der dynamischen Entwicklung der Universität Kassel verbinden und dies nach außen sichtbar machen. In einem Konzept zur Weiterentwicklung der Universitätsgesellschaft Kassel wird das vom Vorstand beschlossene Selbstverständnis beschrieben:


Selbstverständnis der Universitätsgesellschaft Kassel e.V.

Die Universitätsgesellschaft Kassel e.V., als aktive Gemeinschaft, unterstützt die Ziele der Universität Kassel und will die wichtige und kreative Rolle der Universität in Nordhessen bewusst machen und ihre Stärken nach außen tragen.

Daher betrachtet die Universitätsgesellschaft es als ihre vornehmste Aufgabe, die Universität Kassel bei der Realisierung ihrer Zielsetzungen und Konzepte zu unterstützen. In vollem Respekt vor der Eigenständigkeit von Wissenschaft und Kunst sieht sie sich zugleich als Mittler zwischen der Universität und ihrem Umfeld und fördert den Dialog wie auch die Kooperation der an der Hochschule vertretenen Disziplinen mit interessierten Personen und Institutionen.


Als Grundlage dient das Leitbild/Selbstverständnis der Universität Kassel:

Heute für Morgen

Die Universität Kassel ist sich ihrer Verantwortung gegenüber den Herausforderungen in der Gesellschaft und Natur bewusst und will einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten. In Forschung und Lehre verfolgt sie ein Konzept, das den Bogen von den Grundlagen bis zur Anwendung in der Praxis spannt und das fachübergreifende Kooperationen zwischen den verschiedenen Disziplinen pflegt. Dabei birgt ihr besonderes Fächerspektrum mit Natur- und Ingenieurwissenschaften, Kunst, Geistes- und Sozialwissenschaften ein in hohem Maße entwicklungsfähiges Potenzial. Die Offenheit und Durchlässigkeit ihrer Studienangebote mit aufeinander aufbauenden Qualifikationen ist eine der Pionierleistungen der Universität Kassel, die es unter immer neuen Rahmenbedingungen stetig zu aktualisieren gilt. Die Kasseler Universität ist international orientiert und sieht sich zugleich in besonderer Weise der kulturellen, sozialen und ökonomischen Entwicklung von Nordhessen verpflichtet.


Das Kuratorium wird aufgelöst. Dahinter steht die Idee der aktiven Mitgliedschaft aller Vereinsmitglieder, die sich als Botschafterin bzw. Botschafter der Universität engagieren und mit ihrem Netzwerk die Brücke zwischen Universität und Gesellschaft bilden.
 

2011

Dr. Burghard Vilmar wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Volker Stockmeyer gibt sein Amt als Schatzmeister ab. Kommissarisch übernimmt Andreas Fehr als Vorsitzender das Amt, unterstützt von Steuerberater Oliver Kuhn.
 

2012

Die Mitgliederversammlung am 22. Mai wählt erneut Andreas Fehr zum Vorstandsvorsitzeden.
Stellvertretende Vorsitzende sind Dr. Meinrad Lugan, Vorstand B. Braun Melsungen AG und Ingo Buchholz, Vorsitzender des Vorstands der Kasseler Sparkasse. Zum Schatzmeister wurdeDipl.-Ök. Oliver Kuhn, Steuerberater in Kassel gewählt.

Beisitzer sind Sabine Anselmann-Seydler, Lehrerin;  Prof. Dr. Thomas Baumert, Universitätsprofessor, Universität Kassel;  Dr. Thorsten Ebert, Vorstandsmitglied der Kasseler Verkehrs-Gesell. AG; Dr. Anne Fenge, Vorstandsmitglied der Fa. HERMANNS AG; Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des Sportamts der Stadt Kassel;  Dr. Hans Gädeke, ehemaliger Kanzler der Universität Kassel; Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel (kooptiert); Prof. Dr. Frauke Heß, Universitätsprofessorin, Universität Kassel; Dr. Walter Lohmeier, HGf der IHK Kassel; Dr. Walter Lübcke, Regierungspräsident (kooptiert); Dipl.-Oec. Ilka Jastrzembowski, Geschäftsführung Müller + Partner: Stefanie Norbisrath, Head of Organizational Development, B. Braun Melsungen AG;
Prof. Dr. Jürgen Pausch, Chefarzt der Städtische Kliniken Kassel i.R. und Prof. Dr. Volker Scheid, Universitätsprofessor, Universität Kassel.
 

2013: Fusion zweier Freundes- und Fördergesellschaften

Die beiden großen Fördervereine der Universität Kassel haben sich zusammengeschlossen: Die Universitätsgesellschaft Kassel e.V. (UGK) und die Gesellschaft zur Förderung der Qualifizierung von technischen und naturwissenschaftlichen Führungskräften in Nordhessen (GFF) sind unter dem Namen der Universitätsgesellschaft verschmolzen. Damit entsteht eine große Freundes- und Fördergesellschaft für die Universität Kassel mit insgesamt 650 Mitgliedern (UGK rund 450 Mitglieder, GFF rund 200 Mitglieder). Der Förderschwerpunkt der GFF, Technik und Naturwissenschaften, wird nun als Sparte innerhalb der Universitätsgesellschaft Kassel weitergeführt.

Die GFF hat sich aus der Wirtschaft heraus gegründet und ist mit dem Fokus auf Förderung der Aus- und Weiterbildung von technischem und naturwissenschaftlichem Nachwuchs und Führungskräften seit Mitte der 1950er Jahre an der Universität bzw. ihren Vorläufereinrichtungen etabliert und seitens der Förderer sehr anerkannt. Da sich jedoch die Förderschwerpunkte stark überschnitten, hatte man sich zur Fusion entschlossen.

Herr Klaus Tümmler wird im Juni 2013 zum Ehrenmitglied ernannt.
 

2014: Leuchturmprojekt „Seminar- und Ruderhaus an der Fulda“ startet

Ein Neubau für die Sportwissenschaften am Auedamm, das als Seminargebäude und Bootshaus dienen soll, konnte durch das Engagement der Universitätsgesellschaft realisiert werden. So wurde nicht nur das Grundstück durch Vorstandsmitglied Sabine Anselmann-Seydler gefunden, sondern die Universitätsgesellschaft Kassel hat sich auch finanziell großzügig beteiligt, um einen Engpass überwinden zu helfen. Es ist eines der Leuchtturmprojekte der UGK, wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 in Nutzung gehen und dann auch für Veranstaltungen der UGK verfügbar sein. Im Rahmen der Umgestaltung wird der Otto-Braun-Fonds künftig von der Universität Kassel verwaltet.
 

2015: Andreas Fehr erneut zum Vorsitzenden gewählt

Die Mitgliederversammlung der Universitätsgesellschaft Kassel hat den bisherigen Vorsitzenden, Andreas Fehr, im Amt bestätigt, ebenso den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Ingo Buchholz sowie Schatzmeister Dipl.-Ök. Oliver Kuhn. Neu als stellvertretender Vorsitzender wurde Prof. Dr.-Ing. Michael Link in den Vorstand gewählt. Herr Prof. Dr.-Ing. Link wird die Sparte Technik/Naturwissenschaften vertreten. Als sein Vertreter wurde Peter Drews gewählt.
 

2016: Ein „Zuhause“ für die UGK

Die anhaltende Niedrigzinsphase schlägt auch bei der UGK durch, führt zu Mindereinnahmen und hat dadurch letztendlich Auswirkungen auf die Fördervergabe. Dies führt wiederum dazu, dass großartige und förderungswürdige universitäre Veranstaltungen zunehmend weniger unterstützt werden können. Aus diesem Grund startet die UGK einen Spendenaufruf.

Die Veranstaltungsreihe Universität und Gesellschaft im Dialog wird zusammen mit der Universität Kassel konzipiert mit dem Ziel, ein Netzwerk unter den Mitgliedern und mit neuen interessanten Menschen aus dem Umfeld der Universität Kassel zu schaffen.

Das Boots- und Seminarhaus wird in 2016 fertiggestellt und am 20.5.2016 gebührend eingeweiht. Die UGK bekommt ein „Zuhause“, es dient künftig der UGK als Veranstaltungsort.

Eine groß angelegte Spendenaktion unter dem Motto „Kommen Sie mit ins Boot – jede Planke zählt“ sorgt für eine solide Grundausstattung an Booten.
 

2017: Orchester, Chor, Theater und Co.

Die UGK fördert zunehmend nur noch Projekte, die durch andere Fördermaßnahmen fallen, aber dennoch das Gesicht der Universität Kassel prägen.
 

2018: Verabschiedung nach 37 Jahren

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung neu gewählt. Andreas Fehr wird als Vorsitzender im Amt bestätigt. Auch seine Kollegen im Vorstand werden wiedergewählt: Die Stellvertreter Prof. Dr. Michael Link und Ingo Buchholz sowie als Schatzmeister Oliver Kuhn.

Beisitzer sind: Prof. Dr. Baumert, Dr. Thorsten Ebert, Dr. Andrea Fröhlich, Heinrich Gringel, Prof. Dr. Frauke Heß, Dr. Hans-Otto Maier, Stefanie Norbisrath, Prof. Dr. Volker Scheid.

Frau Sabine Anselmann-Seydler scheidet nach 37 Jahren Vorstandstätigkeit aus dem Vorstand aus.

Im November kommt Prof. Dr. Alexander Schachtrupp, B.Braun Stiftung in den Beirat.

Die Reisekostenzuschüsse für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu Kongressen wird bis auf weiteres ausgesetzt.

Der Poster-Preis wird 2018 letztmalig vergeben.
 

2019: Neue Wege

Die UGK passt ihr Förderkonzept an und bündelt freie Gelder in einem „Notfallfonds“. Hier werden künftig gezielt Studierende unterstützt, die in soziale Not geraten sind.