Unsere Disziplin

In der Anglistik/Amerikanistik: Fremdsprachenlehr- und -lernforschung und Interkulturellen Kommunikation werden insbesondere Aspekte wie die Qualität der fremdsprachlichen Leistung in einem Faktorenkomplex eines kognitiv anspruchsvollen Unterrichts untersucht. Hier geht es in Folge von PISA darum, genau die Bedingungsfaktoren zu erforschen, die für den Lernerfolg verantwortlich sind. Im Zentrum der Betrachtung stehen sowohl verschiedene Lernmethoden, Einsatz von Medien etc., als auch eher durch Introspektion zugängliche Faktoren wie Lern- und Denkprozesse (Lernstil, Lerntyp, Lernstrategien), wie sie zum Beispiel in ADEQUA untersucht wurden (Finkbeiner, Knierim, Smasal, Ludwig, 2011). Darüber hinaus werden kulturspezifische Bearbeitungsstile als wichtige determinierende Faktoren berücksichtigt (Finkbeiner, 2009).

Ein wichtiger Aspekt liegt auf der Qualifizierung der Studierenden als Lernende, Lehrende und Forschende (Learner-Moderator-Researcher-Plus Modell; Finkbeiner, 2001, 2004). Dafür müssen sie sowohl in ihrer lehr-/lernstrategischen, diagnostischen als auch evaluativen Kompetenz ausgebildet werden, wie dies zum Beispiel durch Kennenlernen, Begutachten und Entwickeln von Erhebungsmaterialien, Beobachtungskriterien, Textanalyse, Unterrichtsanalyse, Analyse und Rekonstruktion von Denkprozessen möglich wird. Dazu stehen eine Integrierte Studienwerkstatt (ISW) sowie ein Forschungslabor der Linguistik/Angewandten Linguistik zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Reflexion bezüglich der eigenen Lernbiographie und der eigenen Lern – und Studiertätigkeit ein wichtiges Forschungsfeld, um ein metakognitives Bewusstsein bezüglich der eigenen Lernprozesse aufbauen zu können (Schmidt & Finkbeiner, 2006; Finkbeiner & Lazar, erscheint 2012; Finkbeiner & Knierim, 2008; Wilden, 2008).

Die Anglistik/Amerikanistik: Fremdsprachenlehr- und –lernforschung sieht es als einen ihrer Hauptaufträge an, Forschung auf der einen Seite und Lehre bzw. Unterricht auf der anderen Seite synergetisch zusammenzuführen. Dies bedeutet, dass Studierende und Lehrende der Region gemeinsam an der empirischen Unterrichtsforschung sowie an der interkulturellen Forschung und der Forschung zum bilingualen Lehren und Lernen (Fehling, 2008) als auch an der Umsetzung eher praktischer Fragestellungen mitwirken. Daraus ergeben sich als Hauptinitiativen und Hauptschwerpunkte:

    • der weitere Ausbau der Integrierten Studienwerkstatt (ISW), Kontakt: studienwerkstatt[at]uni-kassel.de
    • Mitarbeit in der AG Studienwerkstätten der Lehrerbildung
    • die Durchführung der Kassel English Colloquia (KEC), die mindestens einmal pro Semester durchgeführt werden und zu welcher Studierende der Hochschule, Hochschulangehörige, ReferendarInnen und LehrerInnen aus über 180 Schulen der Region eingeladen werden
    • Konsequente Lehre in Blended Learning Lernszenarien sowie Integration von neuesten Medien in Forschung und Lehre
    • Netzwerkbildung im Bereich des bilingualen Lehrens und Lernens als Aktion für BIKA Kassel, Verbreitung des  bilingualen Zusatzstudienmoduls
    • Interkulturelles Lernen
    • Handlungsorientiertes, ganzheitliches, kompetenzorientiertes Lernen
    • aktive Mitarbeit im Zentrum für Lehrerbildung (ZLB)
    • Verknüpfung der 1., 2. und 3. Phase der Lehrerbildung
    • die Internationalisierung der Lehre und Forschung durch konsequentes Lehrangebot in englischer Sprache und erhöhte Beratung der Studierenden im Hinblick auf Auslandsaufenthalt
    • Systematische Expertenbildung mit dem Ziel der Professionalisierung eines höchst qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses

    Hier geht es zu unseren laufenden Forschungsprojekten.