dABeI

Eine akteursbasierte dynamische Analyse und Bewertung von umweltpolitischen Instrumenten am Beispiel des Immissions­schutzes – Ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsgovernance (dABeI)

In dem Forschungsprojekt soll untersucht werden, wie umweltrechtliche und -ökonomische Instrumente in einem konkreten Implementationskontext auf empirisch gehaltvolle Weise evaluiert werden können. Auf dieser Grundlage sollen realistische Umgestaltungspfade in Richtung auf mehr Nachhaltigkeit erschlossen werden. Als konkreter Implementationskontext wird dabei der Immissionsschutz herangezogen, indem eine Vielzahl ordnungsrechtlicher und ökonomischer Instrumente zusammenwirken.

Wissenschaftliche und anwendungsorientierte Ziele
Das Projekt soll Aufschluss darüber geben können, ob in dem konkreten Problemfeld des Immissionsschutzes der überbrachte Instrumentenmix zu einer Problemlösung tauglich ist und auch als Teil einer nachhaltigen Wirtschaftsweise Bestand haben kann. Sollte dies nicht der Fall sein, sind die Konturen eines anderen Entwicklungs­weges deutlich zu machen. Darüber hinaus wird mit der Erstellung eines akteurs­basierten Simulationsmodells Neuland bei der Bewertung von umweltökonomischen und umweltrechtlichen Instrumenten betreten, insoweit dabei realistische Verhaltens­weisen der verschiedenen Akteure sowie deren ergebnisoffene Interaktion berücksichtigt werden.

Methodik
Grundlegend für das Forschungsprojekt ist das Zusammenführen wirtschaftswissenschaftlicher und rechtswissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem bedeutsamen Praxisfeld der Umweltpolitik. Dazu werden theoretische Überlegungen sowie Gesetzesinterpretationen mit praktischen Befunden aus Fallstudien konfrontiert. Darüber hinaus soll aber auch ein eigener Beitrag geleistet werden zu einer problem­feldbezogenen Instrumentenwirkungsforschung. Dies geschieht zum einen durch Auswertung von Emissions- bzw. Immissionsdaten, die im Rahmen der Regulations­praxis gewonnen wurden sowie zum andern durch eine sich auf qualitative und quantitative Methoden stützende Befragung der relevanten Akteursgruppen. Schließlich wird im Rahmen dieses Forschungsprojektes ein akteursbezogenes dynamisches Computermodell erarbeitet. Dieses Modell erlaubt es – hinausgehend über die herkömmlichen Analysemethoden – durch die Berücksichtigung der Interaktion von Unternehmens- und Politikakteuren auf unterschiedlichen Ebenen umweltpolitische Entwicklungspfade und deren Beeinflussungsmöglichkeiten transparent zu machen.