Einführung optimierter Managementkonzepte zur Verringerung von Nährstoffbelastungen im Boden bei Freilandhaltung von Öko-Legehennen (2015 - 2016)

Die Legehennenhaltung hat für den Öko-Landbau in Deutschland eine große wirtschaftliche Bedeutung. Mit etwa 10 % hat sie im Vergleich zu anderen Formen der Öko-Nutztierhaltung den höchsten Anteil an der bundesdeutschen Gesamterzeugung. Die Freilandhaltung von Legehennen ist dabei für das Marketing ein absoluter Eyecatch mit Bildern von saftig grünen Ausläufen auf denen sich vollbefiederte Hennen tummeln. Die 4 m² Mindestregelung, die seit dem Jahr 2000 besteht, erweist sich allerdings zunehmend als problematisch, insbesondere wenn ungleichmäßige Nutzung der Fläche durch die Tiere zu lokalen Belastungen des Bodens und des Pflanzenaufwuchses führen. Bei länger auf einem Standort verweilenden Legehennenställen kommt es zu dem Zielkonflikt, einerseits den Tieren möglichst viel Auslauf zu gewähren und andererseits gleichzeitig eine Eutrophierung des Auslaufes v.a. mit Stickstoff und Phosphor zu vermeiden, die in der weiteren Folge - zumindest beim Stickstoff - Auswaschungen bzw. Ausgasungen nach sich ziehen und damit den Umweltzielen des Ökologischen Landbaus entgegenstehen.

Im Projekt werden auf einem Praxisbetrieb parallel zwei baugleiche Mobil-Ställe betrieben, der eine mobil, der andere stationär. Im Fokus der Untersuchungen steht die N-Dynamik im Außenbereich. Über zwei Sickerwasserperioden wird in vier- bis sechswöchigem Abstand die Dynamik von NH4-N und NO3-N in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Zonen erfasst. Weitere Untersuchungsparameter sind der Kotanfall im Innen- und Außenbereich, die P-Anreicherung im Außenbereich und anderes mehr.

Beteiligte am FÖL

  • Jürgen Heß
  • Lena Jakobi

Laufzeit

01.01.2015 bis 31.12.2016

Förderung

Landesvereinigung Ökologischer
Landbau NRW e. V.

Kooperation

Fachberatung Ökologischer Landbau
Dr. Friedel Deerberg