Windows-Firewalls

Wichtig ist, dass Sie sich der Problematik bewusst sind, dass Ihr Rechner verwundbar ist und überhaupt eine Firewall einsetzen. Des Weiteren sollten Sie das Betriebssystem und die installierte Software auf den aktuellen Stand halten, d.h. notwendige Updates installieren.

Was macht eine Firewall?

Der Begriff "Firewall" ist recht unscharf - wer "Firewall" sagt, meint aber i.d.R. einen sog. Paketfilter. Mit "Paketen" sind TCP/IP-Datenpakete gemeint, die gefiltert werden sollen. Gefiltert heißt: Ein Satz von Regeln in der Firewall bestimmt darüber, ob ein Datenpaket Ihren Rechner erreichen oder verlassen darf. Um zu verstehen, wie ein Paketfilter konfiguriert wird, müssen Sie grob darüber Bescheid wissen, wie TCP/IP funktioniert (TCP/IP ist das Datenaustausch-Protokoll, auf dem das Internet basiert). Die meisten Windows-Firewalls lassen sich auch ohne solche Kenntnisse konfigurieren; es ist aber fraglich, ob sie dann auch wie gewünscht funktionieren. Aus diesem Grund sei hier auf die "Links"-Seite verwiesen. Dort finden Sie Links zu
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Warum brauchen Sie eine Firewall?

Auf Ihrem Windows-Rechner sind im Normalfall sog. TCP-Ports "offen", d. h. Ihr Rechner lässt Verbindungen von aussen auf diesen Ports zu. Welche Ports das genau sind, hängt davon ab, was für eine Windows-Version Sie benutzen und welche Netzwerk-Programme laufen. Praktisch immer offen sind z. B. diejenigen Ports, die Windows zum Betrieb von Netzwerk-Laufwerken und -Druckern verwendet. Wenn in den Programmen, die auf den offenen Ports nach Verbindungen von außen "lauschen", bei der Programmierung ein Fehler gemacht wurde, kann dies dazu führen, dass ein Angreifer über Ihren offenen Port seinen Programmcode auf Ihrem Rechner ausführen kann. Wenn das gelingt, ist praktisch jeder Missbrauch Ihres Rechners möglich. Genauso funktioniert übrigens der "Blaster"-Wurm, mit dem Sie möglicherweise kürzlich bereits Bekanntschaft gemacht haben - jedoch ist der Wurm "automatisiert", d. h. hinter dem Angriff sitzt keine bestimmte Person, sondern der Wurm führt den Angriff "selbständig" und mit hoher Geschwindigkeit auf viele Rechner aus. Setzt sich der Wurm auf Ihrem Rechner fest, wird Ihr Rechner selbst zum Angreifer auf andere. Hätten Sie eine Firewall gehabt, die die betreffenden Ports für Zugriffe von außen gesperrt hätte, wäre der Wurm erfolglos geblieben.