Heterogene Werkstoffe

Das Fachgebiet Heterogene Werkstoffe befasst sich mit der werkstofflichen Untersuchung von Polymerwerkstoffen, die aufgrund ihrer strukturellen Beschaffenheit eine Heterogenität aufweisen. Das werkstoffliche Portfolio umfasst Hybridwerkstoffe, vornehmlich Kunststoff-Metall-Hybridstrukturen, geschäumte, eigenverstärkte oder gefüllte Polymere, Schichtwerkstoffe und gradierte Materialien.

Die Untersuchungsmethoden sind jeweils eng auf die werkstoffspezifischen Anforderungen abgestimmt und verfolgen verschiedene Ansätze zur Interpretation und zum Verständnis der Versagensmechanismen. Dabei werden bspw. ortsaufgelöste Analysemethoden, wie in-situ Detektion von Spannungsüberhöhungen durch REM, CT oder Lichtmikroskopie sowie die Betrachtung von Randzoneneffekte und Initiierungsmechanismen von Rissbildungen berücksichtigt. Ebenfalls werden zyklisch-dynamische Belastungsszenarien oder crashrelevante Spezifika sowie Alterungsbeständigkeiten mit/ohne Medieneinfluss verfolgt. Durch die adressierten Fragestellungen wird ein Beitrag für die Auslegung von heterogenen Hochleistungspolymeren geleistet, indem die Sicherheit und Zuverlässigkeit der betrachteten Werkstoffe unter Hoch- und Langzeitbeanspruchungen erhöht wird.