11.09.2026 | Leistungselektronik

Von Brasilien nach Kassel: Drei Studierende gewinnen Hessischen Staatspreis Energie 2026

Ein dreiköpfiges studentisches Team entwickelte einen neuen Ansatz für Netztransformatoren, der diese kompakter und intelligenter macht und gleichzeitig Batteriespeicher integriert.

von Links nach rechts: Arthur de Queiroz, Eduardo Simoes und Vitor Dourado
Arthur de Queiroz beim Überprüfen des neuen Aufbaus

Vom ersten Treffen zwischen Prof. Schmid und Prof. Antunes im Jahr 1998 bis zum Hessischen Staatspreis Energie 2026: Die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Universität Kassel, der Federal University of Ceará (UFC) und der Federal University of Campina Grande (UFCG) in Brasilien hat nun zu einem ersten Platz in der Kategorie Nachwuchs für die internationalen Studierenden Vitor Dourado, Eduardo Simoes und Arthur de Queiroz geführt.


Das Team entwickelte einen neuen Ansatz für Netztransformatoren, der diese kompakter und intelligenter macht und gleichzeitig Batteriespeicher integriert. Durch den Einsatz von Hochfrequenztransformatoren, modularen Umrichtern auf Batterieebene und einer dezentralen Regelung konnten Volumen und Gewicht des Systems deutlich reduziert und gleichzeitig flexiblere Betriebsweisen ermöglicht werden. Überschüssige gespeicherte Energie kann dazu beitragen, das Stromnetz in Gebieten mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien zu stabilisieren. Darüber hinaus kann sie zum Laden von Elektrofahrzeugen oder für den netzunabhängigen Betrieb genutzt werden.


Im vergangenen Jahr arbeiteten die Studierenden an der Universität Kassel unter der Betreuung von Prof. Jens Friebe vor Ort sowie von Prof. Fernando Antunes, Prof. Demercil de Souza und Prof. Montie Vitorino in Brasilien. Während ihrer Zeit in Kassel sammelten die Studierenden Erfahrungen und erweiterten ihre Fachkenntnisse auf diesem Gebiet. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines ersten Prototyps im Labormaßstab.