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19.10.2026 | Veranstaltungen

Minerva-School diskutiert Behinderung, KI und Stigma in internationaler Zusammenarbeit

Vom 6. bis 8. Oktober fand an der Universität Kassel eine Fachkonferenz statt zum Thema „Biased Humans and Unbiased Algorithms or Unbiased Humans and Biased Algorithms: An interdisciplinary, cross-cultural workshop on disability, stigma, and artificial intelligence”. Organisiert von Prof. Dr. Marianne Hirschberg und den Mitarbeiter:innen ihres Fachgebiets Behinderung, Inklusion und Soziale Teilhabe, wurde die Konferenz durch die Minerva-Stiftung gefördert und in enger Kooperation mit der Hebrew University of Jerusalem durchgeführt. 

Wissenschaftler:innen aus Deutschland, Israel und den Niederlanden diskutierten kritisch, in welcher Relation Behinderung, künstliche Intelligenz und Stigma zu einander stehen – unter besonderer Beachtung der Menschenrechte behinderter Menschen, neurodiverser Perspektiven und sozialer Teilhabe. Im Fokus standen Themen wie informierte Einwilligung im Zeitalter von KI, passende Unterstützung aber auch höchst unterschiedliche, auch separierende, Empfehlungen für die Arbeitsuche behinderter Menschen, der Effekt eines KI-Einsatzes auf die Zusammenarbeit von Schüler:innen in inklusiven Lerngruppen, ethische Problematiken aus Perspektive neurodiverser Menschen und die Gestaltung inklusiver KI-Systeme. 

Die drei Tage waren geprägt von intensiven Fachgesprächen, interkulturellem Austausch und praxisnahen Workshops. Die Fachkonferenz stärkte die internationale Forschungskooperation zwischen der Universität Kassel, der Hebrew University of Jerusalem sowie weiterer europäischer Institutionen und legte den Grundstein für zukünftige gemeinsame Projekte und Publikationen.