Zurück
13.04.2026 | Lehrveranstaltung

DISCURSIVE SPACE PARLIAMENT(S) OF WATER: FLOATING SPACES FOR DEMOCRACY

Im kommenden Semester werden wir uns mit demokratischen Räumen im Kontext globaler ökologischer Herausforderungen auseinandersetzen und ein schwimmendes „parliament of water“ entwerfen. Dabei werden wir demokratische Räume sowohl als räumlichen als auch als konzeptionellen Rahmen untersuchen, um „dem Wasser eine Stimme zu geben“.

Im kommenden Semester werden wir uns mit demokratischen Räumen im Kontext globaler ökologischer Herausforderungen auseinandersetzen und ein schwimmendes „parliament of water“ entwerfen. Dabei werden wir demokratische Räume sowohl als räumlichen als auch als konzeptionellen Rahmen untersuchen, um „dem Wasser eine Stimme zu geben“.

Wir betrachten Wasser nicht nur als grundlegendes Element der menschlichen Zivilisation, sondern auch als politischen Akteur untersuchen der über Territorien hinwegfließt, Konflikte hervorruft und neue Formen der Zusammenkunft jenseits menschenzentrierter Institutionen einfordert. Anstatt Wasser als eine Ressource zu betrachten, die gewonnen und ausgebeutet wird, fordert dieser Perspektivwechsel, sich auf seine „Bedürfnisse“ und seine Handlungsfähigkeit einzulassen. Wie Astrida Neimanis (2017) darlegt, sind menschliche Körper untrennbar mit dem Wasser der Welt verbunden und tauschen kontinuierlich Materie über Ozeane, Flüsse und Atmosphären hinweg aus. Umweltbedingungen sind daher nicht außerhalb sondern innig mit uns und unseren Körpern verbunden.

In Anlehnung an diese Ideen imaginieren wir „parliament(s) of water“, in denen sich menschliche und nicht-menschliche Akteure wie Strömungen, Algen, Mikroplastik, Sedimente und lebende Organismen sammeln und in einen Dialog treten können. Ziel des Studios ist es, demokratische, dialogische und spekulative Architekturen zu entwickeln, die als sichtbares politisches Symbol für die unsichtbaren Aspekte und Akteure des Wassers dienen. Diese Strukturen agieren als politisches Forum, das einen offenen Raum für Verhandlungen, Wissensaustausch und Begegnung bietet. Dieses Parlament aktiviert lokale Öffentlichkeiten und übersetzt ökologische Realitäten in räumliche, materielle und erfahrbare Bedingungen.

Das Studio behandelt Fiktion und Spekulation als projective Design-Werkzeuge und konstruiert neue Vorstellungswelten und institutionelle Formen, durch die unsichtbare Faktoren und nicht-menschliche Akteure einbezogen werden können. Architektur wird dabei als performative und ethische Praxis betrachtet, die zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren vermittelt und ökologische Prozesse lesbar, darstellbar und politisch präsent macht.

Die Studierenden werden verschiedene bestehende Parlamentsgebäude, Rathäuser, Gemeindezentren und andere Orte demokratischer Versammlungen als räumliche Systeme untersuchen und dabei Spannungsfelder wie Öffentlichkeit und Kontrolle, Repräsentation und Performativität, Transparenz und Inszenierung sowie Hierarchie und Sichtbarkeit beleuchten.

Der Entwurf wird über eine konventionelle Parlamentsarchitektur hinausgehen. Wir konzipieren eine mobile, schwimmende Struktur, die ortsspezifische Interventionen in verschiedenen Gewässern – darunter Ozeane, Meere, Flüsse und Seen – ermöglicht. Dabei wird es eine intensive Auseinandersetzung mit visionären und spekulativen architektonischen Ansätzen für schwimmende Konstruktionen und Umweltbedingungen geben.

 

 

Semesterablauf:

 

1. Warm-up
„Diskursiver Raum“

2. Recherche & Experiment
Typologische, thematische und theoretische Recherche sowie Exkursion nach Berlin

3. Untersuchen & Verstehen
Konzeptideen, Ortsanalyse, Raumprogramme, Entwurfsszenarien

4. Entwurf & Konzept
Erste architektonische Konzepte, Formfindung; Untersuchung von Raum, Atmosphäre und Ästhetik

5. Ausarbeitung & Narrativ
Ausarbeitung des Projekts mit einem Präsentationskonzept; 2D-/3D-Zeichnungen, Atmosphären, Materialien und Konstruktionsdetails

 

 

Weitere Informationen:

 

Einwahl via moodle! 

Studiotag ist jeweils Dienstag ab 14Uhr im Studioraum. 

Das ersten Treffen findet am Mittwoch, den 15. April 2026, um 16Uhr statt. 

Der Ort wird via moodle bekanntgegeben

 

Eine zweitägige Exkursion mit Workshop (3cred) nach Berlin ist im Rahmen der Kompaktwoche geplant und wird empfohlen; weitere Informationen folgen zeitnah.

 

Das Studio findet zweisprachig auf Deutsch und Englisch statt

 

Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit!

Bei Fragen meldet euch bei Büsra Balaban Öztürk busra.balaban[at]asl.uni-kassel[dot]de

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

EN

In the comming Semester we will explore democratic spaces in the context of global environmental challenges, focusing on the design of a floating “parliament of water”. The studio investigates democratic spaces as a spatial and conceptual framework for “giving voice to water”.

We propose to study water not only as a fundamental element of human civilization, but as a political actor, one that flows across territories, accumulates conflicts, and calls for new forms of assembly beyond human-centered institutions. Rather than seeing water as a resource to be extracted and exploited, this approach calls for engaging with its voice and agency. As Astrida Neimanis (2017) suggests, human bodies are inseparable from the world’s waters, continuously exchanging matter across oceans, rivers, and atmospheres; environmental conditions are therefore not external, but intimately shared.

Resonating with these ideas, the studio imagines parliament(s) of water, where diverse human and more-than-human agents, currents, algae, microplastics, sediment, and living organisms, can gather, assemble, and enter into dialogue. The aim of the studio is to develop democratic, dialogic, and speculative architectures that can serve as a visible political symbol for the invisible features and agents of water. These structures operate as a political forum, which is an open space for negotiation, knowledge-sharing, and encounter. This parliament activates local publics and translates environmental realities into spatial, material, and experiential conditions.

The studio treats fiction and speculation as projective design tools, constructing new imaginaries and institutional forms through which distributed, invisible, and non-human agencies can be engaged. Architecture is approached as a performative and ethical practice, mediating between human and non-human actors, and making ecological processes legible, representable, and politically present.

Students will study various existing settlements of parliaments, town halls, community centers and other sites of democratic assemblies as spatial systems, examining tensions such as publicness and control, representation and performativity, transparency and staging, as well as hierarchy and visibility. 

The design to be produced will extend beyond conventional parliamentary architecture: it will be a mobile, floating structure that also capable of site-specific interventions in different water bodies, including oceans, seas, rivers, and lakes. There will be an intensive engagement with visionary and speculative architectural approaches to floating constructions and environmental settings.

Course Schedule

1. Warm-up

"Diskursiver Raum"

2. Research & Experiment

Typological, thematic, and theoretcial research & excursion to Berlin

3. Examine & Understand

Conceptual ideas, site analysis, spatial programs, design scenarios 

4. Design & Conceptualize

Initial architectural concepts, form-finding; exploring spaces, atmosphere, and aesthetics

5. Elaboration & Narrative

Elaboration of the project with a presentation concept; 2D/3D drawings, atmospheres, materials, and construction details


Further Notes:

 

Log in via Moodle! FB ____

The studio takes place in our studio space on Tuesdays starting 14h.

The first meeting will take place on Wednesday, April 15, 2026, at 16h. The location will be announced via moodle.

 

A two-day excursion with workshop (3cred) to Berlin is planned as part of the compact week and recomended; further information to be announced. 

 

The studio is conducted bilingually in German and English.

 

 

We look forward to an exciting collaboration!

If you have any questions, please contact Büsra Balaban Öztürk busra.balaban[at]asl.uni-kassel[dot]de